Black Mass

Biography/Crime/Drama
Biography/Crime/Drama

[Einleitung]
„Black Mass“ ist einer dieser Filme, denen man schon vom Cover ansehen kann, dass es sich um einen bösen Kerl handelt, der hier wohl eine führende Rolle bekleidet. In dieser US-amerikanischen und britischen Ko-Produktion geht es ums organisierte Verbrechen, genauer um James „Whitey“ Bulger, eine Figure der realen Welt. Niemand weniger als Johnny Depp portraitiert den skrupellosen Verbrecher, der in den 70 Jahren für allerlei Trubel in Boston sorgte. „Black Mass“ erzählt diese Geschichte, inszeniert von Regisseur Scott Cooper, der ebenfalls den Film mit produzierte. Das Drehbuch schrieben die fleissigen Finger von Mark Mallouk und Jez Butterworth.

[Inhalt]
South Boston in den 1970er-Jahren: FBI Agent John Connolly überredet den irischstämmigen Gangster Jimmy Bulger mit dem FBI zusammenzuarbeiten, um einen gemeinsamen Feind zu eliminieren: die italienische Mafia. Diese unselige Partnerschaft gerät schnell außer Kontrolle, sodass Whitey sich der Verurteilung entziehen und seine Macht sogar stärken kann, um sich als einer der skrupellosesten und einflussreichsten Gangster in der Geschichte von Boston zu behaupten.
(Quelle: Warner Home Video)

[Kommentar]
Wie es häufig der Fall ist, so gefiel mir der Film aus diesem Genre recht gut. Ich mag Titel wie „Gangster No. 1“ oder auch Titel mit einem höheren Bekanntheitsgrad dieses Sujets gerne sehen. „Black Mass“ ist etwas besonderes und folgt doch recht bekannten Pfaden. Auf einer Laufzeit von rund 118 Minuten findet hier eine Geschichte statt, die sich zumindest in ihren Grundzügen wohl tatsächlich ereignet hat. Das macht das ganze natürlich etwas besonders, da es gewissermaßen reale Figuren sind, die hier portraitiert werden. Johnny Depp leistet professionelle Arbeit und überzeugt in seiner Figur, auch die weiteren Beteiligten machen gute Minen und erschaffen eine ausreichend überzeugende Stimmung und Atmosphäre.

– Johnny Depp spielt in „Black Mass“ den notorischen Gangster James „Whitey“ Bulger unter der Regie von Scott Cooper. – so hat es die Pressemappe dargestellt und trifft damit die Hauptelemente des Films. Erstens ist das Zugpferd Johnny Depp mit an Bord und zweitens, wir erleben eine Geschichte nach einer wahren Vorlage. Das alleine sind schon zwei recht überzeugende Argumente, die Appetit machen auf mehr, falls man den Film noch nicht gesehen haben sollte. Leider fehlt es dem Titel ein wenig an dem, was einen richtig guten Film ausmacht, ohne das ich genau schreiben kann, was damit gemeint ist.

[Technik]
Das Bildseitenformat des Films beläuft sich auf 2.40:1. Der 16:9-Transfer ist anamorph codiert auf der Disc abgelegt und zeigt uns eine Metropole in der Blüte der 70er Jahre, Boston. Ob das nun alles so ausschaut wie dazumal, dass vermag ich nicht zu bewerten. Doch der Charme ist spürbar, die Leistungen sind in Ordnung und alle Werte befinden sich auf einem gelungenen Niveau, was die technisch Abbildung angeht. Insbesondere der Kontrast und die gewählte Farbgebung zeichnen einen authentisch wirkenden Look, der direkt aus dem 70er Jahren kommen könnte. Rauschen, Verunreinigungen oder anderen Störungen treten nicht auf den Plan, wie schön. Auch arbeitet die Kompression ausreichend unauffällig.

Wichtiger Bestandteil einer funktionierenden und wirkungsvollen Atmosphäre ist natürlich auch der Ton. Der Surround-Sound hier präsentiert sich in Dolby Digital 5.1, wahlweise in den Sprachen Deutsch, Englisch und Spanisch. Hinzu gesellen sich sechs Untertitelspuren: Spanisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch und Isländisch. Soweit die Theorie, nun zur Praxis. Stellenweise etwas farblos im Klang, doch mit ausreichender Weite gesegnet schafft der Sound das, was er schaffen soll und muss. Mehr aber auch nicht. Die Sprachausgabe ist klar und deutlich, die Musik tut ihr übriges und einige Hintergrundgeräusche schaffen die notwendige Nähe zur Handlung.

[Fazit]
„Black Mass“ ist ein Mafia-Film. Keiner mit Robert DeNiro oder Al Pacino, sondern eben mit Johnny Depp in der Hauptrolle. Das tut dem Film gut, denn ich bin mir nicht sicher, ob er funktionieren würde, wenn Mr. Depp eben nicht mit von der Partie wäre, er trägt schon recht viel dieses Werks. Doch das ist eben Spekulation. Knappe zwei Stunden Laufzeit, abgelegt auf einer einseitigen und zweischichtigen Standard Definition DVD (Typ 9). „Black Mass“ besitzt kein nennenswertes Bonusmaterial, lediglich eine Featurette. Die Altersfreigabe liegt bei ab 16 Jahren. Veröffentlicht wurde diese Disc aus dem Angebot von Warner Home Video am 18. Februar 2016. Der Kostenpunkt liegt bei deutlich unter 10,- Euro. Wer Johnny Depp mag, der wird zufrieden sein.

Andre Schnack, 04.07.2016

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆