Die Schlacht am Harzhorn – Roms letzter Feldzug nach Germanien

Dokumentation
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[Einleitung]
Dokumentationen aus dem polyband Programm sind gern gesehene Gäste im Wiedergabegerät. Mit dem Titel „Die Schlacht am Harzhorn – Roms letzter Feldzug nach Germanien“ begeben wir uns in eine Zeitreise voller Gefahren und interessante Informationen. Florian Dedio schuf das Werk als eine Dokumentation mit nachgestellten Szenen, in denen Darsteller zum Einsatz kommen. Wir waren gespannt auf den geschichtlichen Ausflug und begleiteten die Römer auf einem Feldzug.

[Inhalt]
Im Sommer 2008 stoßen niedersächsische Hobbyarchäologen auf einen seltsamen Metallgegenstand. Er stammt vom Harzhorn, einem unscheinbaren Höhenzug in Südniedersachsen. Und er ist angeblich römisch – obwohl es hier eigentlich keine römischen Funde geben dürfte… Ein archäologisches Rätsel – Und der Beginn einer wissenschaftlichen Sensation!

Denn die Römer wagten sich nach der Varusschlacht (9 n. Chr.) nie wieder so tief nach Germanien. So steht es zumindest in den Schulbüchern. Schon die ersten Funde am Harzhorn beweisen nun, dass die Geschichte Norddeutschlands neu geschrieben werden muss: Die Römer waren im 3. Jahrhundert noch einmal hier. Was geschah wirklich am Harzhorn?
(Quelle: polyband)

[Kommentar]
Kommentieren ist etwas schönes, wenn man auch noch positives zu vermelden hat, dann macht es sogar noch mehr Spaß. Diese Dokumentation bleibt von Beginn an rasant und spannend. Sie ist gut inszeniert und sauber aufbereitet, ob alles genau so stattfand, das vermag ich nicht zu beurteilen. Richtig ist, dass es hier geschichtliche Informationen gibt, die sehr interessant aufbereitet sind und somit den Zuschauer gut bei Laune halten. Immer wieder nachgestellte Gegebenheiten mit guten Sets, Kostümen und Masken verbinden die Sachinfos mit stimmungsvollen Eindrücken. Ein roter Faden zieht sich durch die gesamte Sendung und bringt Struktur in den Ablauf.

[Technik]
Es sind oftmals nachgestellte Szenen mit im Programm, jene sind oftmals etwas grieselig und verrauscht, was aber nicht viel Störung bedeutet, da die Interview-Ausschnitte und andere Szenen oftmals sehr sauber, ruhig und klar in ihrer Wirkung daher kommen. Der Transfer, anamorph und im Format 1.78:1 abgefasst, gestaltet sich mithin recht ordentlich und seinem Inhalt adäquat ausgestattet. Bewegungsabläufe zeichnet der Datenstrom ordentlich und reibungsfrei ab, hin und wieder fehlt es an Tiefenschärfe und deutlich an Details. Je nach Quelle variieren die Güteausprägungen entsprechend. Kompressionsartefakte sind nicht auszumachen, was angenehm ist.

Tontechnisch passiert hier sehr wenig. Das muss schon ehrlich zugegeben werden. Es gibt eine deutschsprachige Tonspur im Dolby Digital 2.0-Format. Mehr nicht. Die Sprachausgabe, sie genießt die höchste Dominanz hier, gefällt und es gibt viele Anlässe einen sauber ausgespielten Ton zu präsentieren. „Die Schlacht am Harzhorn“ bietet ansonsten etwas dideldum-Musik und ansonsten kaum nennenswerte Hintergrundgeräusche oder andere Effekte oder Eindrücke. Untertitel sind nicht vorhanden, woran sich der Hörgeschädigte stören wird.

[Fazit]
„Die Schlacht am Harzhorn“ bemisst eine Laufzeit von rund 63 Minuten, was sehr kurz ist. Immerhin gibt es noch etwas Bonusmaterial, und zwar weitere 25 Zähler, auf der Disc vorzufinden. Es handelt sich im Übrigen um eine einseitige und zweischichtige Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9). Die Extras setzen sich zusammen aus Making Of, Trailer, Experten-Interviews und Bildergalerie. Schön zu sehen, da es sich um eine Dokumentation handelt und die Ausstattung für gewöhnlich etwas matt ausfällt. „Die Schlacht am Harzhorn“ erschien am 1. September zu einem Preis von rund 15,- Euro. Die Altersfreigabe liegt bei ab 6 Jahren, wobei sich der Inhalt an ein deutlich reiferes Publikum richtet.

Andre Schnack, 06.10.2010

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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