Bad Ass (2012)

Action/Drama
Action/Drama

[Einleitung]
„Danny Trejo im nächsten knallharten Action-Spektakel voller krachender Fäuste und berstender Knochen!“ – na, sagt das nicht alles? Sehr gespannt war ich vor der Ansicht dieses Titels. Habe ich doch die meisten Filme mit „Machete“-Star Danny Trejo, der zumeist stille Figuren in seiner Karriere mimte, gesehen und auch genossen. Hier bekommen wir von Universal Pictures Home Entertainment den US-amerikanischen Titel von 2012 von Regisseur Craig Moss, der auch an dem Drehbuch – gemeinsam mit Elliot Tishman – schrieb. In den führenden Rollen sind die folgenden Namen zu sehen: Danny Trejo, Charles S. Dutton, Ron Perlman, Joyful Drake, Patrick Fabian. Wir konnten uns von dem Film auf High Definition Blu-ray Disc ein genaueres Bild machen…

[Inhalt]
Von der Gesellschaft seit fast 40 Jahren geächtet, wird Vietnamkriegsveteran Frank Vega (Danny Trejo) zum Lokalhelden „Bad Ass“, als er ein paar rüpelnde Verbrecher im Bus verprügelt und die Videoaufnahme im Internet für Furore sorgt. Kurz darauf wird sein bester Freund ermordet und Vega muss mit ansehen, wie die trägen Bullen den Fall liegen lassen. Stinksauer ermittelt Vega auf eigene Faust und sorgt für blutige Gerechtigkeit.
(Quelle: Universal Pictures Home Entertainment)

[Kommentar]
Es lebe die Selbstjustiz. Soll das die Aussage des Films mit dem eigensinnigen Titel „Bad Ass“ sein? Kann schon sein, doch darum sollte es dem Zuschauer gar nicht gehen. Denn so ernst nimmt sich der Streifen dann schlussendlich auch nicht, was ihm gut tut. Auf der anderen Seite ist er zum Teil derart brutal (auch in der Darstellung), als das man von Geschmacksache sprechen muss. Bis auf einige Momente konnte ich sehr gut mit der Inszenierung leben, ich war allerdings auch auf Grund der bisherigen Erfahrungen mit Danny Trejo entsprechend vorbereitet. Die Story des gesamten Stücks ist recht einfach, die Dialoge ebenfalls. Das Durchsetzungsvermögen der handelnden Personen ist geistreich innovativ und teils pervers zugleich… Schwarzer Humor en masse zudem.

[Technik]
Das 1080p-Geschehen in High Definition erfreut sich einer 16:9-Wiedergabe im Seitenverhältnis 1.85:1. Soviel zur technischen Theorie. In der Praxis sieht das Geschehen gut aus. Beim genaueren Blick fallen positive sowie negative Momente ins Auge. Wir erhalten einen ausreichend lebhaften Transfer vorgesetzt, die Farben sind nicht sonderlich frisch, hinterlassen dennoch einen authentischen Eindruck. Hier und dort rauscht es ein wenig im Bilduntergrund, auch sind plakative Momente im Bild nicht immer fehlerfrei in ihrer Wiedergabe. Ansonsten Entwarnung, die Kompression arbeitet ordentlich, es kommen ausreichend Bilddetails zur Geltung und auch die Konturenzeichnung weckt keine Sorgenfalten auf der Stirn hervor.

Was dem visuellen Geschehen vielleicht an farblicher Freude und Tiefe fehlt, mangelt dem Ton an Höhen und Tiefen, kurzum: dem Klangspektrum. Angeboten wird letztgenanntes im Format DTS-HD Master Audio 5.1 in den Sprachfassungen Deutsch und Englisch. Optionale Untertitel sind ebenfalls mit auf den Datenträger gebannt worden und optional in den beiden vorgenannten Landesversionen verfügbar. „Bad Ass“ legt stellenweise ordentlich an Tempo und Brutalität zu, das Tempo steigt dann mit ein, bzw. wurde dementsprechend und auch gelungen ausgesteuert. Das Klangbild versetzt keine Berge, gefällt durch Sprache, Umgebung und Musik, fehlerfrei.

[Fazit]
Universal Pictures Home Entertainment präsentiert uns den rund 90minutenlangen Action-Drama Titel auf einer ansehnlichen High Definition Blu-ray Disc. „Bad Ass“ bietet als Extras einen Audiokommentar, einige Trailer und eine Trailer-Show. Das war es dann aber auch in Sachen Umfang. Hier brilliert die einseitige und einschichtige Blu-ray Disc mit 25 GB Fassungsvermögen nicht. Technisch hingegen gibt es wenig zu maulen und wir berichten von guter Wiedergabegüte. „Bad Ass“ ist und bleibt eine klare Ausrichtung an einen bestimmten Fan-Kreis und somit ein wahrscheinlich eingeschränktes Publikum. Gehört man dazu, dann sollte man diese Disc erwerben. Erhältlich seit dem 16. August zu einem Preis von rund 17,- Euro. Freigegeben ab 18 Jahren.

Andre Schnack, 22.08.2012

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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