Austin Power in Goldständer

Comedy
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[Einleitung]
Warner Home Video bringt uns den dritten Film der beliebten Austin Powers-Filmreihe, die von der Thematik her an die bekannten James Bond-Streifen angelehnt wurden, mit diesen aber letztlich nur sehr wenig gemeinsam haben. Im neuesten Streich von Drehbuchautor und Hauptdarsteller Mike Myers wurde von Regisseur Jay Roach umgesetzt, erneut, wie bei den ersten beiden Vorgängern. Neben Multi-Talent Myers sind auch (wieder) Seth Green, Michael York, Robert Wagner, Mindy Sterling und Verne Troyer zu sehen. Wir konnten uns über die Qualitäten der DVD Erscheinung ein Bild machen und berichten aus erster Hand.

[Inhalt]
Als Dr. Evil (Mike Myers) und sein Komplize Mini-Me (Verne Troyer) aus dem Hochsicherheits-Gefängnis entkommen, muss einmal mehr der Superspion und „Swinging International Men of Mystery“ Austin Powers (Mike Myers) in Aktion treten, um den üblen Dr. Evil unschädlich zu machen und ihn wieder hinter schwedische Gardinen zu bringen. Dazu bedarf es der Hilfe von Papa Nigel (Michael Caine), zu dem Austin jedoch ein etwas beeinträchtigtes Verhältnis hegt. Doch Widersacher Evil sorgt mit dem neuen Verbündeten Bösewicht „Goldständer“ (Mike Myers) ebenfalls für Verstärkung auf der dunklen Seite. Und so hat Austin mehr als genug zu tun: leichte Familienprobleme, einen gewitzten Widersacher, einen weiteren mit einem goldenen Gehänge und eine Menge hübscher Frauen…

[Kommentar]
„Goldständer“ – die neueste Auskopplung der Austin Powers-Filme, die nach Angaben der Macher im Wechsel mit den jeweils neuen James Bond-Filmen erscheinen sollen, bietet das, was man von ihm erwartet: eine angenehme Zeit im Heimkino. Hier wurde bedacht oftmals genau das wiederholt, was in den vorherigen Teilen auch schon Bestandteil des Aufbaus und der Storyline des Films war. Die Witze sind ausreichend innovativ, halten sich aber an bewährte Muster. Die darstellerischen Leistungen sind allesamt gut, vor allem aber Mr. Myers lebt einmal wieder so richtig auf. „Goldständer“ kann nahezu fast schon als One-Man-Show bezeichnet werden, der Einsatz von Mike Myers ist nicht wegzudenken. Es wird ein hoher Unterhaltungsfaktor geboten, zumindest wenn man sich für diese Art des Humors offen zeigt, denn

[Technik]
Die Warner Disc erstrahlt aus technischer Sicht nicht gerade im hellsten Licht. Denn hier machte man Fehler, die man schon vorab bei einigen Warner Scheiben beobachten konnte. Der Transfer wurde im anamorphen Breitbild-Gewand 2.10:1 auf der DVD abgelegt. Kontrast und Farbgebung gehen in Ordnung und auch die Kantenschärfe kann sich mehr als sehen lassen. Einbrüche gibt es dann jedoch in den Bereichen der Rauschfreiheit und Sauberkeit. In diesen Disziplinen wird gerade einmal ein durchschnittliches Niveau erreicht, denn ein stets erkennbares Muster von Rauschen ist ein Grund dafür.

Der Sound der Disc wurde im Format Dolby Digital 5.1 EX abgemischt, und dies in deutscher und englischer Sprache. Dynamisch und vor allem am Anfang des Films wird ein sehr guter Surround-Umfang geboten, der mit sattem und effektreichem Material aufwartet. Im weiteren Verlauf geht es zwar recht ruhig zu, dafür auch qualitativ hochwertig. EX wird nicht so genutzt, wie man es sich wünscht. Als Dolby Digital 5.1-Wiedergabe betrachtet jedoch eine gute Leistung.

[Fazit]
„Austin Powers in Goldständer“ bereitet gute Laune uns sorgt für rund 91 Minuten gute Unterhaltung. Im Stil der ersten beiden Teile wird auch hier wieder 007 parodiert und viel sexistischer Witz herübergebracht. Aus der einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) befindet sich über ein passend gestaltetes Menü der Hauptfilm und die Einstellungsoptionen zu erreichen. Als Extras befinden sich neben deutschen und englischen Untertiteln auch folgende Materialien auf der Scheibe: Ein Audiokommentar mit dem Regisseur und dem Hauptdarsteller, insgesamt 16 Dokumentationen über die Entstehung des Films. 4 Musikvideos, 15 nicht verwendete Szenen mit optionalem Regie-Kommentar und 5 Trailer. Inhaltlich und vom Umfang her ein ordentliches Maß. Freigegeben wurde die Erscheinung ab einem Alter von 12 Jahren. Die DVD erschien am 6. Februar. Wer Powers mag, der sollte hier unbedingt zugreifen!

André Schnack, 27.02.2003

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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