City of Ember – Flucht aus der Dunkelheit

Adventure/Family/Fantasy/Science-Fiction
Adventure/Family/Fantasy/Science-Fiction

[Einleitung]
Dieser Bericht beschäftigt sich mit dem Film „City of Ember – Flucht aus der Dunkelheit“ (Originaltitel: City of Ember) von Regisseur Gil Kenan nach einem Drehbuch von Caroline Thompson. Die Vorlage stellt der Roman von Jeanne Duprau dar. Fantasy-Filme gibt es meiner Meinung nach zu wenige, vor allem zu wenige gute Stücke. Da sei gar nicht das Vorzeige-Modell mit „Der Herr der Ringe“ ins Feld geführt, sondern auch Nischenprodukte wie „Dark City“ oder „Brücke nach Terabithia“. Am letztgenannten Titel arbeiteten auch Leute mit, die bei „City of Ember“ mitwirkten. In den führenden Rollen des US-Titels von 2008 sehen wir Tim Robbins, Bill Murray und B.J. Hogg. Wir konnten uns den Titel von Capelight Pictures im Vertrieb von AL!VE AG genauer anschauen und berichten.

[Inhalt]
Über Jahrhunderte haben die Bewohner die Stadt in eine florierende, leuchtende Metropole verwandelt, doch nun steht der Energie-Generator vor dem Zusammenbruch. Die Tage von Ember sind gezählt: Lina (Saoirse Ronan) und Doon (Harry Treadaway) suchen einen Ausweg, doch der Bürgermeister (Bill Murray) hat seine eigene Pläne. Gibt es eine Möglichkeit die Stadt zu retten? Was ist hinter den Mauern der Stadt?
(Quelle: Capelight Pictures)

[Kommentar]
„City of Ember“ hat es mir angetan. Wie toll, dieser Look, der gesamte Stil und die dichte und wunderbare und charmante Atmosphäre. Das Genre sucht sich seinen eigenen Weg, irgendwo zwischen film noir, düsterer Mystery und einem doch gefühlvollen Film mit Sinn für feines. Die fantastische und tatsächlich sogar mit mehreren Überraschungseffekten ausgestattete Story gefällt gut und bietet zudem einen guten Grad an Abwechslung. Darstellerische Leistungen gehören ebenfalls zum höheren Niveau und umsorgen den Betrachter mit durchweg guten Darbietungen. Mithin hat „City of Ember“ eigentlich alles, was einen guten Film ausmacht. Da ist es kaum verständlich, dass man hierzulande kaum etwas von dem Film hörte, während er im Kino lief.

[Technik]
„City of Ember – Flucht aus der Dunkelheit“ erscheint mittels 1080p-Transfer im 2.35:1-Gewand und präsentiert sich visuell sehr gut. Es gelingt eine dichte Stimmung aufzubauen, welche einen relevanten Teil der inhaltlichen Ausgestaltung darstellt. Es gelingt durch viele warme Farben und einen knackigen Kontrast eine plastische Wirkung zu erzielen, die sich durch die gesamte Laufzeit über hält. Rasche Bewegungsabläufe stellen keine Hürde für den Transfer dar, ebenso spielt die Kantenschärfe mit und die Detailanzahl muss sich ebenfalls nicht verstecken. „City of Ember“ ist plastisch und strahlt eine homogene Harmonie aus, was der Gesamtbewertung ebenfalls zuträglich ist. Die Kompression gestaltet sich sauber und ordentlich.

Der Sound der Disc erfolgt im Format DTS 5.1 HD Master Audio in den Sprachfassungen Deutsch oder Englisch, auch in Untertiteln. Zwar biedert sich hier ein Film mit hoher Dialogstärke an, was jedoch nicht für die qualitative Aussteuerung insgesamt spricht. „City of Ember“ hat seine Höhen und Tiefen, besticht durch klare Sprache und eine saubere musikalische Begleitung, der hier viel Aufmerksamkeit gebührt. Sie passt sich der Situation an und unterstreicht die Wirkung positiv. Momente, in denen die Stadt bröckelt, werden voller Volumen, Tiefentöne und einem umfangreichen Repertoire an Surround-Effekten gefeiert, gut so. Rauschen oder Verunreinigungen suchen die Soundtracks nicht heim.

[Fazit]
„City of Ember – Flucht aus der Dunkelheit“ hat es in sich, ich wurde sehr angenehm überrascht und empfand den rund 90minutenlangen Titel als anspruchsvoll und unterhaltsam zudem. Die einseitige und zweischichtige Blu-ray Disc mit 50 GB Fassungsvermögen weist eine Altersfreigabe von ab 12 Jahren auf. Der Datenträger erfindet sich technisch nicht neu, kann aber jeder Prüfung standhalten. Ein angenehm gestaltetes Menü ermöglicht auf simple Art und Weise den Zugriff auf folgendes Bonusmaterial:

– Ember Special Effects
– Das größte Set der Welt
– Doon, Lina und Poppy
– Making of a Scene
– Featurette
– Kinotrailer

Material- und auch die technische Qualität gehen in Ordnung und bieten einen Mehrwert neben dem eigentlichen Hauptprogramm, dem Film „City of Ember“. Keine Ahnung, welchen Beitrag wirklich ein Tom Hanks hier geleistet hat, Fest steht, dass es sich um eine rundum gelungene Erscheinung auf High Definition Blu-ray Disc handelt. Erscheinungstermin ist der 26. März 2010, der Preis liegt bei knapp 16,- Euro. Wer offen ist für fantastische Geschichten, der sollte sich diesen Titel unbedingt genauer anschauen, es lohnt sich.

Andre Schnack, 16.03.2010

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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