Cabin Fever

Horror/Thriller
Horror/Thriller

[Einleitung]
Sunfilm Entertainment bietet ein gut sortiertes und umfangreiches Programm mit vielen Horror-Titeln und einigen guten Insider-Tipps. Aus diesem nun auch demnächst die DVD zu „Cabin Fever“, eines 2002 abgedrehten Horror-Titels. Sunfilm bringt diesen in Form der hier getesteten 2-DVD Special Edition. Regisseur und Drehbuchautor Eli Roth beeindruckte viele mit seinem Film über einen fleischfressenden Virus, dessen Opfer dahinsiechen. Einige sprechen gar von einer Hommage an die Horror- und Gruselfilme der 70er und 80er Jahre. Fest steht, dass sich folgende Schauspieler am Projekt als Darsteller beteiligten: Rider Strong, Jordan Ladd, James DeBello, Cerina Vincent, Joey Kern, Giuseppe Andrews, Arie Verveen, Robert Harris, Hal Courtney und Matthew Helms. Wir trauten uns an die DVDs heran und berichten über unsere Erfahrungen.

[Inhalt]
Endlich Urlaub! Die fünf College-Freunde Jeff (Joey Kern), Marcy (Cerina Vincent), Paul (Rider Strong), Karen (Jordan Ladd) und Bert (James DeBello) wollen gemeinsam ihre freien Tage auf einer einsamen Berghütte verbringen, Spaß haben und abfeiern. Mit einem voll beladenen Pick-Up-Truck geht der Trip los. Doch kaum angekommen, holt sie schon bald der Ernst des Lebens auf erschreckende und grauenvolle Weise ein, als eine von ihnen an einem unbekannten Virus erkrankt. Auf Karens Haut bilden sich plötzlich blutige Blasen. Darunter scheint etwas zu wachsen, das ihre Haut allmählich auflösen lässt. Entsetzt, angewidert und voller Angst sich anzustecken, sperren die anderen Karen in einen dunklen Schuppen. Während sie überlegen, ob und wie sie Karen helfen können, wird ihnen klar, dass jeder von ihnen bereits infiziert sein könnte. Aus dem Kampf gegen die Krankheit wird sehr bald ein Kampf der Freunde gegeneinander. Jeder ist sich selbst der Nächste. Jeder ist bereit zu töten, um das eigene Leben zu retten. Und wer noch gesund ist, muss das Weite suchen, bevor er sich ansteckt…
(Quelle: Sunfilm Entertainment)

[Kommentar]
Aus dem verantwortlichen Film-Festival gehen oftmals Aufzeichnungen an Filme, die auf ihre eigene Art weitab vom Blockbuster- und Mainstream-Markt überzeugen, es handelt sich dabei meist um Genre-Filme, die sich einer eingeschworenen Fan-Gemeinde sicher sind. Und so auch der Horror-Titel „Cabin Fever“, der sich irgendwo zwischen einem Virus-Movie und einigen fast schon Zombie-Momenten bewegt, jedoch ohne sich festzulegen zieht er den Betrachter in seinen Bann. „Cabin Fever“ setzt an sensiblen Stellen an und sorgt an nicht unbedingt erwarteten Momenten für echte Schock-Momente, ohne dabei ins Splatter- oder übertriebene Horror-Segment abzusacken und hält dann inne, wenn es die Situation erforderlich macht. So haben wir es mit einer teils extrem hohen Spannung zu tun und zusätzlich mit einer sehr starken und wirkungsvollen Atmosphäre. Die Story bleibt dabei nebensächlich und bietet lediglich einen nachvollziehbaren Einsteig.

Mit „Cabin Fever“ haben wir einmal wieder einen Film vor Augen, der eine Gruppe Jungendlicher ins sichere Unheil treibt, was in Form eines Ausflugs mit tödlichen Folgen seinen Lauf nimmt. Und es entwickelt sich eine Geschichte über eine tödliche Bedrohung in Form eines Viruss‘ und der anschließenden Spannung in der Gruppe. Die einzelnen Figuren sind gut differenziert dargestellt und werden durch die Schauspieler ausreichend plastisch verkörpert. Die Maske des Films kann sich sehen lassen, ohnehin erscheint die Produktion sehr hochwertig und gekonnt inszeniert. Lediglich die teils sehr einfachen Dialoge hätten durchaus etwas mehr Niveau verkrafte können. Aber immerhin: Der Hintergrund des Films, also tödliche, sich durch den Körper fressende Viren, ist der Wahrheit nicht fern. Im August 2002 infizieren sich drei Fischer in Massachusetts mit dem „Fotobacterum Damsela“, einer im Wasser lebenden, schnellen und tödlicheren Form von fleischfressenden Viren.

[Technik]
„Cabin Fever“ kommt modern und hochwertig daher. Das Bild bemisst sich auf ein Format von 2.35:1 und befindet sich im anamorphen Gewand auf dem Datenträger. Unheimliche Stimmung wird oftmals durch schattige Ausleuchtung erzielt, hier finden jedoch zahlreiche Schock-Momente auch am helllichten Tage statt. Und das stört überhaupt nicht, denn der Transfer hat so gut wie nichts zu verstecken, es herrscht überwiegend eine hohe Klarheit, frei von Störungen wie Verunreinigungen oder aber ein Rauschmuster. Der Cinemascope-Transfer bietet zudem satten Kontrast und gute Farbgebungen, das Geschehen wirkt plastisch und ruhig. Auch rasche Bewegungsabläufe mindern nicht das Ergebnis. Lediglich eine leichte Körnung verhindert gemeinsam mit der Tatsache, dass ein nur guter Wert beim Detailreichtum anfällt, die höhere Wertungsstufe.

An Tonformaten mangelt es der Disc nicht. Neben einer deutschen DTS- und Dolby Digital 5.1-Spur verzeichnen wir auch noch den englischsprachigen Original-Sound im Dolby Digital 5.1-Gewand. Optionale deutsche Untertitel sind ebenfalls mit von der Partie. Dialoge tönen aus der Lautsprecher-Front, und nach bereits wenigen Minuten wird klar, dass sich der gesamte Sound sehr auf die vorderen Töner verlässt. Das Geschehen bricht nur bei Notwendigkeit in große Weite aus und der Bass hat nur partiell mal was zu melden. Ganz wunderbar hingegen bringt die Musik den Film weiter und sorgt für Einbindung ins Geschehen. Störungen treten nicht auf und es werden gute Höhen- und Tiefen-Ansteuerungen wahrgenommen.

[Fazit]
Wer etwas Blut und eine wirklich unheimliche Story über eine tödliche Virus-Krankheit und das Thema einer wachsenden Isolation in einer Gruppe vermeintlicher Freunde nicht scheut, der wird hier mit hohem Tempo und Schock-Faktor sehr gut unterhalten. Auf rund 88 kurzfristig verrinnenden Minuten haben schwache Nerven nichts verloren. Daher rührt auch die Einstufung „Keine Jugendfreigabe“ seitens der FSK. Die einseitige Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) bietet neben dem Hauptfilm auch noch einige Audiokommentare (5) mit Beteiligten sowie eine Vielzahl an Trailer weiterer Erscheinungen. DVD 2 des Sets hingegen wurde mit folgenden Features ausgestattet:

* „Cabin Fever“ Trailer (Deutsch & Englisch)
* „The Rotten Fruit“ (Animationsfilme von Eli Roth): Episoden 1-3
* Dokumentation „Beneath the Skin: The Making Of Cabin Fever“
* Dokumentation „Cabin Fever – Chatting with Eli Roth“ (exklusiv für Sunfilm)
* Family Friendly Version von „Cabin Fever“
* Fotogalerie (animiert), (exklusiv für Sunfilm, bisher unveröffentlichte Fotos aus dem Privatbesitz von Eli Roth)
* Matthew Helms – Swordfighter (exklusiv für Sunfilm)
* „Pancakes“ Music Video
* Naked News: männliche und weibliche Version

Nicht nur schön, dass es eine zweite DVD, ebenfalls eine einseitig, zweischichtige Disc, in das Digipack im Pappschuber geschafft hat, sondern auch noch die inhaltlichen Belange stimmen und die Anforderungen der Käufer erfüllt werden. Von Zusatzmaterialien bis hin zu einem waschechten Making Of ist alles Notwendige dabei. „Cabin Fever“ erscheint mit dieser Version als „uncut“, was den Fans mit Sicherheit viel wert sein wird. Erscheinungstermin war der 9. März. Horro-Fans aufgepasst und ausleihen und bei Gefallen ran an diese gut ausgestattete Special Edition.

Andre Schnack, 20.04.2005

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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