13 Geister

Horror/Thriller
Horror/Thriller

[Einleitung]
Columbia TriStar Home Entertainment bringt uns den 2001 abgedrehten Horror-Film „13 Geister“ (Originaltitel: Thir13en Ghosts) jetzt als deutschsprachige Code2-DVD auf den Video-Markt. Der nicht sonderlich erfolgreiche Horror-Film lockt mit einer scheinbar interessanten Geschichte und wartet mit folgenden Darstellern auf: Tony Shalhoub, Matthew Lillard, Shannon Elizabeth, Rah Digga, Embeth Davidtz, F. Murray Abraham und Alex Roberts. Wir konnten den modernen Horror-Film genauer unter die Augen nehmen, verkrochen uns hinter dem Sessel im dunklen Heimkino und berichten nun von den gesammelten Erfahrungen über „13 Geister“.

[Inhalt]
Cyrus Kriticos (F. Murray Abraham), ein Mann mit einer Vision, einem teuflischen Plan. Er täuscht seinen Tod vor und vererbt somit augenscheinlich seinem Neffen, Arthur (Tony Shalhoub), der gerade vor den Scherben seines Daseins steht, sein Vermögen und das gigantische Anwesen. So machen sich Arthur, die Kinder, der aalglatte Anwalt und Kriticos‘ vorlaute Haushälterin Maggie (Rah Digga) auf, den neuen Besitz zu besichtigen. Weit vor den Toren der Stadt, in einem Waldgebiet, liegt das Haus des verstorbenen Onkels. Ein Palast aus Stahl und Glas, ein technisches Wunderwerk, vollgestopft mit ebenso rätselhaften wie eindrucksvollen Apparaturen und Kostbarkeiten. Plötzlich erscheint der ominöse Dennis Rafkin (Matthew Lillard). Er spricht von Geistern, die in dem Haus gefangen gehalten werden und sich nun, da der Anwalt scheinbar böse Absichten hegt, frei im Gebäude bewegen. Und so geht der Kampf um Leben und Überleben der Menschheit in die letzte Runde! Das schreckliche Haus entfaltet seine volle Energie – und grauenhafte Überraschungen für alle Beteiligten stehen von nun an auf dem Plan…

[Kommentar]
„13 Geister“ kann leider nicht sonderlich gut überzeugen. Ähnlich wie bei „The Glass House“, so wird auch hier gerade einmal ein leicht über dem Durchschnitt liegendes Niveau erreicht. Die abhanden gekommenen Geister sorgen zwar für etwas Nervenkitzel und Spannung mit kleinen Schock-Nuancen, doch wird die Darstellung der Geschichte und des gesamten Drumherums nur bedingt glaubwürdig und etwas zu ernst erzählt. Sehr ins Detail verliebt wurden zwar die Bösewichte der Story inszeniert und in Pose gebracht, doch zeichnen die guten Masken und die teilweise überraschenden Special-Effects noch keinen guten Film aus. Die Darsteller können nicht viel aus ihren Rollen holen, um den Film noch ins rechte Licht zu rücken, denn das Drehbuch von Neal Stevens nach einer Geschichte von Robb White sorgt einfach nicht für den Biss und die Tiefe des Verlaufs und der Figuren. Auch die Idee mit der Brille, durch die man die bösen Geister erspähen kann, ist spätestens seit John Carpenters „Sie leben“ keine Neuheit mehr. Einige werden sich auch an den Horror-Film „Cube“ erinnert fühlen, der allerdings den wahren Horror wesentlich glaubwürdiger, paranoider und beängstigender vermittelte, als es die 13 Geistern vermögen. Leider nur guter Durchschnitt.

[Technik]
Zur Technik der Scheibe. Columbia TriStar sorgte für einen sehr hochwertigen Transfer im Ratio 1.85:1 mit anamorpher Erweiterung, um mehr Details auf 16:9-Wiedergabegeräten zu erzielen. Die Gesamtleistung kann als nahezu tadellos betrachtet und bewertet werden. Hier stimmt wirklich nahezu alles. Vom gelungenen Kontrast, über eine plastische und natürliche Farbgebung bis hin zur gut bis sehr guten Kantenschärfe gibt es alles, mit dem die Anforderungen an eine aktuelle DVD befriedigt werden können. Nur sehr selten gibt es ein wenig Rauschen zu erkennen, ansonsten eine hochwertige Kompression.

Die akustischen Leistungen können sich ebenfalls mehr als nur hören lassen. Abgemischt wurden die beiden Sprachfassungen in Englisch und Deutsch jeweils im Dolby Digital 5.1-Tongewand. Untereinander unterscheiden sie sich jedoch sehr. Der englische Originalsound weist einige kleine Probleme auf. Zu diesen zählen eine etwas zu leise und selten auch etwas dumpfe Wiedergabe der Dialoge. In der deutschen Synchronfassung stehen sich dafür klare Dialoge und ein ansonsten etwas zu zurückhaltender Surroundsound gegenüber. Insgesamt spielen beide Tonspuren in der Oberliga mit. 6 optionale Untertitelspuren ergänzen den Ton.

[Fazit]
„13 Geister“ stellt keinen sonderlich anspruchsvollen und tiefsinnigen Film dar. Er kommt in seiner Wirkung und seiner Story nicht über den Durchschnitt hinaus. In technischen Belangen hingegen vermag die einseitige Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) zu überzeugen. Was ist mit der Ausstattung? Es gibt einige Trailer, Filmdokumentationen, ein Making Of, Filmografien der Beteiligten und ein Audiokommentar mit dem Regisseur. Der sehr laute Film besitzt eine Laufzeit von rund 87 rasch verrinnenden Minuten und wurde ab einem Alter von 16 Jahren freigegeben. Die Verkaufs-DVD erscheint am 20. August im Handel; der Preis wird sich um die 25,- Euro orientieren. Wer gerne einen modernen Horror-Film sehen möchte, der sollte sich unbedingt mit dieser Erscheinung befassen.

André Schnack, 30.07.2002

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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