Cube Zero

Science-Fiction/Horror/Mystery
Science-Fiction/Horror/Mystery

[Einleitung]
Horror-Filme sind Geschmackssache. Für einige Menschen stellt das gruselige Genre die Kombination der Wunschträume dar, für andere gilt es nicht gerade als gute Unterhaltung, wenn man sich fürchtet oder Unbehagen sich beim Ansehen aufbäumt. „Cube“ (1997) war für mich ein Film, der es verstand in bester Horror-Manier dem Zuschauer ins Grauen zu entführen. Die Mystery- und Horror-Elemente standen der recht einfachen Story sehr gut. 2004 nahm Regisseur Ernie Barbarash sich der Geschichte an und es entstand „Cube Zero“ nach einem Drehbuch, welches ebenfalls von Ernie Barbarash gefertigt wurde. Wir konnten uns den Titel aus dem Programm der e-m-s new media AG genauer ansehen.

[Inhalt]
Irgendwo tief unter der Erde Nordamerikas befindet sich ein riesiger geheimer Komplex, in dem sich, so glaubt es zumindest das Personal, zum Tode verurteilte Straftäter freiwillig einem Versuchsprogramm unterziehen. Als jedoch eine junge Mutter (Stephanie Moore) in das lebensgefährliche Labyrinth des Cube gerät, beginnt der junge Wartungsingenieur Eric (Zachary Bennet) am System zu zweifeln. Zweifel, die ihn alsbald selbst zum Opfer der perfekten Tötungsmaschinerie machen…
(Quelle: e-m-s new media AG)

[Kommentar]
„Sie haben keine Angst vor engen Räumen? Können mehrere Tage ohne Wasser und Nahrung auskommen? Scheuen weder Kälte, Feuer noch ätzende Säuren? Dann ist der Cube Ihr ideales Zuhause.“ Vollmundig präsentiert e-m-s mit diesen Worten den zweiten Nachfolger von „Cube“, der kanadischen Erfolgs-Produktion von Regisseur Vincenzo Natali. 2002 folgte „Cube 2: Hypercube“ von Andrzej Sekula und 2004 der aktuellste Namens- und Inhalts-Verwandte Streifen „Cube Zero“. Und auch hier geht es erneut um einen Aufenthaltsort, der sich aus kubischen Räumen zusammensetzt. Ein jeder Raum ähnelt dem nächsten bis auf die farbliche Ausleuchtung, und den dort versteckten Fallen. Diesen Teil haben alle bisherigen Titel der „Cube“-Filme gemeinsam. Auch einige der Fallen erinnern an die Vorgänger.

In „Cube Zero“ wird der Cube-Komplex, wenngleich man seine genauen Maße und Dimensionen nicht kennt, teilweise verlassen. Hier gibt es Figuren die innerhalb und außerhalb des Cubes ihren Teil zur Geschichte beitragen. Es geht hier um einen Hochsicherheitstrakt, in dem todgeweihte an einem Versuchsprogramm teilnehmen. So scheint es zumindest. Doch irgendetwas stimmt nicht, denn auch das Personal erscheint dem Betrachter als nicht komplett eingeweiht. Und so kommt es neben einigen unschönen Vorfällen zu zahlreichen sehr spannungsgeladenen Momenten. Die Aufnahmen bestechen durch die Machart eines talentierten Händchens und wir haben es mit einer guten Kameraführung, einer adäquaten Musik und einem logischen, guten Aufbau zu tun.

[Technik]
Der Widescreen-Transfer wird im Format 1.78:1 präsentiert und befindet sich anamorph codiert auf dem Datenträger. Die Farbgebung erfüllt kein gerade riesiges Spektrum, wird allerdings den Anforderungen der Filmemacher gerecht und trägt zur beabsichtigten Atmosphäre stark bei. So haben wir es in den einzelnen Räumen jeweils mit einer speziellen Farbe zu tun und dies wirkt sich auch auf die anderen Leistungen des Bilds ein wenig aus. Doch egal wo die Handlung gerade ihren Verlauf nimmt, die Kantenschärfe, der Kontrast und die Wirkung des Geschehens entsprechen den Ansprüchen des Betrachters und befinden sich auf einem überdurchschnittlichen Niveau. Kompressionsartefakte oder andere Störungen treten praktisch nicht auf, lediglich eine leichte Softness bei der Konturenzeichnung kann wahrgenommen werden.

Tonal bricht selten die Hölle los, obwohl sich die Protagonisten wahrlich in einem der Hölle ähnelndem Terrain befinden. Es gibt Dolby Digital 2.0-, 5.1 und DTS-Ton in deutscher Sprache geboten und wahlweise kann auch dem englischsprachigen Originalton im Dolby 5.1-Mehrkanaltonformat gelauscht werden. Zahlreiche ruhige Szenen bereiten den Betrachter nicht auf die tonalen Ausbrüche vor, die dann erfolgen wenn der Spannungsbogen Druck ablässt. Angeführt wird die Akustik von der musikalischen Untermalung. Surround-Einlagen und Hintergrundgeräusche treten recht selten auf, auch hält sich die Dynamik in einem bestimmten Rahmen. Qualitativ kann nicht über die Soundtracks gemosert werden. Untertitel gibt es auf der DVD keine.

[Fazit]
Von den schauspielerischen Leistungen her überzeugt „Cube Zero“ weitgehend. Auch der Inhalt bietet in einem mittlerweile recht vertrauten Umfeld ausreichend Abwechslung, wenngleich auch einige Aspekte nicht vollends aufgeklärt werden. So zum Beispiel auch die Frage: Wer macht hier eigentlich den Dreck weg und warum gibt es immer etwas zu rätseln? Wie dem auch sei, die rund 94 Minuten der einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) haben es in sich und bieten gute Horror-Unterhaltung mit viel Spannung. Das Menü der Disc wartet mit einfacher Navigation auf, die Bonus-DVD enthält als Special-Features:

* Original Trailer deutsch/englisch
* Deutsches Making Of „Cube Zero“
* Cast & Crew Informationen
* Boba-Musikvideo
* Vergleich: Storyboard – Film
* Bildergalerie
* 15 Trailer weiterer DVDs von e-m-s

Die Extras gehen in Ordnung, bieten Einblick in die Entstehung des Films und Aufnahmen vom Arbeitsraum hinter der Kamera. Erscheinungstermin ist der 18. August, die DVD schlägt mit rund 15,- Euro zu Buche. „Cube Zero“ erscheint laut FSK ohne Jugendfreigabe.

Andre Schnack, 15.08.2005

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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