Beerfriends – Zwei Prolos für ein Halleluja

Comedy/Music
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[Einleitung]
Unter dem Originaltitel „Fubar II“ erscheint 2010 ein mit kanadischen Dollars produzierter, abgedrehter Titel, der es immerhin – ich kannte ihn bis heute nicht – dazu geschafft hat, eine Fortsetzung zu sein. Regisseur Michael Dowse‘s Motiv: er will eine weitere Prolo-Comedy fertigen, die ihresgleichen suchen sollte. Konnte er dies schaffen? Er griff für sein Vorhaben auf die folgenden Darsteller zurück: David Lawrence, Paul Spence, Gerald Auger und weitere. Am Drehbuch arbeiteten der Regisseur sowie die beiden erstgenannten Darsteller aktiv und gemeinsam. Wir konnten uns diese High Definition Blu-ray Disc Fassung von „Beerfriends – Zwei Prolos für ein Halleluja“ genauer anschauen und berichten über Inhalt, Technik und Ausstattung.

[Inhalt]
Terry (David Lawrence) und Deaner (Paul Spence): Zwei arschbreite Vokuhila-Prolls mit einer klaren Mission – keine Party ohne Alk, Sex, Metal und Kettensägen. Wer süße Hauskatzen erschießt und selten mehr als zwei Finger zeigt, ist wie geschaffen fürs Verlegen von Ölrohren. Die natürlich sofort vors Gemächt gehalten werden, gleich nach der spontanen Selbstanzündung. Ach Scheiß doch drauf, dass Deaner nur noch ein Ei hat: Gegen diesen Chaos-Tornado sehen selbst die „New Kids“ verdammt alt aus.
(Quelle: Koch Media)

[Kommentar]
Wer einfach gehaltene Comedy‘s mit einfach gehaltenen Charakteren mag, der sollte hier weiter lesen. Was beim ersten Mal klappt, dann könnte doch auch zum zweiten Mal funktionieren, dachte sich wohl der Kanadier und Regisseur des ersten sowie dieses Films: Michael Dowse. Klappt auch, allerdings nur bedingt. Denn das grobe Muster, die Grundidee, hat sich nicht merklich weiterentwickelt, folglich fehlt es vor allem an sinnvollen Innovationen und der Titel neigt einen Hang zu Langeweile aufzuweisen. Steigt man allerdings mit diesem Film ein und verfügt über keine Vorkenntnisse, so fasziniert und schockiert einen zugleich die erstaunlich offene Prolo-Darstellung.

Da sucht man hier und dort auch mal das Niveau, allerdings vergebens. Direkt und ohne Umwege wird der Teil unterhalt der Gürtellinie anvisiert und – auch erfolgreich – attackiert. Das endet dann zumeist in zwei Reaktionen auf Publikumsseite: a.) blankes Entsetzen und Gestik sowie Mimik wie im Anblick extrem dämlicher Idioten bei sinnlosen Aktionen oder aber b.) mindestens ein Schmunzeln zaubert sich auf das Gesicht und wir erblicken menschliche Abgründe, die unterhaltsam sind und so über die praktisch kaum vorhandene Story hinweghelfen wollen aber nicht können. Flache Figuren, flache Story, hier ist alles recht flach.

[Technik]
Wir erleben die „Beerfriends“ in einem 16:9-Gewand im Seitenverhältnis 1.85:1 in vollen 1080p-Bildern auf dem Wiedergabegerät – je nach dem, was eben zum Einsatz kommt. Die qualitative Basis ist hochwertig und gefällt von Beginn an gut. Immer dann, wenn die Bildern stetiger Bewegung ausgesetzt werden, neigt sich das technische Darbietungs-Niveau dem Bodensatz. Andernfalls gibt es recht klare Aufnahmen, die sich einer gesunden Darstellung erfreuen, jedoch immer wieder ein leichtes Rauschen im Untergrund aufweisen. Die Kantenschärfe geht in Ordnung, ebenfalls auch der Detailgrad. Angesichts des Potenzials halten wir an einer Note im oberen Mittelfeld fest. Die Kompression arbeitet unauffällig.

Kommen wir zum Ton der High Definition Blu-ray Disc. „Beerfriends – Zwei Prolos für ein Halleluja“ bietet sich theoretisch modernen DTS HD-Master Audio 5.1 zum besten. Die Sprachfassungen lauten dabei Englisch und Deutsch. In der letztgenannten Landessprache sind auch optionale Untertitel vorhanden. Was leistet sich der Ton hier? Neben einem recht gesund klingendem Music-Score, der zuweilen rockig daher kommt und auch die vorhandenen Gegebenheiten zu nutzen beginnt, finden wir klare Sprache und etwas Hintergrundgetöne. Alles in allem qualitativ in Ordnung, jedoch keinesfalls weltbewegend.

[Fazit]
Was liefert uns hier Koch Media bloß für einen Film? Hätte ich nicht schon unzählige Filme gesehen, und darunter auch solche wie diesen hier oder aber zumindest vergleichbaren Kalibers, so würde ich mich gegebenenfalls auch wundern, tue ich aber nicht mehr. „Beerfriends“ oder auch „Fubar II“ bietet sich technisch durchaus sinnvoll, angemessen und wohlwollend an; allerdings hält der gute Anfang nicht das, was sich dann auf der Laufzeit von rund 85 Minuten so ergibt. Außerdem gibt es in Sachen Ausstattung nur mäßiges Niveau im Programm: ein Making Of sowie Trailer. Das war es dann auch schon für die einseitige und einschichtige Blu-ray Disc des Typus 25. Erscheinungstermin ist der 6. Juli. Kaufpreis liegt bei rund 13,- Euro. FSK: 16.

Andre Schnack, 21.06.2012

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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