Die Drei Musketiere (2011)

Action/Adventure/Romance
Action/Adventure/Romance

[Einleitung]
Aus dem Programm von Constantin Film erscheint im Vertrieb von Paramount Home Entertainment der 2011 produzierte Action-Titel „Die Drei Musketiere“ (Originaltitel: The Three Musketeers) von Regisseur Paul W.S. Anderson. Wem der Name keinen Zusammenhang eröffnet: der geborene Brite zeichnete für einige Resident Evil-Filme verantwortlich. In den führenden Rollen hier sehen wir Orlando Bloom, Milla Jovovich, Christoph Waltz, Logan Lerman und Matthew MacFayden. Mit einer weiteren Verfilmung der berühmten und oftmals adaptierten Geschichten von Alexandre Dumas. Als Drehbuchautoren wirkten hier Alex Litvak sowie Andrew Davis. Um eine gehörige Portion Action angereichterte und fantasievoll ausgestaltete Story soll es sich hier handeln. Wir gingen dem ganzen genauer nach…

[Inhalt]
Frankreich, 17. Jahrhundert. Der junge und draufgängerische D’Artagnan (Logan Lerman) legt sich gleich an seinem ersten Tag in Paris mit den unzertrennlichen Musketieren Athos, Porthos und Aramis (Matthew Macfadyen, Ray Stevenson und Luke Evans) an. Beeindruckt von dessen Tapferkeit im Kampf gegen die Truppen von Fiesling Rochefort (Mads Mikkelsen) unterstützen die drei Helden D’Artagnan bei seinem furiosen Feldzug gegen den machthungrigen Kardinal Richelieu (Christoph Waltz) und dessen teuflische M’lady de Winter (Milla Jovovich). Mit Charme, Witz und Unerschrockenheit retten sich die Vier aus den brenzligsten Situationen, doch ob der drohende Krieg abgewendet werden kann, wird sich erst im finalen Showdown zeigen…
(Quelle: Constantin Film/Paramount Home Entertainment)

[Kommentar]
Man scherte sich keines falls im Kreise der verantwortlichen Filmemacher davor, auf bekannt und bewährte Mittel zurück zu greifen. Dazu bediente man sich auch des Grundsatzes: Lass es ordentlich krachen! Und mit Erfolg. Denn „Die Drei Musketiere“ haben eine gehörige Portion Action und Dynamika aufzuweisen. Ein rasanter Erzählungsstil beflügelt die im Kern einfache Geschichte um nur simpel und ansatzweise ausgeprägte Figuren, bei denen das Rollenverständnis sehr ausgeprägt abzulesen ist. So ist rasche klar, wie die Motive gelagert sind. Schön zu sehen, dass man es schaffte, auch noch einige Neuerungen mit einzuflechten. Immerhin sehen wir hier groß angelegte Luftschiff-Kämpfe, wie man sie selten sieht. Toll inszeniert, spannend und mit einer (leider auch typischen) Note von Romantik und Liebe,…

[Technik]
Die „eine ideale Fantasie-Welt“-Verfilmung gefällt durch ihren intensiven Hochglanzfaktor und den damit verbundenen Effekten in der gut gelungenen technischen Umsetzung. So erscheinen hier wunderbare und von Beginn an sehr klare 2.35:1-Aufnahmen, die sich durch vollumfängliche 1080p-Quellen gespeist sehen. All das resultiert in einem hohen Detailreichtum und sauberen Konturen und einer klaren Kantenzeichnung. Allerdings sind auch Kontrast und Farbgebung ganz auf der Höhe der Zeit und erfreuen sich gut bis sehr guter Qualität. „Die Drei Musketiere“ sehen sich mit der Herausforderung konfrontiert, dass sie oftmals vielen Schnitten und raschen Kameraschwenks ausgesetzt sind. Auch das steckt der Transfer gut weg.

Angebotenen Ton nehmen wir wahlweise in den Fassungen Deutsch DTS-HD 5.1, Englisch DTS-HD 5.1 oder aber in Form des Audiokommentars in Dolby Digital 2.0 im englischen Sprachformat. Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte stehen ebenfalls zur Verfügung. Gemäß den inhaltlichen Anforderungen hält sich der Transfer in beiden Sprachfassungen an den Möglichkeiten und bietet einen lebhaften und recht frisch klingenden Mehrkanalton, der die Situationen gut unterstreicht und für Atmosphäre sorgt. Egal, wie viel hier vor der Kamera passiert, die Sprache ist stets verständlich und wir erleben einen passenden musikalischen Music-Score dabei. Alles scheint zu stimmen.

[Fazit]
Für einen abenteuerlich unterhaltsamen Abend hält „Die Drei Musketiere“ auf jeden Fall her. Warum dieser Schlusssatz? So spaßig die Ansicht empfunden wird, der Hauch vom ganz großen Kino fehlt leider auf der Laufzeit von rund 111 Minuten. Abgelegt sind die Daten auf einer einseitigen und zweischichtigen Blu-ray Disc (BD 50). Ein paar zusätzliche Informationen finden sich auf dem kleinen und recht lieblos gestalteten Booklet auf. Die restlichen Inhalte sind selbstverständlich auf der BD abgefasst und bestehen im wesentlichen aus:

– Making Of (23 Min.)
– Historische Informationen zu den Drehorten (5 Min.)
– Deleted Scenes & Extended Scenes (16 Min.)
– Musikclip Take That „Wen We Were Young“ (4 Min.)
– Darstellerinfos auf Texttafeln

Wir werden durch diese Extras nicht viel schlauer als vor der Ansicht, allerdings bieten sich auch einen spürbaren Unterhaltungsfaktor, was gut ist. Immerhin gute 50 Minuten Extra-Laufzeit mit zusätzlichen Inhalten über die Entstehung der aktuellsten Dumas-Verfilmung. Erscheinungstermin war er 9. Februar, die Blu-ray Disc schlägt mit rund 17,- Euro zu Buche. Wir finden eine Altersfreigabe von ab 12 Jahren vor. Der Paramount Home Entertainment-Titel greift oftmals auf bewährtes, hat jedoch auch Mut für neues (wie die Luftschiffe) und probiert etwas mehr aus. Eine Ansicht lohnt sich für jene, die offenen Kopfes dem Film gegenübertreten.

Andre Schnack, 27.02.2012

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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