Event Horizon

Science-Fiction/Action/Horror/Thriller
Science-Fiction/Action/Horror/Thriller

[Einleitung]
Pünktlich zum Jahreswechsel brachte Paramount Paul Andersons (Mortal Kombat) Film in einer Widescreen Collection auf den Markt. In den Hauptrollen sind Sam Neil (Jurassic Park) und Laurence Fishburne zu sehen, die mit dem Forschungsschiff „Event Horizon“ in eine Welt des Horrors eintauchen.

[Inhalt]
Wir schreiben das Jahr 2047. Vor sieben Jahren verschwand die „Event Horizon“, doch nun hat man ein Signal aufgefangen. Ein Rettungsschiff wird zu den äußeren Regionen unseres Sonnensystems gesandt um diese Signale zu untersuchen. Die Crew unter Captain Miller (Laurence Fishburne) und dem Raumschiffkonstrukteur Dr. Weir ( Sam Neil) soll das Schiff bergen und nach Überlebenden suchen. Doch schließlich müssen sie selber um ihr Überleben kämpfen, denn das Schiff hat etwas mitgebracht. Es beginnt eine Achterbahnfahrt der Gefühle, bei der die Protagonisten dem absoluten Bösen und ihrer eigenen Vergangenheit gegenüber stehen. Immer wieder sehen sie Bilder von verstümmelten Leichen oder anderen Grausamkeiten, die nur Bruchteile von Sekunden zu sehen sind aber trotzdem ihre Wirkung nicht verfehlen.

[Kommentar]
Anders als bei Horrorfilmen wie „Alien“ gibt es hier keine „bösen Kreaturen“, diese Rolle übernimmt das ganze Schiff. Es beginnt auf die Eindringlinge zu reagieren und wird so zu einem weiteren Hauptdarsteller dessen Aussehen schon nichts gutes Verheißen läßt. Paul Anderson gelingt es durch geschickten Einsatz von Licht und Schatten eine düstere Atmosphäre zu schaffen, die von Anfang an bedrohlich wirkt und den Betrachter nicht mehr aus ihrem Bann läßt. Es gibt viele Anlehnungen an Filme wie „2001“ und „Das schwarze Loch“, doch gelingt es „Event Horizon“ etwas eigenes zu schaffen. Endlich mal ein Science-fiction Horrorfilm der ohne Monster oder Tötungsmaschine auskommt, statt dessen mit den Gefühlen des Zuschauers spielt und dem was sie sich vorstellen aber nicht sehen. Für mich ein sehenswerter Film mit guten Spezialeffekten – ein echter Horrorschocker, der das Blut in den Adern gefrieren läßt.

[Technik]
Der Film wurde gut auf DVD umgesetzt. Das Bild wird sehr scharf, kontrastreich und ohne Rauschen oder Fehler gezeigt. Außerdem glaubt man gar nicht, wie viele Tönungen von Schwarz es gibt. Dargestellt wird der Film in einem leider nicht anamorphen 2.35:1-Bild. Auch die Soundqualität hält dieses Niveau und präsentiert sich in einem astrein abgemischten AC-3 Sound.

Englisch kann man sowohl im 5.1 als auch, genau wie Französisch, im Dolby Surround Format genießen. Die hinteren Boxen sind gut von einander getrennt und erzeugen ein sehr differenziertes Klangbild, aber auch der Baß wird voll ausgereizt. So stößt er an die Grenzen mancher Anlagen. Die Untertitel stehen in Spanisch und Englisch für Hörgeschädigte zur Verfügung.

[Fazit]
Paramount bleibt noch etwas zurückhaltend auf dem DVD Markt und spart mit Bonusmaterial. So finden wir auch auf dieser Scheibe nur einen Kinotrailer zum Film. Hoffentlich strengt sich Paramount in Zukunft etwas mehr an. Die Single-Layer Disc kostet ca. 70 DM (Listenpreis 30$) und dauert etwa 97 Min. Wer Filme wie „Alien“ mag wird auch an „Event Horizon“ gefallen finden, aber anderen Leuten ist dieser Film auch zu empfehlen – zudem wird die Technik gut genutzt.

Sven Preuß, 26.09.2001

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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