American Graffiti

Comedy/Drama
Comedy/Drama

[Einleitung]
So richtig los ging es mit den Titeln, die derart die Massen begeisterten, wie es seither nur selten wiederholt werden konnte. Die Rede ist von Filmschöpfer George Lucas und seinem Wirken bei „Krieg der Sterne“ sowie den „Indiana Jones“-Filmen. Vor diesen Titeln gab es „American Graffiti“, einen Film von George Lucas nach einem Drehbuch von George Lucas, Gloria Katz und Willard Huyck. Im den führenden Rollen sind zu sehen: Richard Dreyfuss, Ron Howard, Paul LeMat, Charles Martin Smith und Harrison Ford. Ich habe das frühe Werk von Lucas erst spät gesehen. Im Rahmen dieses Reviews äußere ich mich zu meiner Einschätzung des Titels.

[Inhalt]
Dieser Oscar nominierte Klassiker entstand unter der Regie von George Lucas und wurde von Altmeister Francis Ford Coppola produziert. „American Graffiti“ ist die Geschichte von vier Teenagern an der Schwelle zum Erwachsenwerden und ihrem letzten Sommerabend vor Beginn der Collegezeit. Entdecken Sie in diesem nostalgischen Rückblick auf die frühen Sechziger die Drögster-Rennen, Drive-Ins und den kleinen Ort Inspiration Point auf Neue. Der unvergessliche Soundtrack erweckt die zeitlosen Rock-n-Roll Hits jener Ära erneut zum Leben.

Erleben Sie – mit Harrison Ford, Richard Dreyfuss, Ron Howard und Charlie Martin Smith in den Hauptrollen – in „American Graffiti“ noch einmal das Lebensgefühl und den Geist der letzten Unschuldstage Amerikas!
(Quelle: Universal Pictures Germany)

[Kommentar]
Ein Film über eine Gruppe Jugendlicher, wobei Teenager wahrscheinlich passender sei, und den Laufe der Zeit. Ein Film über das Erwachsenwerden, die großen Fragen jungen Lebens eben. Ein Film von George Lucas, den ich bislang stets mit anderen Filmen verbunden hatte. Im Ergebnis mächtig viel Zeitgeist, amerikanischer Flair und die Macht der Musik und des Stils auf die Menschen, die ihn auch bedingen. Schön anzusehen, wie sich dieses verschiedenen Figuren entwickeln, welche Probleme sie plagen und auch schöne Momente sie erleben. Dabei ist die Machart simpel und das angewandte Handwerk doch solide und ordentlich.

Ob sich nun ein Kultfilm für mich hier entwickelt hat? Nein. Vielleicht bin ich eine Generation zu spät, vielleicht liegt es an etwas anderem. Vielleicht ist es der aus heutiger Sicht sehr eingeschränkt dynamische und langsame Schnitt, oder aber die Tanzszenen, ohne den rechten Pep, daran schuld, dass ich nicht in blinde Euphorie ausbreche. Wie dem auch sein mag, der Titel hat seine Momente und hat eben auch das, was die Inhaltsangabe gewissermaßen verspricht. Das ist schon einmal sehr wichtig. Handwerklich alles prima, auch die darstellerischen Leistungen sind in Ordnung.

[Technik]
„American Graffiti“ hat nicht nur den stylishen Namen, sondern auch einen entsprechenden Look. So sollte es sein und wurde es auch gewissermaßen anfänglich der Produktion vereinbart. Aus künstlerischen Gedanken heraus. Alles sinnvoll, hier jedoch technisch betrachtet nur bedingt überzeugend umgesetzt. Der Transfer, in 2.35:1 auf dem Datenträger abgelegt, ist in einem anamorphen Datenstrom abgelegt, ein gutes Ergebnis für die 16:9-Leistungen dieser DVD. Rauschen ist kaum vorhanden, dafür jedoch eine gewisse Unschärfe. Das ist schade, denn an und für sich gefallen die Aufnahmen und haben Charme. Kompressionsartefakte sind nicht mit von der Partie. „American Graffiti“ ist keinesfalls High-Level, dazu fehlt es an Bildruhe und Details.

Natürlich gibt es hier, trotz jedes Stossgebets gen Musiker-Himmel, keine sonderlich nennenswerte Leistung, die hier einen positiven Einfluss hätte. Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch sind die Sprachen, die es generell hier vorzufinden gibt. Dabei ist die englische Originalfassung in 2.0 verfügbar, der Rest ist Mono-Ton. Liegt natürlich an Alter und Produktionsausrüstung von dazumal. Alles in allem eben den Umständen entsprechend. Rauschen oder andere Störungen fallen nicht auf. Untertitel sind in über einem Dutzend Sprachen optional hinzu zu schalten.

[Fazit]
„American Graffiti“ ist schon längst auf dem Markt vertreten. Auch erschienen in der Vergangenheit einige Veröffentlichungen in Form von Standard Definition DVDs des Films. Diese Fassung hier erschien am 4. November 2004, also vor 10 Jahren. Oha. Die Laufzeit beträgt rund 108 Minuten, die Altersfreigabe liegt bei ab 16 Jahren gemäß FSK. Die Standard Definition DVD des Typus 5 (einseitig, einschichtig) befindet sich in einem schlicht designten Amaray-Case. Zu erhalten für mittlerweile rund 8,- Euro. Zusammenfassend kann ich nur vermelden, dass ich irgendwie mehr erwartete. Doch mag das an überzogenen Erwartungen liegen, oder auch nicht…

Andre Schnack, 16.12.2014

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★☆☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆