Austin Powers – Das Schärfste, was Ihre Majestät zu bieten hat

Comedy
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[Einleitung]
Nicht zum ersten Mal erscheint der amerikanische Comedy-Titel „Austin Powers“ hierzulande auf DVD im Handel. Doch zum ersten Mal aus dem Programm der Concorde Home Entertainment. Der Film von 1997 entstand unter Regie von M. Jay Roach. Drehbuchvorlage und Grundidee kommen von Mike Myers, der in diesem Stück auch gleich drei Personen schauspielert. In den weiblichen Hauptrollen sind Elizabeth Hurley und Mimi Rogers zu sehen. Cameo-Auftritte kommen mit Robert Wagner und Christian Slater vor. Wir konnten den Titel genauer unter die Lupe nehmen und berichten über die inhaltlichen, technischen und ausstattungsrelevanten Aspekte der DVD.

[Inhalt]
Swinging London, 1767: psychedelische Musik und freie Liebe liegen in der Luft. Austin Powers (Mike Myers), sexy Frauenschwarm und der wohl schärfste Agent im Dienste Ihrer Majestät jagt noch immer seinen Lieblingsfeind, den glatzköpfigen, bösen und stets an seinem kleinen Finger lutschenden Dr. Evil (Mike Myers). Doch wieder einmal gelingt es Dr. Evil seinem Häscher zu entwischen – wenn auch nur ganz knapp. In einer überdimensionalen Rakete entflieht er ins All, dort wartet er kryogenisch eingefroren, bis die Welt nicht mehr von Sex, freier Liebe, bewusstseinserweiternden Drogen und Musik, sondern endlich wieder von Korruption und Kapitalismus regiert wird und er eine Chance hat, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Knapp dreißig Jahre später erscheint die Rakete „Big Boy“ von Dr. Evil wieder auf den Radarschirmen und alle sind sich einig: Austin Powers, der sich damals ebenfalls hat einfrieren lassen, muss es richten. Wenn einer Dr. Evil ein für alle Mal das Handwerk legen kann, dann er!
(Quelle: Concorde Home Entertainment)

[Kommentar]
Skurril und absurde Szenen finden sich hier genau so ein, wie allen voran ziemlich alberne Situationen und Gags. „Austin Powers“ ist eine fantastische Persiflage auf die James Bond-Filme und das gesamte Geheimagent-Sujet. Die klassischen Elemente einer „guter Agent gegen fiesen, nach Weltmacht strebenden Fiesling“-Story sind hier allesamt mehr als deutlich vertreten. Und natürlich darf auch nicht der „den Agenten in eine aussichtslose Situation bringen und eines exotischen Todes sterben lassen“-Versuch nicht fehlen, welcher natürlich fehlschlägt. Sinnlose Schusswechsel und extrem nutzlose Komplizen machen es Dr. Evil nicht immer leicht, und auch Austin Powers ist immer wieder abgelenkt durch die weiblichen Einflüsse, denen er stets bei seiner Tätigkeit ausgesetzt ist. Mit einer Vielzahl an genialen Dialogen, Wortwitzen und Situations-Gags wird der Betrachter Zeuge einer wirklich lustigen Comedy, die in jeder Hinsicht übertreibt und parodiert, bis der Zuschauer unter Lachkrämpfen leidet. Und das unter einer wirklich dichten Atmosphäre.

Als Regisseur, Drehbuchautor und Darsteller von mehr als drei Charakteren in diesem Film leistete Mike Myers fabelhafte Arbeit. M. Jay Roach führte hierbei Regie. Mit „Austin Powers“ gelang Mike Myers ein Geniestreich – auf seine ganz eigene Art und Weise versteht sich! Mit diesem Typus von Komik kommen bekanntlich nicht alle Leute zurecht, wer aber „Wayne’s World“ in Ordnung fand wird „Austin Powers“ wirklich mögen. Ab und an werden die Witze etwas albern und übertrieben, dennoch gibt es aber ständig zumindest etwas zu schmunzeln. Einige Stellen bieten extrem viel Lachvermögen, da bleibt kein Auge trocken. Zudem hat Myers es einfach drauf komisch zu sein – dieser Mann ist witzig! Der Spaß wird sehr gut durch einen genial abgemischten Soundtrack ergänzt. Zeitlich um vom Stil her wird genau die richtige Musik zum Geschen und dem der Optik des Films erreicht. So kommen die nicht immer direkten Züge einer Hommage besser zur Geltung.

[Technik]
Die amerikanische DVD ist seit Jahren auf dem Markt im Programm von New Line. In Deutschland erschien der Titel unter Kinowelt und nun als Neuauflage von Concorde Home Entertainment. Bei allen Erscheinungen bemisst sich das Format des Transfers auf ein 2.20:1-Ratio, leider genoss diese DVD keinerlei sichtbare Überarbeitung. Und was damals noch in Ordnung war, steht heute in einem anderen Licht. Der Transfer weist ein deutliches Rauschen auf, auch die Kantenschärfe und der Detailreichtum sind für eine heutige Veröffentlichung nicht mehr ausreichend. Dennoch entsteht eine angenehme Ausstrahlung durch die Farbgebung und die Tatsache, dass sich die Kompression kaum zeigt und Verunreinigungen des Masters nicht auftreten. Schwarzlevel und Ausleuchtung befinden sich auf einem akzeptablen Niveau.

„Austin Powers“ bekämpft Dr. Evil im wahlweise englischen Originalton oder einer deutschsprachigen Synchronfassung im Dolby Digital 5.1-Format. Davon ab gibt es noch eine Dolby Digital 2.0-Version, ebenfalls in deutscher Sprache, auf der DVD vorzufinden. Der Ton der Comedy hält sich in Grenzen, sorgt jedoch für angenehme Unterhaltung ohne großartige Ausbrüche. Die Musik wurde klar von den Dialogen getrennt und es macht Spaß den urkomischen Kommentaren von Austin Powers zuzuhören. Einige Soundeffekte besitzen angenehme Höhen- und Tiefen-Ansteuerungen und es kommen hin und wieder gelungene Surround-Einlagen zur Geltung. Untertitel können in deutscher Sprache optional eingeblendet werden.

[Fazit]
Concorde bekleckert sich durch die Veröffentlichung dieser DVD nicht gerade mit Ruhm, bringt aber erneut einen Film ins Gespräch, der sich nicht zu verstecken braucht und zu den besten Persiflagen auf das Agenten- oder aber James Bond-Genre gehört. „Austin Powers“ wartet mit einer Laufzeit von 91 Minuten auf und befindet sich auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9). Erscheinungstermin war ist der 6. April 2005, der Preis orientiert sich dabei um sehr faire 13,- Euro. Ein passend gestaltetes Menü bietet Zugriff auf folgendes Bonusmaterial:

* Trailer
* 3 geschnittene Szenen
* 2 alternative Enden
* Infos zu Cast & Crew
* Produktionsnotizen
* Programmtipps
* DVD-ROM Part

Vom Umfang her hauen die Extras wirklich nicht um, dennoch sehr schön zu sehen, dass diese Disc aus dem Angebot der Home Edition von Concorde auch mit zusätzlichen Materialien daher kommt. Wer also Lust auf seichte Unterhaltung hat und keine Comedy ablehnt, der sollte hier unbedingt zugreifen. Mike Myers-Fans kommen an diesem guten Stück ohnehin nicht vorbei. Als eingefleischter James Bond-Fan kann ich diese Parodie nur wärmstens empfehlen.

Andre Schnack, 11.04.2005

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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