Das Relikt (Remastered)

Thriller/Horror
Thriller/Horror

[Einleitung]
Regisseur Peter Hyams (End Of Days) inszenierte 1997 nach einer denkbar einfachen Idee einen Film über ein Monster in einem Museum mit dem Titel „Das Relikt“ (Originaltitel: The Relic). Die Hauptrollen wurden mit Penelope Ann Miller und Tom Sizemore besetzt, weitere Figuren werden von Linda Hunt, James Whitmore, Clayton Rohner und Chi Moui Lo portraitiert. Am Drehbuch schrieben gleich einige Autoren mit und orientierten sich dabei am gleichnamigen Roman von Douglas Preston und Lincoln Child. „Das Relikt“ erscheint aus dem Angebot der Concorde Home Entertainment als Mitglied der Cine Collection und wir konnten der DVD einem Check unterziehen.

[Inhalt]
Angst und Schrecken herrschen im Museum für Naturgeschichte in Chicago. Ein grauenvoller MPrd überschattet die Vorbereitungen für eine große Ausstellung. Und der Killer treibt noch immer sein Unwesen in den Tiefen des Museums. Ein denkbar schlechter Zeitpunkt für die geplante Eröffnungsparty. Die Ermittlungen werden für Lieutenant Vincent D’Agosta (Tom Sizemore) zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Zusammen mit der Evolutionsbiologin Dr. Margo Green (Penelope Ann Miller) forscht er in den verzweigten Gewölben nach dem gnadenlosen Killer und versucht zu klären, welche Rollen die beiden geheimnisvollen Kisten aus Südamerika spielen. Bald steht jedenfalls fest, die Wahrheit ist schrecklicher, als alle vermuten.
(Quelle: Concorde Home Entertainment)

[Kommentar]
„Das Relikt“ gibt sich inhaltlich als erstaunlich schwacher Film. Wer große Effekte und Special-Effects erwartet, der wird enttäuscht. Bis auf die letzten Minuten des 105minutenlangen Films passiert nicht nur in dieser Hinsicht leider recht wenig. Denn bedauerlicherweise wird auch keine ordentliche Hintergrundgeschichte geboten. Sie wirkt schon sehr abgegriffen und unterhält nur bedingt aufgrund ihres Kerns. Dafür stimmt jedoch die Umsetzung einigermaßen, denn Dynamik und grundsätzliche Spannung sind vorhanden. Einen adäquaten Spannungsbogen treffen wir bedingt an, gerade die Auftritte des Monsters haben es in sich und sorgen für notwendigen Wirbel. Einige seltene Horrorszenen bestechen lediglich durch einen gehobenen Ekelfaktor.

Zwar hat „Das Relikt“ seine Momente, überwiegend wird der Titel aber in Story, Technik und schauspielerischen Darbietungen von sehr vielen Filmen des Genres übertroffen – gewissermaßen spiegelt der Titel des Film auch seine Stellung unter der Konkurrenz und seine Leistung wider. Als angenehm unterhaltsamer Freitag-Abend Zeitvertreib geht Regisseur Hyams Film jedoch durch.

[Technik]
Wie bereits bei der remastered Version von „Fargo“, so weist auch diese Fassung des „Relikts“ eine überarbeitete Technik auf. Der anamorphe Breitbildtransfer im Format 2.35:1 besticht durch eine höhere Qualität als die bisher bereits erschienene Variante. Und dennoch haben wir es mit einer etwas unterdurchschnittlichen Farbgebung zu tun. Kontrast und Sättigungsgrad können dies ein wenig wettmachen, wobei die gesamte Abbildungs-Leistung sich dadurch nur unwesentlich verbessert. Großes Lob gebührt der Entfernung von Rauschen und anderen Verunreinigungen. Kompressionsartefakte gibt es praktisch keine und selbst bei schwierigeren Bildern, wie der Darstellung von Feuer bei raschen Schnitten und Bewegungsabläufen, tun dem visuellen Spaß keinen Abbruch. Somit eine zufrieden stellende Qualität für eine überarbeitete Version.

Tontechnisch gelingt der remastered Version ebenfalls mehr Lob einzuheimsen, als es die erste Fassung vermochte. Es gibt Dolby Digital 5.1-Sound in den Sprachen Deutsch und Englisch. Zusätzlich offeriert die Disc einen deutschen DTS-Ton. Der englischsprachigen Tonspur können optionale Untertitel hinzugeschaltet werden. Akustische Finessen eines großspurig angelegten Blockbusters hat der Titel nicht zu bieten, allerdings gelingt der wertigen Handwerkskunst durchaus Räumlichkeit und Dynamik zu entwickeln. Und in den spannungsgeladenen Momenten zahlt sich diese Eigenschaft des Tons aus.

[Fazit]
Endlich gibt es den englischen Sound zum Film, einige Extras und sogar Untertitel. Also damit all das, was wir in der ersten Veröffentlichung vermissten. „Das Relikt“ bietet 105 Minuten Unterhaltung auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9). Die Altersfreigabe wurde bei ab 16 Jahre festgesetzt. Wer die Disc aus der hübsch aufgemachten Verpackung entfernt und in den Player schiebt, der erhält ein recht bescheidenes Menü mit einfacher Navigationsstruktur geboten. Über dieses lassen sich folgende Bonusmaterialien finden und anspielen:

* Interviews mit Regisseur und Darstellern
* Behind The Scenes-Featurettes
* Filmografien
* Produktionsnotizen
* Kinotrailer
* 5 Programmtipps

Viel Substanz haben die Extras nicht zu bieten. Auf einer Laufzeit von rund 20 Minuten gibt man sinnvolles Material und damit verbunden Wissen zum Besten, technisch angenehm präsentiert. Großartige Ausflüge in die Entstehung und Hintergründe von „Das Relikt“ finden wir in den Extras hingegen nicht vor. Wen das nicht stört, der erhält eine insgesamt gelungene Neuauflage eines mehr oder weniger guten Films. Gerade mit einem Preis von 15,- Euro kann die DVD locken, sie erscheint am 20. Juli im Handel.

Andre Schnack, 13.07.2005

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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