Challenger – Ein Mann kämpft für die Wahrheit

Drama
Drama

[Einleitung]
Dazumal war ich ein kleiner Junge. 1986 war ich 8 Jahre jung. Ich erinnere mich sehr genau. Internet gab es nicht, die täglichen Nachrichten im Abendprogramm sowie die Tageszeitung waren Quell meines Wissens und ich bezog aus ihnen Informationen, die mich interessierten. Natürlich interessierte mich Raumfahrt. Ich war sehr traurig als ich die Bilder im Fernsehen sah, ich sammelte die Zeitungsausschnitte mit Informationen zum Thema. Nun gibt es diesen Fernsehfilm, produziert aus Discovery Channel und BBC Mitteln, der sich mit diesem Thema beschäftigt. Regisseur James Hawes arbeitete mit den Darstellern William Hurt, Joanne Whalley, Bruce Greenwood, Brian Dennehy und Kevin McNally. Die DVD kommt von polyband in den Handel.

[Inhalt]
Die größte Katastrophe in der Geschichte der US-Raumfahrt. Januar 1986: 73 Sekunden nach dem Start des US Space Shuttles Challenger kommt es zu einer folgenschweren Explosion, die ganz Amerika in eine Schockstarre versetzt. Präsident Ronald Reagan beauftragt umgehend eine hochrangige Kommission mit der Erforschung der Unglücksursache. Unter den berufenen Experten befindet sich der Physiker und Nobelpreisträger Richard P. Feynman (William Hurt). Feynman stößt im Zuge seiner Ermittlungen schon bald auf eine Mauer des Schweigens. Er entdeckt Ungereimtheiten in den Akten der NASA und beginnt an der Einsatzfähigkeit des Shuttles zu zweifeln. Schnell wird ihm klar, dass längst nicht allen Beteiligten an der nahtlosen Aufklärung des Unglücks gelegen ist. Für Feynman jedoch eher Ansporn als Hindernis…

Oscar-Preisträger William Hurt („Kuss der Spinnenfrau“, „A History of Violence“) und Bruce Greenwood („Capote“, „Star Trek into Darkness“) in einem packenden Drama, basierend auf wahren Begebenheiten.
(Quelle: polyband)

[Kommentar]
Mir gefallen Dokumentationen richtig gut, wenn sie denn etwas zu sagen haben. Hier ist das etwas anders gelagert, da es sich um einen TV-Film handelt und weniger um eine Sachsendung. Doch immer, und das soll nicht falsch verstanden werden, gibt es hier einige bekanntere und gut arbeitende darstellerische Leistungen zu sehen. Und eben eine Geschichte, die auf den wahren Begebenheiten beruht, die sich im Zuge der Aufklärung des Desasters so oder ähnlich zugetragen haben sollen. Alleine das machte dem Film für mich sehenswert. Dann kam hinzu, dass er auch ordentlich gemacht ist, was die Handwerkskunst betrifft. Aufbau, Ablauf und Unterhaltungswert stimmen und können den Betrachter überzeugen. Das Spiel der unterschiedlichen Interessen und wie sich das auf die Ermittlungen auswirkt, gefiel mir gut.

[Technik]
Wir erleben einen 16:9-Transfer. Dieser gibt sich gemäß Anforderungen an eine moderne TV-Sendung, kann die Erwartungen erfüllen und begeistert sein Publikum ausreichend. Der Kontrast wirkt ordentlich, die Farben ebenfalls und eine hohe Bildruhe wird auch geboten. Natürlich könnte die Kantenschärfe höher ausfallen, man bedenke jedoch, dass wir es mit einem Standard Definition Transfer zu tun haben. Das Seitenverhältnis beläuft sich auf ein Ratio von 1.78:1. alles ist natürlich etwas auf bald getrimmt, qualitativ wir doch keine spürbaren Mängel, Störungen oder Verunreinigungen. Auch die Kompression arbeitet erfreulich sauber.

Anders als bei großen Hollywood Produktionen kommt hier kein Mehrkanalton zum Einsatz. Und das ist auch nicht weiter schlimm. Schließlich geht es hier eher um einen Inhalt, der ruhig abfährt, wenig Action bietet, vielleicht sogar eher einer Sachsendung oder Dokumentation gleicht. Zum Einsatz kommen zwei Dolby Digital 2.0 Soundtracks. Eine Tonspur davon mit deutscher und eine weitere mit englischer Sprache. Untertitel konnte ich nicht ausmachen. „Challenger“ hat auch musikalisch eine gewisse Zurückhaltung aufzuweisen, die Sprache und einige Hintergrundgeräusche aus dem Umfeld sind guter Qualität und über die Laufzeit verständlich.

[Fazit]
polyband konnte mich mit diesem Stück Film überzeugen. Und an und für sich stimme ich nicht lobend ein, wenn es um Realverfilmungen geschichtlicher Ereignisse geht. Entweder Kino oder Doku, das ist für gewöhnlich mein Credo. Hier gefiel mir wahrscheinlich das Thema auch einfach sehr gut, so tragisch es auch ist. „Challenger – Ein Mann kämpft für die Wahrheit“ bietet gute Unterhaltung für rund 90 Minuten, abgelegt auf einer einseitigen und einschichtigen DVD mit einer Altersfreigabe von ab 12 Jahren. Erschienen ist die Disc am 1. Februar diesen Jahres zu einem Kurs von rund 13,- Euro. Wer sich für das Thema interessiert, der sollte zugreifen.

Andre Schnack, 22.02.2016

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆