Dracula – Untold

Action/Drama/Fantasy
Action/Drama/Fantasy

[Einleitung]
2014 entstand mit Luke Evans, Dominic Cooper, Sarah Gadon, Zach McGowan, Samantha Barks und weiteren in den führenden Rollen eine US-amerikanische Filmproduktion unter der Regie von Gary Shore. Dieser arbeitete nach einem Drehbuch von Matt Sazama und Burk Sharpless und fertigte „Dracula – Untold“ an. Die Autoren und Geschichten-Schöpfer bedienten sich hingegen wiederum der Figuren von Bram Stoker, der über allem schwebenden Vorlage und gewissermaßen Quelle. „Dracula – Untold“ kommt hier in Form eines Standard Definition Datenträgers zur Geltung und erscheint aus dem Angebot von Universal Pictures Germany. Ich konnte mich von den Eigenschaften der Disc überzeugen und berichte auch über Inhalt und Ausstattung.

[Inhalt]
Die Heimat des Adligen Vlad Tepes (Luke Evans) wird von den Truppen des türkischen Sultans (Tom Benedict Knight) bedroht. Um seine Frau, seinen Sohn und sein Volk zu beschützen, lässt sich der junge Prinz auf eine uralte, mystische Macht ein und bezahlt einen hohen Preis…

Seit jeher sind die dunklen Fragen um Dracula, eine der mysteriösesten Legenden der Geschichte, unbeantwortet. Bildgewaltig und mit außergewöhnlichen Special Effects erzählt „Dracula Untold“ nun endlich die Geschichte des blutrünstigen Prinz Vlad Dracula von Transsylvanien und zeigt eine völlig unbekannte Seite des legendären Vampirs. Luke Evans („Fast & Furious 6“ u. „Krieg der Götter“) übernimmt die Titelrolle in dem epochalen Abenteuer!
(Quelle: Universal Pictures Germany)

[Kommentar]
Was ist denn das nun für ein Dracula-Film. Denn davon gibt es schon eine ganze Menge, und zwar in nahezu allen Genres vertreten. Und das davon abgespaltete Vampir-Szenario in Kinofilmen oder TV-Serien ist mittlerweile auch eine gern durchs Publikum vertilgte Kost. Also, „in dem epochalen Abenteuer“ – ist das wirklich so? Ich empfand „Dracula – Untold“ eher als eine weitere und aus einer etwas anderen Perspektive startende Annäherung an den Mythos des transsilvanischen Blutsaugers hinter oder in Vlad. Es geht hier vielmehr darum, wie sich Vlad mit dieser Art Fluch arrangiert, wie er versucht zum Teil dagegen an zu kämpfen.

Vlad wird im übrigen ganz hervorragend dargestellt durch Luke Evans. Facettenreich und dennoch sehr glaubhaft holt er das aus der Figur heraus, was sie in diesem filmischen Umfeld herzugeben in der Lage ist. Alle weiteren Figuren sind ebenfalls durchaus gelungen besetzt, verblassen jedoch gegen Mr. Evans. Der Titel hat eine gesunde Grundstimmung, die durch das recht dunkle und bewusst schlecht ausgeleuchtete Setting an Geltung und Intensität gewinnt. „Dracula – Untold“ nutzt keine klassischen Klischees, bzw. benutzt diese nur beiläufig als Stilmittel. Mir gefiel schlussendlich dieser Film ganz gut, obwohl ich etwas anderes erwartete. Mehr Action, was nicht fehlt und dem gesamten Spaß hier keinen Abbruch tut.

[Technik]
„Dracula – Untold“ wird mittels eines anamorph codierten 16:9-Transfers erzählt. Dabei bemisst sich das Bild auf ein Seitenverhältnis von 2.40:1. Die zahlreichen dunklen Einstellungen machen es dem Bild-Transfer nicht einfach. Doch verrichtet er seine Arbeit durchweg auf einem Niveau im oberen Mittelfeld. Hätten Kantenschärfe und der Detailgrad noch etwas besser und höher ausfallen können, so überzeugen die Bildintensität, Plastizität und Farbgebung hingegen auf ganzer Linie. Rauschen oder nennenswerte Verunreinigungen treten nicht auf den Plan. Rasche Bewegungen oder Kameraschwenks sind mit von der Partie, beeinträchtigen die visuelle Leistung jedoch nicht.

Bietet sich der Ton auch dem Geschehen an? Wirkungsvoll und so, dass er das inhaltliche sowie visuelle Programm sinnvoll unterstützt? Ja, dieser Meinung kann man sein. Der Dolby Digital 5.1-Mehrkanalton bietet sich in den Sprachfassungen Deutsch, Englisch, Türkisch sowie Hindi. Optionale Untertitel finden wir in gleich einem knappen Dutzend vor. Der Ton beginn sich selten auf das Niveau eines grandios abgemischten „The Rock“ oder „Armageddon“. Daran störe ich mich auch nicht. Hier und dort hätten jedoch ruhig ein paar mehr Effekte angeboten werden können. Die Leibhaftigkeit leidet darunter etwas. Musik untermalt das Geschehen gekonnt.

[Fazit]
Die von mir angesehene Standard Definition DVD-Fassung von „Dracula – Untold“ bietet eine gelungene technische Darbietung, inhaltlich ist der Film aus meiner Sicht absolut sehenswert. Wer allerdings ein Action-Spektakel sondergleiche erwartet, wird enttäuscht sein. Die Laufzeit des Hauptfilms bemisst gerade einmal kurzweilige 88 Minuten. Wo die High Definition Blu-ray Disc auch noch einiges an Extras zu bieten hat, folgt diese Version der spartanischen Ausstattung: praktisch keiner. Die Altersfreigabe liegt bei ab 12 Jahren, wer sich für Vampire interessiert und eine Brise frischen Wind in der Dracula-Geschichte wünscht, bitte sehr. Anschauen.

Andre Schnack, 12.02.2015

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★☆☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆