Evil Breed: The Legend Of Samhain

Horror
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[Einleitung]
Aus dem DVD-Angebot der Splendid Entertainment erscheint der Horror-Titel „Evil Breed“ (Originaltitel: Evil Breed: The Legend of Samhain) von 2003 aus den Händen des Regisseurs Christian Viel. Die Story zum Film entstammt den Federn der Autoren William R. Mariani und Christian Viel’s. In den Hauptrollen des anfänglich wenig sagenden Titels sind Bobbie Phillips, Howard Rosenstein, Richard Grieco und Ginger Lynn Allen, Chasey Lain, Jenna Jameson und Taylor Hayes zu sehen. Wir nahmen uns den Titel vor, prüften Inhalt, Technik und Ausstattung berichten ungeschönt über die Ergebnisse, zu denen wir kamen.

[Inhalt]
Das Totenfest der keltischen Druiden, Samhain, gilt als Ursprung des Halloweenbrauchs. Grund genug für eine amerikanische Universitätsgruppe, diese Wurzeln direkt vor Ort zu erkunden. Was zu Anfang wie ein interessanter Ausflug in die Wälder Europas erscheint, entwickelt sich immer mehr zu einem Albtraum. In einer alten Kupfermine hausen die duch jahrhundertelange Inzucht mutierten Nachfahren eines alten Kannibalen-Clans. Schon bald lichten sich die Reihen der Touristen, denn diese Monster haben einen Mordshunger. Und sie gehen nicht gerade behutsam mit ihren Opfern um. Ein blutiges Gemetzel nimmt seinen Lauf, bei dem nur wenige die Chance auf ein Überleben haben…
(Quelle: Splendid Entertainment)

[Kommentar]
Ein Titel, der einem zum Nachdenken anregt, nur leider nicht im positiven Sinne. Was hat es mit einer solchen Namensgebung auf sich? Klar ist, es handelt sich um einen Horror-Titel. Und da Horror mit viel Blut, Warzen und anderen Unappetitlichkeiten allein nicht mehr so zu faszinieren droht, wurde kurzerhand noch eine gewagte Portion Erotik dazugemischt. So war es scheinbar zumindest der Plan, welcher hier nur bedingt aufgeht. Denn erotischer Flair sollte nicht gleichgesetzt werden mit dem Aufzählen von ehemaligen „Vollerotik“-Darstellerinnen. Was nützt es der ohnehin schon durchs Rahmenthema eingeschränkten Story eines Horror-, vielleicht sogar schon Splatter-Streifens, wenn nur wenig professionelle darstellerische Leistungen die Leistung des Titels weiter beuteln?

Am Ende bleibt eine unzufriedene Qualität stehen. Diese Aussage trifft leider vor allem auf die schauspielerischen Ergebnisse zu, wogegen die Sets und Masken auf ihre Art zu überzeugen verstehen. Jedoch gilt auch hier die Voraussetzung, man mag Horror-Titel und hat sich mit blutigen Aufnahmen und schreienden Frauen angefreundet. Wer ein zarteres Gemüt aufweist, wird wenig mit „Evil Breed“ und seiner an den Haaren herbei konstruierten Geschichte anfangen können. Diese basiert übrigens auf einem nahezu keltischen Mythos und sonderbaren Ritualen. Naja, was die Fantasie eben so hergibt, wenn man wieder für den zigten Horror-Streifen eine verwertbare Grundthematik sucht.

[Technik]
„Evil Breed“ besitzt ein 16:9-Transfer im Seitenverhältnis 2.35:1 und befindet sich anamorph codiert auf dem Datenträger. Von Beginn an ist klar, dass wir es mit einem recht dunklen Transfer zu tun haben. Und tatsächlich gestaltet sich die Bewertung der Ausleuchtung als recht schwierig. Zieht man in Betracht, dass wir es mit einem relativ günstig produzierten Film zu tun haben, so kann man auch wirklich zufrieden sein mit den visuellen Darbietungsqualitäten des überwiegend plastischen Bildes. Kontrast und Farbgebung gehen in Ordnung und unterstreichen die blutrünstige Atmosphäre entsprechend. Überwiegend gibt es saubere und ruhige Bilder vor die Augen. Ein leichtes Rauschen trübt das Sehrvergnügen nur minder und die Kompression verläuft unauffällig.

Der Ton von „Evil Breed“ weist 5.1-Kanäle auf und befindet sich im Dolby Digital-Format auf der DVD. Wahlweise können die deutsche Synchronfassung oder der englische Originalton vernommen werden. Ein solcher Horror-Film legt viel Wert auf die punktuelle und oftmals dominante Ausspielung bestimmter Effekte, welche meist dem restlichen Ton in der Lautstärke überlegen sind und einen Großteil der Spannungsbewegung ausmachen. Qualitativ gibt es rundum solide Kost, richtig auftrumpfen kann der Sound nicht und das Wiedergabespektrum zeigt sich recht überschaubar. Untertitel können in deutscher Sprache optional hinzugeschaltet werden.

[Fazit]
Splendid hat ein sehr ausgewogenes Horror-Programm. Von großen und bekannten Filmen des Genres bis hin zu weniger bekannten und etablierten Titeln finden wir viel vor. „Evil Breed“ bekommt von uns für den rund 80minutenlangen Inhalt keine Empfehlung, Genre-Freunde werden das eventuell anders sehen, die Majorität der Cineasten hingegen pflichtet wahrscheinlich eher uns bei. Abgelegt auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) steht dem Film genug Platz zur Verfügung, denn das Bonusmaterial ist sehr übersichtlich. Mehr als 2 geschnittene Szenen und eine Trailershow sind nicht vorzufinden. Dafür gibt es eine metallische Umverpackung des Amaray-Cases. „Evil Breed“ kommt ohne Jugendfreigabe daher und erschien am 30. März zu rund 25,- Euro.

Andre Schnack, 23.04.2007

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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