Bowling For Columbine

Comedy/Dokumentation
Comedy/Dokumentation

[Einführung]
Nicht nur in Cannes bei den Filmfestspielen machte Micheal Moore mit seinem Werk „Bowling For Columbine“ auf sich und ein spezielles Thema der aktuellen gesellschaftlichen Realität auf sich aufmerksam. Auch die Oscar-Verleihung empfand seine Arbeit als sehr lobenswert und zeigte sich ihm wohl gesonnen. „Bowling For Columbine“ entstand 2002 als Dokumentation und visuellen Essay über ein tief verankertes, schwieriges Thema der USA: die dort geführte Waffenpolitik.

[Inhalt]
„Bowling For Columbine“ ist kein Spielfilm, wie wir ihn sonst aus dem Kino gewohnt sind. Es handelt sich um eine Dokumentation mit satirischem Charakter. Inhalt: die sich äußernden, gesellschaftlichen Probleme der Vereinigten Staaten von Amerika – dem mit Waffen am besten ausgestatteten Kontinent der Erde, was die zivile Bevölkerung angeht. Micheal Moore bringt traurige Themen zurück ins Gedächtnis und beschäftigt sich mit der Waffenpolitik der Supermacht.

[Kommentar]
Michael Moore schuf mit seiner satirischen Real-Dokumentation ein Werk, dessen Wert kaum hoch genug geschätzt werden kann. Mr. Moore schuf einen Film, der gigantischen Biss aufweist und durch seinen Inhalt in Verbund mit der Machart überzeugt. Er begab sich damit sichtlich auf dünnes Eis, beweist Mut und Stärke durch die Ansprache des Themas und sein analytisches Vorgehen. Es handelt sich um keine Fiktion, sondern um wahre, harte Fakten. Es geht um die Frage des Waffengesetztes in den Vereinigten Staaten, um die Folgen, Auswirkungen und Ursachen krimineller Taten, bei denen oftmals Menschen ihr Leben durch Anwendung von Schusswaffen verlieren. Ein roter Faden bleibt stets erkennbar und zeigt auf, wer und was noch mit diesem komplexen Thema zu tun hat und welche Faktoren es gibt, die das Problem letztlich hausgemacht erscheinen lassen! Mr. Moore beschäftigt sich mit den Symptomen und bricht diese herunter, um Ursachen aufzuzeigen. Kein einfaches Unterfangen, da helfen Vergleiche, Interviews und provokative Handlungen. Absolut sehenswert und inhaltlich wertvoll. Ein Film, in dem die USA, ihre Gesetzt und Einwohner die Hauptrolle übernehmen und nicht so gut abschneiden!

[Technik]
Dem Dokumentations-Charakter wird die visuelle Darbietung durchweg gerecht. Der Transfer wird im Format 1.78:1 vollzogen und befindet sich mit anamorpher Codierung auf dem Datenträger. Je nach Aufnahmetyp wird eine bestimmte Qualität geboten. Diese variiert unter den verschiedenen Arten recht weit. Festzuhalten ist jedoch, dass sich die aktuellsten Aufnahmen und die Bilder, in denen Mr. Moore z.B. Interviews führt, qualitativ am hochwertigsten abschneiden. Die Kompression, der Farbumfang, Kontrast und die Kantenschärfe dieser Momente gehen im Einklang mit den Anforderungen.

Der Sound der Disc wurde im Format Dolby Digital 5.1 aufgenommen und es gibt ihn in den Sprachen Englisch und Deutsch. Da zahlreiche Gespräche mitgeschnitten wurden, weist auch die deutsche Synchronfassung eine Vielzahl an englischsprachigen Dialogen auf. Zu diesen gibt es stets deutsche Untertitel. Nebst Sprachausgabe gibt es spartanische Hintergrundgeräusche, stellenweise etwas Musik – und das war es dann auch schon.

[Fazit]
„Bowling For Columbine“ – wer mit den Erwartungen an einen Kinofilm im Sinne eines klassischen „Spielfilms“ an dieses Werk herangeht, läuft Gefahr enttäuscht zu werden. Wer allerdings offen für eine teils analytisch aufbereitete, extrem unterhaltsame und sehr provokative Dokumentation ist, der wird hier bestens bedient! Das gute Stück läuft 114 Minuten und fühlt sich wohl auf der einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9). Nebst Menü gibt es folgende Extras im Zugriff: ein Interview mit Michael Moore (englisch mit Untertitel), eine Kurzbiografie seine Person, Aufnahmen einer Pressekonferenz mit Moore und eine Trailershow. Inhaltliches Juwel ist und bleibt der Hauptfilm. Und diesen sollte niemand missen, der sich als Kinogänger und oder Film-Freak sieht. Empfehlenswert. Der Erscheinungstermin liegt mit dem 3. Juli etwas zurück. Die Disc kostet rund 20,- Euro.

André Schnack, 18.08.2003

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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