After The Storm

Thriller
Thriller

[Einleitung]
Sunfilm Entertainment veröffentlicht Regisseur Guy Ferlands „After The Storm“ von 2001 auf dem deutschen Code2-DVD Markt. Der Film entstand nach einer Geschichte von Ernest Hemingway und wurde in den Hauptfiguren mit folgenden Darstellern besetzt: Bejamin Bratt, Armand Assante, Mili Avital, Simone-Elise Girard, Stephen Lang und Nestor Serrano. Wir unternahmen eine genauere Betrachtung der DVD und berichten über ihre Stärken und Schwächen im Folgenden.

[Inhalt]
Die gesunkene Jacht eines Chicagoer Gangsters setzt Arnos (Benjamin Bratt) einfachem, aber sorglosen Dasein als Strandgutsammler ein Ende. Zufällig entdeckt er das mit Juwelen und Gold beladene Wrack in einer einsamen Bucht. Doch allein kann er die Reichtümer nicht heben. Zwangsweise verbündet er sich daher mit dem zwielichtigen Franzosen Jean-Pierre (Armand Assante) und seiner Frau Janine (Simone-Elise Girard). Arnos Freundin Coquina (Mili Avital) vervollständigt das Quartett. Und schon bald erliegen die vier Schatzsucher den Verlockungen des Goldes. Intrigen, Misstrauen und Verrat erschüttern die Gemeinschaft. Das tropische Paradies wird zur Hölle, als die Gier nach immer mehr Beute das Leben an Bord bestimmt.

[Kommentar]
„After The Storm“ hat durchaus seine Momente und bietet einen spannenden Inhalt, aus dem man durchaus mehr hätte machen können, kommt aber insgesamt nicht über das Niveau eines Durchschnittsfilms hinweg. Das liegt vor allem an den nicht nachvollziehbaren und ständigen Motivwandel der Figuren und an der nicht so gelungen umgesetzten Handlung, deren Verlauf jedoch angenehm temporeich voranschreitet. Nur schade, dass keine intelligenten Wechsel die Handlung bestimmen, sondern lediglich die Unberechenbarkeit der Hauptfiguren. Da machen leider auch die sehr schöne Filmmusik und die teilweise wunderschönen Landschaftsaufnahmen nur bedingt etwas wett. Der Film plätschert anfänglich etwas dahin, gibt dann nach ca. 80 Minuten mächtig Gas und das Intrigenspiel geht erst so richtig los. Die Verwirrung steigt jedoch auch. Kein schlechter Film, allerdings auch kein sonderlich guter.

[Technik]
Wie es bei den meisten Sunfilm Entertainment DVDs bisher der Fall war, so spielt auch hier die Technik mal wieder nicht ganz mit und verschlechtert den Gesamteindruck der Erscheinung. Wie schade, dass auf diesem Gebiet leider nun auch schon nach so zahlreichen Veröffentlichungen scheinbar nicht gelernt wird und die Konsequenzen gezogen werden. Das Bild von „After The Storm“ kommt im Format 1.85:1 und wurde anamorph auf dem Datenträger untergebracht. Doch leider bringt es sehr viele Makel mit sich. Angefangen von einem nicht vertretbaren Rauschfaktor, über eine unzureichende Schärfe, bis hin zu einem insgesamt nicht sonderlich plastischen oder sauberen Eindruck gefällt nur weniges.

Beim Ton sieht es nicht viel besser aus, leider kann auch diese Darbietung nicht begeistern. Auf der Verpackung angegeben: ein deutscher DTS 5.1- und Dolby Digital 2.0-Ton und eine englischsprachige Dolby Digital 2.0-Version. Zusätzlich befindet sich jedoch auch noch der englische Originalton im DD 5.1-Tonformat auf der DVD – und diese ist auch die hörenswerteste. Hier gibt es sinnvoll gesetzte Surround-Effekte und eine klare Sprachausgabe und Musikwiedergabe. Die deutsche DTS-Spur gleicht nahezu der Dolby Surround-Fassung, traurig.

[Fazit]
„After The Storm“ passt so typisch in das Programm von Sunfilm Entertainment, wie die vorherigen Erscheinungen des Labels. Nur schade, dass sie sich qualitativ untereinander nur so wenig tun und nie den guten Durchschnitt erreichen. So auch hier, denn alleine das Bild ist für eine so junge Produktion wirklich nicht akzeptabel. Die DVD 9 (einseitig, zweischichtig) mit dem rund 99minutenlangen Film wurde ab einem Alter von 12 Jahren freigegeben und erschien am 20. März zu einem Straßenpreis von ca. 25,- Euro. Eigentlich kann auch bei dieser Veröffentlichung der Punkt „Bonusmaterial“ übersprungen werden, denn mehr als die üblichen Trailer weiterer Erscheinungen und einem Originaltrailer zum Hauptfilm gibt es hier nicht, abgesehen von den optionalen deutschen Untertiteln. Hier sei ein Test-Screening unbedingt angeraten.

Andre Schnack, 04.04.2002

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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