Asterix bei den Olympischen Spielen

Adventure/Comedy/Family/Fantasy
Adventure/Comedy/Family/Fantasy

[Einleitung]
„Asterix und Obelix“ gehören in jedes gut sortierte Kinderzimmer, so zumindest meine Meinung zum Thema der Comics, in denen ein gallisches Dorf einen störenden Dorn im Auge des expandierenden römischen Reichs. Doch die Gallier haben einen Zaubertrank,… Hier als Realfilm „Asterix bei den Olympischen Spielen“ vom Regisseuren-Duo Frédéric Forestier und Thomas Langmann. Ein mehrköpfiges Team bereitete das Drehbuch nach der bekannten Comic-Vorlage entsprechend auf. In den Hauptrollen dieses 2007 abgedrehten französischen Produktionsspektakels sehen wir Clovis Cornillac erstmals als Asterix an der Seite von Gérard Depardieu als kugelrunder Obelix. Weitere Figuren besetzte man mit Stéphane Rousseau, Vanessa Hessler, Benoît Poelvoorde und Filmikone und greiser Frauenschwarm Alain Delon als Julius Caesar.

[Inhalt]
Die Abenteuer des listigen Kriegers Asterix (Clovis Cornillac) und seines zaubertrankgestärkten Gefährten Obelix (Gérard Depardieu) führen diesmal ins ferne Griechenland. Dort wollen sie dem jungen und wagemutigen Gallier Romantix (Stéphane Rousseau) helfen, die Olympischen Spiele und gleichzeitig das Herz der wunderschönen griechischen Prinzessin Irina (Vanessa Hessler) zu gewinnen. Wäre da nur nicht der tückische Brutus (Benoît Poelvoorde), der alles daran setzt, die Olympiade zu beherrschen und außerdem seinen Vater Julius Caesar (Alain Delon) aus dem Weg zu räumen.

„Asterix bei den Olympischen Spielen“ ist eine temporeiche und witzige Realverfilmung mit zahlreichen Topstars wie Gérard Depardieu als „Obelix“, Alain Delon als „Julius Caesar“, und „Asterix“ wird erstmals vom beliebten französischen Schauspieler und Comedian Clovis Cornillac verkörpert. In weiteren Hauptrollen glänzen Stéphane Rousseau („Invasion der Barbaren“) sowie das italienische Model Vanessa Hessler (in Deutschland bekannt als das Gesicht der „Alice-Kampagne“). Ebenfalls mit dabei: Michael Bully Herbig, Zinedine Zidane und Michael Schumacher.
(Quelle: Paramount Constantin Film)

[Kommentar]
Lustig sind sie ja, die Comics. Und auch die Zeichentrickfilme gefielen mir durch die Bank weg gut bis sehr gut. Sie warten mit humorvoller Unterhaltung in einem jeweils schlüssigen Konzept mit sehr viel Charme auf. Konnten die Realfilme von „Asterix und Obelix“ ebenfalls begeistern? 1999 lief der erste Realfilm der beiden Gallier an, es folgte 2002 eine Videoveröffentlichung und 2002 der bisher bekannteste Titel „Asterix und Obelix: Mission Kleopatra“. Nun haben wir 2008 und es gibt erneut bekannte Gesichter in den gleichen Figuren vor die Kamera, und zwar in „Asterix bei den Olympischen Spielen“ (Originaltitel: Astérix aux jeux olympiques). Auch hier wurde wieder aus den Vollen geschöpft und wir erleben hochwertige Sets, Masken, Kostüme und Special-Effects.

Immerhin handelt es sich auch um einen waschechten Kinofilm mit allem, was dazu gehört. Die darstellerischen Leistungen sind in Ordnung, wobei ich schon sagen muss, dass ich Asterix-Darsteller Christian Clavier ein wenig vermisse. Auf der anderen Seite macht Clovis Cornillac in der Rolle des kleinen und doch gewitzten und starken Anti-Römers eine nur bedingt gute Figur. Schade, da er ja mit eine führende Rolle einnimmt und somit das Gesamtkonstrukt ein wenig leidet. Aufbau und Ablauf der Story gehen in Ordnung, die vielen Anspielungen an recht aktuelle Themen wie Doping, etc. sind erst lustig, verlieren dann jedoch mächtig an Charme und können nur noch bedingt für humorvolle Unterhaltung sorgen.

[Technik]
„Asterix bei den Olympischen Spielen“ tritt im 16:9-Gewand im exakten Seitenverhältnis 1.85:1 auf die Bildfläche und besticht von Beginn an durch eine sehr farbenfrohe und kontrastreiche Wiedergabe. Immer wieder haben wir es mit plastischen Bildern zu tun, die sich ferner durch einen angenehmen Detailgrad mit dem Betrachter gut stellen. Es muss jedoch auch festgehalten werden, dass sich die Kantenschärfe nicht immer auf einem adäquaten Niveau einpendelt. Außerdem nimmt sich der Kontrast zu ernst und neigt zum Überstrahlen. So werden die dunklen Bildbereiche sehr intransparent und plakativ schwarz, helle Flächen wir die zahlreich auftretenden Gewänder verschwimmen zu einer strahlenden Masse. Kompressionsartefakte treten nicht auf und das Bild wirkt ruhig und sauber.

Es kamen zwei Tonformate zum Einsatz: Dolby Digital 5.1 und ebenso mehrkanaliger DTS-Sound. Und zwar in den Sprachfassungen Deutsch und Französisch. „Asterix bei den Olympischen Spielen“ bietet ausreichend dynamischen Ton, welcher auch nicht mit sonderlich wenig Räumlichkeit aufwarten kann. Soweit so gut. Allerdings gibt es keinerlei sonderlich erwähnenswerte Effekte oder Überraschungen im Programm. Fehlerfrei können die stets verständlichen Dialoge klar aus dem Center-Speaker erkannt werden. Musik und Umgebungsgeräusche hingegen ertönen aus den weiteren angeschlossenen Boxen. Untertitel sind in deutschen Lettern wahlweise hinzu zu schalten.

[Fazit]
„Asterix bei den Olympischen Spielen“ gefiel mir ganz gut, trotz: Stellenweise gibt es einen sehr schlimmen Humor vor die Augen und mit „Asterix und Obelix“ hat das alles dann wenig zu tun, und manchmal ist es auch nicht lustig. Auf der anderen Seite kann dieser Titel tatsächlich als Familienfilm herhalten und auf einer dafür hoch bemessenen Laufzeit von rund 120 Minuten durchaus überzeugen. Auch Kinder mögen den gebotenen Humor und finden vieles am Stück witzig. Das passend gestaltete Menü

* Making of (ca. 21 Min.)
* Making of Michael Schumacher und Zinédine Zidane (ca. 4 Min.)
* Interviews (ca. 15 Min.)
* Premiere München (ca. 5 Min.)
* Die Kostüme(ca. 2 Min.)
* Darstellerinfos (Texttafeln)
* einige Trailer und eine Trailershow

Leider sehen die Extras nach mehr aus als sie sich am Ende entpuppen, wie schade. Dennoch geben sie ein wenig Aufschluss über die deutschen Darsteller. Zum Teil sind die Extras in französischer Sprache mit deutschen Untertiteln abgefasst. Von der technischen Seite aus stellt die Disc nichts besonderes dar, und inhaltlich? Eine gelungene Comic-Umsetzung, die ohne ihre Zeichentrickherkunft wahrscheinlich weder große Beständigkeit noch großen Erfolg geerntet hätte. Altersfreigabe: bei ab 6 Jahren.

Andre Schnack, 25.08.2008

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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