A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn

Drama/Romance
Drama/Romance

[Einleitung]
Von DreamWorks Home Entertainment erscheint der vierfach mit dem Oscar ausgezeichnete Ron Howard-Film „A Beautiful Mind“ von 2001. Der Streifen wurde in den Hauptrollen mit Russell Crowe, Jennifer Connelly, Ed Harris, Christopher Plummer, Paul Bettany, Judd Hirsch, Adam Goldberg, Josh Lucas und Anthony Rapp besetzt. Die Regie von Ron Howard wurde nach einem Drehbuch aus den Händen von Akiva Goldsman geführt. Das Script entstand nach einem Roman von Sylcia Nasar. Die ausführenden Produzenten waren Ron Howard und Brian Grazer. Wir konnten das 2-DVD Set des Films genauer betrachten und unterzogen der Erscheinung einen Test.

[Inhalt]
„A Beautiful Mind“ erzählt den Lebensweg des Mathematikers John Nash (Russell Crowe), der einen Teil seines weltlichen Daseins sozusagen zwischen „Genie und Wahnsinn“ verbrachte. Es gibt diesen Menschen tatsächlich und der Film orientiert sich an das Leben dieses Mannes. Nash ist ein erfolgreicher Mathematiker, der eine gelungene wissenschaftliche Karriere aufs Parkett legt. Doch das Genie weicht etwas dem Wahnsinn, als er Leute zu sehen beginnt, die zusammen mit ihm in einer groß angelegten Verschwörung zu stecken scheinen. Seine Wahnvorstellungen bringen ihn schließlich in die Psychiatrie, wo er und seine Schizophrenie behandelt werden. Seine Frau Alicia Lopez de Larde-Nash (Jennifer Connelly) hält zu ihm und langsam erholt sich der Wissenschaftler.

[Kommentar]
Ron Howard schuf einen wirklich stimmungsvollen und in der Geschichte dichten Film, der sowohl Drama, Romanze und gar etwas Thriller zugleich ist. Das Drehbuch bietet Tiefgang, viel Emotionen und einen gelungenen Spannungsbogen. Unterteilt werden kann das Spektakel in zwei Bereiche: das Drama um den mathematischen Großgeist und die Liebesgeschichte eines unter Schizophrenie leidenden Menschen. Letzterer Part wurde natürlich in bester Hollywood-Marnier aufgegossen und wirkt mitunter etwas zu „hübsch“ und reduziert auf die Dinge, die ein typischer Kinogänger eben sehen möchte. Wer jedoch davon absieht und nicht gerade die Biografie der Hauptfigur mit dem Filminhalt vergleicht, wird zweifelsohne auf hohem Niveau und durch tadellose schauspielerische Leistungen bestens unterhalten. Darsteller, Sets, Kostüme und die Filmmusik – all das befindet sich auf einem hohen Niveau, welches die hier an den Tag gelegte, professionelle Handwerkskunst beweist.

Exzellente Technik
Exzellente Technik

[Technik]
Technisch gab man sich auch Mühe, was aber bei einem Film solch jungen Ursprungs auch zu erwarten ist. Der Bildtransfer wird im anamorphen Breitbildgewand im Ratio 1.78:1 vollzogen. Das Geschehen auf dem Wiedergabegerät wird sauber übertragen und gefällt insgesamt gut bis sehr gut, wobei es von Makeln nicht verschont bleibt. Satte Farbflächen füllen das Geschehen und ergeben im Zusammenhang mit der ausreichend hohen Kantenschärfe und den vielen Details eine lebhafte und plastische Komposition ab. Weitgehend sauber von Verunreinigungen und Kompressionsartefakten sorgt das Bild für gute Laune, da tut auch die Tatsache, dass in raschen Bewegungen stellenweise ein leichter Nachzieheffekt entsteht, der Leistung keinen Abbruch.

Zum Ton des Films. Abgemischt und abgelegt wurde der Sound im Dolby Digital 5.1-Format. Und dieser versteht auch die visuellen Eindrücke zu unterstreichen, wobei er nicht zu denen gehört, die mit wummigen Surround-Effekten aufwarten. Es geht hier eher beschaulich ruhig zu, was an der Dialogstärke der Geschichte liegt. Von der Qualität her gut, von der Ausnutzung des Potentials her jedoch nicht die Oberklasse.

[Fazit]
„A Beautiful Mind“ von DreamWorks Home Entertainment sorgt für gute Hollywood-Unterhaltung der oberen Liga. Das prämierte Drama verläuft rund 130 Minuten und befindet sich auf der ersten der zwei einseitigen Dual-Layer-Discs (DVD Typ 9). Zudem fanden auch noch die zwei Audiokommentare, einige unveröffentlichte Szenen und die Untertitel in Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte und Hebräisch auf Disc 1 Platz. Auf der zweiten DVD wurde der größte Teil der Extras abgelegt: eine Featurette über die Partnerschaft von Howard und Grazer, eine weitere über die Entstehung des Drehbuchs, einige Aufnahmen über den „echten“ John Nash und die Nobelpreisverleihung von 1994, einige Casting-Aufnahmen, eine kurze Dokumentation über die Inszenierung des Alterungsprozesses der Figuren im Film, Storyboard Vergleiche, etwas zur Entstehung der Filmmusik und der wenigen Special-Effekte, ein Making Of, Aufnahmen über die Oscar-Verleihung und einige Trailer. Die zahlreichen Extras befinden sich allesamt im englischsprachigen Originalsound (Dolby Surround) auf den Scheiben, optional gibt es zahlreiche Untertitel einzublenden. Freigegeben ab 12 Jahren und im Geschäft seit dem 19. September zu einem Preis von rund 22,- Euro zu erhalten. Empfehlenswert!

André Schnack, 25.10.2002

Film/Inhalt
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Bild
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Ton
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Extras/Ausstattung
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Preis-Leistung
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