2012

Action/Adventure/Drama
Action/Adventure/Drama

[Einleitung]
Typische Katastrophen-Filme wie „Poseidon“, „Titanic“ oder der Klassiker „Flammendes Inferno“ haben eines gemeinsam. Sie alle wenden üppig Zeit dafür auf, darzustellen, was alles wie zerstört wird, wenn der Planet verrückt spielt und es die Natur der Menschheit buchstäblich heimzahlt. Niemand weniger als der mit Action-Filmen vertraute Regisseur Roland Emmerich drehte die US-amerikanische Filmproduktion „2012“ ab. Er arbeitete dabei nach einem Drehbuch, welches er ebenfalls verantwortete, da er es gemeinsam mit Harald Kloser schrieb. In den führenden Rollen sehen wir John Cusack, Thandie Newton und Chiwetel Ejiofor.

[Inhalt]
Roland Emmerich, Regisseur von „The Day After Tomorrow“ sowie „Independence Day“ präsentiert den ultimativen Action-Abenteurfilm mit bahnbrechenden Spezialeffekten. Die Welt steht vor einer Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes, bei der ganze Städte einstürzen und die Kontinente zerfallen. 2012 bringt das Ende der Welt und erzählt vom heldenhaften Kampf der Überlebenden. Mit John Cusack, Chiwetel Ejiofor, Amanda Peet, Woody Harrelson und Danny Glover.
(Quelle: iTunes)

[Kommentar]
Hier stürzt wahrlich die Welt ein, sie bricht einfach zusammen. Warum? Weil die Maya es vorhergesagt haben?! Macht aber nichts, denn die Regierung hat Schiffe gebaut. Ähm, egal, es ist einfach sozusagen die Sintflut ohne Sintflut, dafür aber mit Archen. Oder so ähnlich. Auf jeden Fall geht dabei die Welt unter. Und wie das inszeniert ist, das kann sich wirklich sehen lassen. Technisch ganz auf der Höhe der Zeit, einfach wahnsinnig, was hier mittels moderner Computer-Technik erschaffen wurde. Wirksam, wenngleich stets als solche Animationen erkennbar.

Inhaltlich nichts großes, was dieser eher typische Hollywood-Film zu bieten hat. Typischer Aufbau und Ablauf, den wir hier erleben. Immer wieder tauchen klassische und sehr einfach gehaltene, wenig innovative Elemente auf. Hier und dort einfach kitschig, dann allerdings auch einfach mal komplett absurd und unrealistisch, jedoch nicht weniger unterhaltsam aufgrund genau dieser gebotenen Superlativen. Wie in einer Achterbahn zuweilen, wenn es darum geht, wie die Wirkung der Bilder auf den Betrachter zu beschreiben. „2012“ gefällt, wenn man Katastrophen-Filme mag.

[Technik]
Toll oder zu künstlich? Eigentlich sollte sich diese Frage gar nicht stellen. Denn wir erhalten hier einen sehr teuren, bzw. kostenintensiven Titel vor die Augen. Knapp 200 Mio. US-Dollar sollen angefallen sein, da kann man auch etwas für erwarten. Und was? Vor allem technische Spezialeffekten, die sich gewaschen haben. Denn wenn man die Welt zusammenbrechen lassen will, dann müssen die Taschen tief sein. Denn hier explodiert, zerbricht und fliegt alles mögliche durch die Luft und in die Luft, bis es dann in den tosenden Fluten versinkt. Alles schaut gut aus und gefällt auch von der Einbindung in das restliche Geschehen gut bis sehr gut. Kontrast, Farben und die Wiedergabegüte sind gut, die Kompression arbeitet sauber. Format 2.40:1, 16:9.

„2012“ hat großartige Momente, welche präsentieren, wozu ein Mehrkanalton in der Lage ist. In Sachen Räumlichkeit und Dynamik kann diesem gebotenen Ton kaum etwas entgegen gesetzt werden. Insbesondere die deutschsprachige Synchronfassung im Format Dolby Digital 5.1 gewinnt hier vor dem gebotenen Originalton in englischer Sprache. Dieser liegt lediglich im Stereo-Format vor. Bass-Einsatz und diffizile Geräusche, beim 5.1-Ton klingen diese sehr gut. Untertitel sind nicht auszumachen, technisch zwar auch bei Download-Titeln möglich, jedoch selten genutzt.

[Fazit]
„2012“ kommt mit einer Altersfreigabe von ab 12 Jahren und richtet sich an alle, die großartiges Pop-Corn Kino schätzen. Mehr darf sozusagen auch nicht als Anforderung an das Publikum gestellt werden, denn der Anspruch des Inhalts an den Realismus ist sehr, sehr überschaubar. Das macht aber auch nichts und kann angesichts der gelungenen und klassischen Erzählweise und dem hohen Tempo von der Negativliste gewischt werden. Tempo? Ja, über die gesamte Laufzeit von rund 158 Minuten kommt hier keine Langeweile auf. Im iTunes Store kann der Film für rund 8,- Euro in Standard Definition Bildqualität erworben werden.

Andre Schnack, 18.01.2012

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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