Everybody’s Fine

Comedy/Drama
Comedy/Drama

[Einleitung]
Wenn Robert DeNiro auf der Verpackung genannt wird, haben wir es dann nicht ziemlich wahrscheinlich mit einem guten Film zu? Ob dies auch auf die Tragik-Comedy „Everybody’s Fine“ zu, wir wollten es wissen und schauten uns den Walt Disney Studios Home Entertainment Titel auf DVD genauer an und berichten aus erster Hand. In den führenden Rollen sehen wir neben Mr. DeNiro auch Drew Barrymore, Kate Beckinsale und Sam Rockwell. Die Regie übernahm Kirk Jones, der auch das Drehbuch schrieb. Es handelt sich beim Titel um eine US-amerikanische und italienische Filmproduktion, die 2009 entstand. Also, everybody’s fine?

[Inhalt]
Humorvoll, berührend und mit viel Gespür für ehrliche Emotionen erzählt die bittersüße Tragikomödie mit Starbesetzung (Oscar-Preisträger Robert De Niro, Drew Barrymore, Kate Beckinsale und Sam Rockwell) von den Irrungen und Wirrungen des Lebens und den Menschen, die es prägen: die Familie.

Als alle seine vier Kinder einer nach dem anderen den geplanten Wochenend-Besuch absagen, entschließt sich Witwer Frank Goode (Robert De Niro) zu einem Road Trip der besonderen Art: Er packt den Koffer für eine spontane Reise quer durch die USA mit dem Ziel, seine Kinder zu überraschen: den Künstler David (Austin Lysy), die Werbeagentur-Chefin Amy (Kate Beckinsale), den Dirigenten Robert (Sam Rockwell) und die Tänzerin Rosie (Drew Barrymore). Doch nach und nach stellt er fest, dass die Vier lange nicht so erfolgreich und zufrieden mit ihrem Leben sind, wie er immer dachte.
(Quelle: Walt Disney Studios Home Entertainment)

[Kommentar]
DeNiros beste Tage sind vorbei, soviel steht fest und vor uns liegt in diesem Film ein weiterer Beweis vor, wie aus dem „Raging Bull“ (Wie ein wilder Stier) ein eher seichter, zuweilen belanglos wirkender Robert DeNiro wurde. Das ist etwas schade, wird aber nicht jeden stören. Hier und dort hat der Titel Analogien zu Jim Jarmuschs „Broken Flowers“ aufzuweisen, wenngleich sich die beiden Filme von ihrer Machart her nicht vergleichen lassen und eigene Stile leben. Begeistert bin ich von einigen Szenen und Momenten, im großen und ganzen geht die Story in Ordnung und bietet eine ausreichend frische Mixtur aus Humor und Tragik, die sich emotional in Grenzen hält.

DeNiro spielt eine Rolle, bei der einem zuweilen im Verlaufe der Geschichte unangenehm wird. Es setzt sozusagen ein gewisses Fremdschämen ein, peinliche Szenen, die sich gegen die Hauptfigur richten. DeNiron macht das ganz gut, dennoch ist er meines Erachtens nur noch ein Abbild seiner guten Leistungen der Vergangenheit. Richtig lustig ist hier eigentlich nicht viel, denn die Figur des Vaters ist nicht unbedingt eine liebenswerte, eher andersherum. Denn er ist nervig, hat eine unangenehme Art und fällt leider immer negativ auf.

[Technik]
Visuell präsentiert sich der Film im anamorphen Breitbild-Format 2.35:1 und erfüllt im wesentlichen die Erwartungen der Zuschauer. Er hat es nicht ganz so mit der Klarheit, für einen Standard Definition-Transfer aber in Ordnung. Die Wirkung ist weitgehend ruhig und kommt ohne Zittern oder andere negativen Effekte aus. Hin und wieder fehlt es dem Bild ein wenig an Kontrast, dann jedoch gibt es recht gut gemischte Aufnahmen, die auch plastisch etwas hermachen. Bewegungsabläufe ziehen ein wenig nach, damit kann man allerdings leben. Kompressionsartefakte sind nicht mit von der Partie.

Ton gibt es in den Sprachen Deutsch, Englisch und Türkisch. Es handelt sich dabei um das Dolby Digital 5.1-Format, welches zur Aussteuerung des Mehrkanaltons zur Anwendung kommt. Richtig viele Möglichkeiten für einen surroundlastigen Sound gibt es auch nicht, und wenn eine auftritt, dann werden ihre Potenziale nur bedingt genutzt. Räumlichkeit weicht somit einer gesunden Wirkung, Harmonie und einer ausreichenden Plastizität. Rauschen oder andere Störungen sind nicht im Programm vorzufinden. Fünf Untertitelspuren sind wahlweise hinzu zu schalten.

[Fazit]
Betrachten wir das Ergebnis, so können wir der einleitenden Fragestellung, ob denn dieser Film mit Robert DeNiro auch ein guter ist, nicht ohne weiteres bejahen. Allerdings ist es natürlich zu einem gewissen Anteil immer Geschmackssache, ob einem das Ergebnis, hier rund 95minutenlang, auch gefällt. Die einseitige und zweischichtige DVD (Typ 9) bietet neben dem Hauptfilm auch noch etwas Bonusmaterial an. Dieses setzt sich zusammen aus einem Making of: Paul McCartney’s „(I Want To) Come Home“ und einigen zusätzlichen und erweiterten Szenen. Die Extras sind in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln vorhanden. Erscheinungstermin ist der 22. Juli, die FSK liegt bei ab 6 Jahren.

Andre Schnack, 26.07.2010

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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