Cool Money

Crime/Comedy/Drama
Crime/Comedy/Drama

[Einleitung]
Der Film-Titel „Cool Money“ wurde als TV-Produktion konzipiert und lief in den US-amerikanischen Haushalten im auslaufenden Jahr 2005 in den Fernsehprogrammen. Sony Pictures Home Entertainment bringt uns den Titel nun als deutschsprachige Code 2-DVD auf den Markt. Der Film entstand unter der Regie von Gary Burns, das Drehbuch schrieb Shelley Evans nach einer Kurzgeschichte von Marvin J. Wolf und Katherine Mader. In den Hauptrollen sehen wir James Marsters, John Cassini, Larry Manetti, Wanye Robson und Kenny Robinson. Wir schauten genauer hin und berichten über „Cool Money“.

[Inhalt]
Sein Leben lang war Bobby Comfort (James Marsters) kriminell, doch als Familienvater beschließt er, fortan ein ehrbares Leben zu führen. Sehr bald muss er allerdings feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, dem Ruf des Verbrechens und des schnellen Geldes zu widerstehen. Sein Freund Sammy (John Cassini) macht ihm nämlich ein Angebot, das er nicht ablehnen kann – die Chance, sich an einem Zehn-Millionen-Dollar-Hotelraub zu beteiligen. So wird er in eine Reihe brillanter Überfälle verwickelt, die New Yorks teuerste Fünf-Sterne-Hotels ins Visier nehmen.
(Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)

[Kommentar]
Wer „Nine Queens“, „Ocean’s Eleven“ oder „The Italian Job“ kennt und mag, der wird auch „Cool Money“ mögen. Allerdings gelingt „Cool Money“ der Angriff auf Genre-Größen wie „Snatch.“ und Konsorten nicht. Macht aber nichts, denn die Erwartungen müssen im Angesicht der Tatsache, dass es sich um eine Fernseh-Produktion handelt heruntergeschraubt werden. Was bleibt also? „Cool Money“ ist keine sonderlich komplexe oder gar tiefgängige Story, sondern bietet kurzweilige Unterhaltung durch plastische Charaktere, eine straffe Handlung ohne viel Geschnörkel und eine moderne und frische Gestaltung. Zackige Schnitte gehören genau so dazu wie auch der Einsatz eines adäquaten Soundtracks, coole Kostüme und einige markige Sprüche. Insgesamt befinden sich alle Zutaten auf einem mittelprächtigen bis überdurchschnittlichen Niveau. „Cool Money“ unterhält.

[Technik]
Ein 16:9-Widescreen Bild breitet sich auf der Mattscheibe, bzw. der Leinwand aus und überrascht den Betrachter mit angenehmen Werten. Der anamorphe 1.78:1-Transfer versteht es die Stimmung des Films zu unterstreichen. Oftmals breiten sich warme Farben über das Bild aus und der Transfer wirkt harmonisch und schön. In vielen – und gerade in den spannenden – Aufnahmen gewinnt auch der Schatten zunehmend an Intensität, was dem Detailreichtum etwas Einhalt beschert und den guten Schwarzlevel ausspielen lässt. Das Geschehen hinterlässt einen überwiegend scharfen Eindruck und die Konturenzeichnung geht in Ordnung. Farbgebung und Kontrast tun sich nicht viel und befinden sich im gesunden Mittelfeld. Kompressionsartefakte oder andere Störungen treten selten auf.

Tontechnisch sollten die Gemüter ihre Anforderungen überdenken, denn es handelt sich um einen recht ruhigen Film, der durch Stimmung und gute Erzählweise zu überzeugen versucht. Natürlich sollten Dolby Digital 5.1-Soundtracks das leisten, wozu sie entwickelt wurden – spürbare, räumliche Klang-Kulissen. Doch kann man, je nach Film, es auch mal ruhiger angehen. „Cool Money“ geht es ruhig an und besticht durch eine saubere Sprachaussteuerung und gute musikalische Untermalung. Auch kommt es auf Fron sowie Surround-Kanälen immer wieder zu lebhaften Umgebungsgeräuschen. Die Priorität wurde jedoch scheinbar der Lautsprecher-Front gewidmet. Es gibt DD 5.1-Spuren in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. Optional Untertitel in 22 Sprachfassungen.

[Fazit]
„Cool Money“ besitzt eine Laufzeit von ca. 87 Minuten und befindet sich auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9). Der Titel an sich versteht zu gefallen und wird auch denjenigen Freude bereiten, die nicht immer nur auf große Blockbuster aus sind. Es geht auch kleiner und doch unterhaltsam, selbst als TV-Produktion. „Cool Money“ wurde ab einer Altersstufe von 12 Jahren freigegeben und erscheint am 10. Januar 2006 im Handel. Der Preis wird sich um die 20,- Euro bewegen. Und dies wiederum können wir nicht ganz nachvollziehen. Denn in kompletter Ermangelung von Bonusmaterial kann unseres Erachtens durchaus ein geringerer Preis angesetzt werden. Wer großer Fan der Macher oder Darsteller ist, den wird dieses Manko nicht weiter stören. Die Disc verspielt sich somit jedoch die Preis-Leistungs Wertung.

Andre Schnack, 22.12.2005

  Film/Inhalt
:
  Bild
:
  Ton
:
  Extras/Ausstattung
:
  Preis-Leistung
: