Christine (2016)

Biography/Drama
Biography/Drama

[Einleitung]
Hat nichts mit dem „Christine“ von 1983 von John Carpenter zu tun. Ganz und gar nicht. Hier geht es um eine junge Frau und ihren Erfahrungen in einer Welt, die noch keine Frauen-Domäne ist in einer Zeit, in der ex eine Emanzipation wie heute noch nicht gegeben hat. In den führenden Rollen sehen wir Rebecca Hall, Michael C. Hall, Tracy Letts, Maria Dizzia, J. Smith-Cameron. Hinter der Kamera dirigierte Antonio Campos nach einem Drehbuch von Craig Shilowich. Diese Standard Definition DVD Fassung von „Christine“ von 2016 erscheint aus dem Angebot von universumfilm. Ich sah mit den Film genauer an. Auch interessant ist, dass er auf einer wahren Begebenheit beruht.

[Inhalt]
Christine, die bei einem Kleinstadt-Nachrichtensender in Florida arbeitet und immer die klügste Person im Raum ist, will unbedingt die Nachrichten präsentieren. Als aufstrebende TV-Journalistin mit einem Auge für Nuancen und großem Interesse für soziale Gerechtigkeit liegt sie ständig mit ihrem Boss im Clinch, der nur auf Sensationsstorys aus ist, die die Quote nach oben treiben.

Geplagt von Selbstzweifeln und einem turbulenten Privatleben, schöpft Christine neue Hoffnung, als ihr ein Mitarbeiter, der als Nachrichtensprecher arbeitet, seine Freundschaft anbietet – woraus sich jedoch nur eine weitere unerwiderte Liebe entwickelt. Als ihre Welt endgültig zusammenbricht, trifft Christine völlig desillusioniert eine drastische Entscheidung…
(Quelle: universumfilm)

[Kommentar]
Das Thema ist aktuell wie nie zuvor, würde ich sagen wollen. „Christine“ hat es drauf diesem Ganzen den gewissen Charme zu verleihen, der notwendig ist, um den Film nicht aufgesetzt oder zu konstruiert erscheinen zu lassen. Alles wirkt gut gemacht und in sich geschlossen erzählt, immerhin ist es ja vom Grunde her auch eine Geschichte, die das wahre Leben schrieb. Die unterschiedlichen Grundsätze und Mechanismen der US-Medienwelt, die groben Zusammenhänge und damit verbundenen Herausforderungen für die einzelnen Menschen, sind ausreichend zu erkennen und wir werden Zeuge dessen, was absolut wie aus dem Leben gegriffen erscheint. Schauspielerisch ist der Film sehr gut gelungen, die Erzählung ist ausreichend spannend gestaltet und handwerklich in einen zeitgemäßen Rahmen gefasst.

[Technik]
„Christine“ zeigt uns die Welt, wie sie ist. Gar kein Wunder, immerhin hat es sich ja auch so oder ähnlich zugetragen im Leben von Christine, die hier wunderbar von Rebecca Hall dargestellt wird. Technisch zeigt uns der Standard Definition Transfer im anamorphen 16:9-Format 1.85:1 ein rundum ordentlich, irgendwie auch langweilig, da farbloses Geschehen. Das mag Absicht sein, denn eine gewisse plastische Wirkung entsteht dennoch und ich war durchaus mit den gesamten Faktoren soweit zufrieden. Rauschen oder Störungen treten nicht auf. Auch die Kompression ist sauber soweit das Auge reicht.

Auf der Verpackung ist der Ton angegeben. Zweimal Dolby Digital 5.1; einmal Deutsch und einmal Englisch. „Christine“ bietet eine ganze Menge inhaltlich, allerdings stellt sich dies zu keinem Zeitpunkt wirklich sonderlich extrovertiert dar. Damit will ich auf festhalten, dass die Potenziale eines Mehrkanaltonformats nicht im Ansatz derart genutzt worden sind, wie es hätte sein können. Dennoch gibt es eine gewisse, nur leichte Räumlichkeit zu verspüren. Richtig gut klangen die Dialoge und auch die musikalisch Untermalung ist soweit in Ordnung. Richtige Ausbrüche gibt es natürlich auch beim Ton hier nicht.

[Fazit]
„Christine“ besticht durch solide Technik, eine sehr einfache Produktgestaltung – denn Extras gibt es hier nirgendwo vorzufinden, was etwas schade ist. „Christine“ ist so simpel wie der Name. Aber inhaltlich gestaltet sich der rund 115minutenlange Film dann doch gut und unterhaltsam. Schade, dass der Umfang der DVD zu 15,- Euro recht dünn ist, denn mehr als den Hauptfilm gibt es schlichtweg nicht in dem extrem einfach gehaltenen Menüs der einseitigen und einschichtigen Disc (DVD Typ 5) vorzufinden. Veröffentlichung fand am 20. April 2018 statt und wer Rebecca Hall in Höchstform genießen möchte, der sollte sich unbedingt „Christine“ anschauen. FSK ab 16 Jahren.

Andre Schnack, 11.07.2018

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆