Eddie the Eagle

Biography/Comedy/Drama
Biography/Comedy/Drama

[Einleitung]
Mit Sicherheit ist „Eddie the Eagle“ nicht der Film, den man unbedingt im Kino gesehen haben muss. Er ist kein Effekte-Feuerwerk, noch hat er andere visuelle Leckerbissen zu bieten, welche eine große Leinwand sinnvoll erscheinen ließen. Dieses Sport-Drama, beruhend auf der wahren Geschichte des Olympioniken Michael „Eddie“ Edwards, kann auch ganz fein im Heimkino genossen werden. Oder? Was steckt hinter dem Film des Regisseurs Dexter Fletcher nach einem Drehbuch von Sean Macaulay und Simon Kelton. In den relevanten Figuren der Erzählung sehen wir Dexter Fletcher, Hugh Jackman, Taron Egerton, Christopher Walken, Jo Hartley und weitere. Ich konnte mir diese HD Blu-ray Disc von Twentieth Century Fox Home Entertainment genauer ansehen und mir eine Meinung bilden.

[Inhalt]
In dieser mitreißenden Feel-Good-Komödie verkörpert Taron Egerton überzeugend den Underdog „Eddie the Eagle“ an der Seite von Hollywood-Star Hugh Jackman. Inspiriert von wahren Ereignissen erzählt „Eddie the Eagle“ die Geschichte über Michael „Eddie“ Edwards, einen ungewöhnlichen aber überaus mutigen britischen Skispringer, der niemals aufhört, an sich selbst zu glauben – obwohl eine ganze Nation ihn bereits als Versager abgestempelt hat. Mit Hilfe eines rebellischen und charismatischen Trainers (Jackman) überwindet er alle Hürden und erobert durch seine legendäre Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Calgary (1988) die Herzen der Fans auf der ganzen Welt.
(Quelle: Twentieth Century Fox Home Entertainment)

[Kommentar]
„Eddie the Eagle“ ist das, was man als feel good-movie bezeichnen kann. Jawohl, ein Film, bei dem man sich gut fühlen dann. Währenddessen und im Nachgang, denn dieser Adler fliegt deswegen so erfolgreich, weil dem Film eine wahre Begebenheit zu Grunde liegt. Das bringt viel Kraft mit sich. Prima, wenn sich dann auch noch die Darsteller so gut auf ihre Figuren einstellen können. Eine gute Leistung, dass hieraus ein so liebevoller Film wurde. Gute Leistung, dass die ausgesuchten Darsteller, die handwerkliche Umsetzung und Stimmung so gut geraten sind. Ich erfreute mich an dem positiven Flair des Films sehr.

So kurz nach den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro tut es gut, wenn wir einen solchen Film im Zugriff haben. Es passt thematisch so schön und ist bestimmt teils authentischer als die Spiele selbst. Denn hier, beim eigensinnigen Eddie geht es eigentlich wirklich nur darum, irgendwie dabei zu sein und dann zu einem bestimmten Zeitpunkt alles aus sich heraus zu holen, um sich selbst und die Welt zu begeistern und zu überraschen. Dieser sportliche Gedanke und der Willen Eddie’s, dass sind zwei tragende Elemente dieser Geschichte, die auch von der Freundschaft des Sportlers und Trainers erzählt.

Handwerklich gelang das alles solide, wenngleich die visuellen Effekte nicht vom Hocker hauen, so bieten sie eine ausreichend gute Stimmung und ein adäquates Zusammenspiel der unterschiedlichen Bild-Elemente. Musikalisch bewies man ein gutes Händchen, die Umgebung ist ausreichend belebt und der Music-Score gefällt auch durch seine passende Wirkung mit Bezug. Humor und Tragik sind ebenfalls vorhanden und es gibt ebenfalls ordentlich Emotionen, wenn der Film zulegt und seine Stärken ausspielt. Gut gemacht.

[Technik]
„Eddie the Eagle“ besticht vor allem durch gelungenen Durchschnitt in der Wiedergabe dieses 16:9-Standard Definition Transfers. Jener hat ein Seitenverhältnis von 2.39:1 und erfüllt auf dem ersten Blick alle an ihn gestellten Anforderungen. Doch der berüchtigte zweite, genauere Blick offenbart nicht nur positive Aspekte. So haben wir es mit einem Kontrast zu tun, der durch viel weiß gefordert wird. Die Wiedergabe von differenzierten Texturen ist da recht schwierig. Wenn dann noch technische, visuelle Effekte mit dabei sind, dann kann das schon einmal bewusst ins Auge fallen. Von diesen Mängeln einmal abgesehen ist hier alles fein. Knackig, weitgehend sauber, ruhig und klar.

Ob es nun die Ski-Sprung-Rampe, das Hotel, eine Bar oder das Zuhause des Trainers ist, tonal ist das alles hier recht uniform gehalten. „Eddie the Eagle“ setzt keine nennenswerten Akzente bei der akustischen Wiedergabe. Da hilft es auch nur bedingt, dass wir es in der Theorie mit einem deutschen DTS 5.1- sowie einem englischsprachigen DTS-HD MA 7.1-Sound zu tun bekommen. Wohlwollend nehme ich die Dialoge zur Kenntnis, die ohne Verzerrungen an mein Ohr dringen. Keine Verunreinigungen oder Störungen, alles ist sauber und unauffällig. Die musikalische Begleitung nimmt hin und wieder etwas Dominanz an, verfällt dann aber wieder ins Grundrauschen. In Ordnung, nicht herausstechend.

[Fazit]
„Eddie the Eagle“ bietet einen gesunden Inhalt. Eine sehr schöne Geschichte, die liebevoll und witzig inszeniert wurde und neben dem olympischen Geist auch an manchmal schon vergessene Tugenden erinnert. „Eddie the Eagle“ steckt voller Tatendrang, Optimismus, dem Streben nach Glück und vielleicht sogar etwas der Schlüssel zum Leben. Diese High Definition Version des Films erscheint aus dem Angebot von 20th Century Fox Home Entertainment, verfügt über 106 Minuten Laufzeit und kommt massentauglich ohne Altersbeschränkung daher. Ein Film, den man sich gut mit der gesamten Familie anschauen kann.

Bonusmaterial gibt es ebenfalls im Programm: „Lasst die Spiele beginnen: Fliegen mit Eddie the Eagle“, „Alles oder nichts: Das Herz eines Helden“, „Eine ungleiche Freundschaft: Eddie & Peary“ und „Die Skisprünge und wie sie gefilmt wurden“. Neben diesen Featurettes gibt es noch eine Bildergalerie und Trailer. Erscheinungstermin ist der 8. September und wird im Handel zu rund 17,- Euro zu haben sein. Wer die Hauptdarsteller mag oder einfach nur eine unterhaltsame, gutmütige Geschichte sehen möchte, der sollte sich „Eddie the Eagle“ ansehen.

Andre Schnack, 05.09.2016

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆