Buckaroo Banzai – Die 8. Dimension: Special Edition

Adventure/Comedy/Romance
Adventure/Comedy/Romance

[Einleitung]
„Buckaroo Banzai – Die 8. Dimension: Special Edition“ (Originaltitel: The Adventures of Buckaroo Banzai Across the 8th Dimension) macht es sich nicht leicht mit einem solchen Titel. Doch egal, „scheißt der Papst in den Wald?“ – würde der Big Lebowski dazu schmetternd von sich geben. Lachend. Das ist auch gut so, genau eine solche Einstellung sollte an den Tag gelegt werden, wenn man sich „Backaroo Banzai“ anschaut. In den führenden Rollen dieses eher B-Movie anmutenden Titels von 1984 aus der US-amerikanischen Filmküche Hollywood sehen wir neben Peter Weller (nicht Peter Sellers aus „Der rosarote Panther“) auch John Lithgow, Ellen Barkin, Jeff Goldblum sowie Christopher Lloyd. Diese HD Fassung auf Blu-ray kommt von Koch Media.

[Inhalt]
Physiker, Neurochirurg, Abenteurer und Rockmusiker – es gibt nichts, was Buckaroo Banzai (Peter Weller) nicht ist. Darüber hinaus noch wagemutiger Rennfahrer und Erfinder, der seinen Oszillations-Overthruster per Warp-Upgrade mal eben in die 8. Dimension katapultiert. Von dort zurückgekehrt, wird er mit seiner Nemesis Dr. Lizardo (John Lithgow) konfrontiert, der mithilfe von Banzais Erfindung zur großen Alien-Invasion der Erde ansetzen will. Wer braucht noch 3D, wenn es mit „Buckaroo Banzai“ spielend bis in die 8. Dimension geht? Kurz vor seinem 30. Geburtstag feiert das verrückteste Sci-Fi-Spektakel der Filmgeschichte seine rotzfreche und gestochen scharfe Wiederauferstehung auf DVD und Blu-ray. Und entführt uns mit „Robocop“ Peter Weller in ein knallbuntes Comic-, Science-Fiction und Rockuniversum, das nicht zuletzt dank großer Namen wie Jeff Goldblum, Ellen Barkin, John Lithgow und Christopher Lloyd zu den großen Kultklassikern der 80er Jahre gezählt werden darf.
(Quelle: Koch Media)

[Kommentar]
Mein lieber Herrgott, welch’ ein fabulöser Schwachsinn! Nein, kein Aufschrei Oliver Kalkofes oder aber gar die Meinung der geschätzten Presse, einem Anteil meiner Zunft und Schaffens. Sondern eher und ganz einfach der Ausspruch vieler, die sich „Backaroo Banzai“ angeschaut haben und auch bis zum Schluss gekommen sind. Dabei sein könnten auch Menschen, die John Carpenter-Filme gar nicht schätzen und „The Adventures Of Ford Fairlane“ für einen Comic halten. Sowie letztgenannter Titel ein kultiger Crime-Thriller mit speziellem Humor, angesiedelt in der Musik-Industrie ist, so sicher ist auch, dass jeder Cineast „Buckaroo Banzai“ gesehen haben muss.

Und das nicht wegen Peter Wellers, der eigentlich über „Robocop“ niemals wirklich gut heraus kam und hier eine gelungene und passende Performance stemmt. „Buckaroo Banzai“ ist in vieler Hinsicht eine Erwähnung wert, gar keine Frage. Allerdings eben nicht nur im positiven Sinne. Allzu viele Fehler haben sich alleine dadurch eingeschlichen, dass der Film versucht alle Genres ein bisschen zu sein. Kann praktisch nur schief gehen und geht auch schief. Dadurch bedingt folgen weitere Pannen, die nicht immer durch einen coolen Look und mutige Erzählverlaufe und eine eigensinnige Geschichte mit Charme zu übertünchen sind. Ich mochte Backaroo trotzdem …

[Technik]
Hochmodern und gut geschnitten kommt der Titel auf dem ersten Blick daher. Ein breiter 2.35:1-Transfer schmückt das Wiedergabgerät und zeigt auf, dass auch älter angehauchte Titel mit einem weniger gigantischen Budget gut ausschauen können – auch eben nach 30 Jahren. Dabei gehören hier 1080p-Formatierung ebenso dazu, wie ein gesund wirkender Transfer, der mit seinem Charme nicht ganz sein Alter spurlos vom Tisch wischen kann. „Buckaroo Banzai“ erhält keine Preise für die beste Kantenschärfe und infolge dessen auch nicht für den prächtigsten Detailreichtum. Doch alles spielt sich auf einem sehr angenehmen Niveau ab, dass auch noch Stil und Charme versprüht und nicht Opfer der Nachbearbeitung wurde.

Ton gibt es ebenfalls in der Theorie frisch und neu. Diesen Verdacht erwecken die Angaben des Tons in DTS HD-Master Audio 2.0 sowie 5.1. Knallt es denn dafür auch ordentlich? Nein, leider nicht durchgängig und auch nicht immer gut. An einer hohen Verständlichkeit mangelt es nicht, Sprüche, Dialoge und andere Ausrufe sind stets gut zu verstehen. Musikalisch geht es nicht richtig zur Sache, jedoch kann der gut gemixte Soundtrack überzeugen und mit ausreichend Volumen aufwarten. Lediglich bei den Surround-Effekten wäre es wünschenswert gewesen, wenn der Umfang höher ausgefallen wäre. „Buckaroo Banzai“ ist akustisch keine Granate.

[Fazit]
Dieser Film stellt keine großartigen Theorien auf oder hält sich an weitgehend verbreitete Grundsätze und Konventionen. Nein, er geht seinen recht eigenen Weg auf der Laufzeit von rund 102 Minuten mit einer Altersfreigabe hierzulande laut FSK von ab 16 Jahren. Nach dem Einlegen der Blu-ray Disc strahlt uns ein passend gestaltetes Menü an, die Zugriffe sind jedoch begrenzt. Hinter den Bonusmaterialien finden wir auch welche vor, sie setzen sich zusammen aus den folgenden Features und erfreuen sich gelungener Qualität und füllen eine knappe Stunde:

– Audiokommentar
– alternativer Anfang
– Dokumentation zum Film
– geschnittene Szenen
– Interview mit Regisseur W. D. Richter
– Pinky Curruthers unbekannte Fakten
– animierter Pitch-Trailer
– Banzai-Radio: Audio-Interview
– Bildergalerie
– Trailer

Die Extras begeistern vor allem den Fan des Titels, der nun endlich auf einer brauchbaren Blu-ray Disc veröffentlicht wird. Dabei kommt es ja bekanntlich nicht nur auf die technischen Gegebenheiten der Disc an, sondern vor allem auf den filmischen Inhalt und ein Anteil der Bewertung gebührt der Ausstattung. Technik und Ausstattung sind hier in Butter, zum Inhalt kann man sagen, dass er sehenswert ist. Erscheinungstermin der BD war der Nikolaus-Tag, der 6. Dezember 2013 zu einem Preis von rund 18,- Euro.

Andre Schnack, 10.01.2014

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★★☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆