Falco – Die komplette 1. Staffel

Crime/Drama/Mystery/Serie
Crime/Drama/Mystery/Serie

[Einleitung]
Wer sich in der hiesigen TV-Landschaft auskennt, dem ist auch die TV-Krimi Serie „Der letzte Bulle“ nicht entgangen. Und genau diese 60teilige und in 5 Staffel abgefasste TV-Serie diente als Vorlage für „Falco – Die komplette 1. Staffel“, einer französischen TV-Produktion mit vergleichbaren Inhalt. Diese Standard Definition DVD-Version der ersten Staffel erscheint nun im Angebot von StudioCanal Home Entertainment und ich konnte mir ein genaueres Bild machen. Gespannt war ich darauf, was aus dem Inhalt gemacht und wie dieser dann auf die DVD gebannt wurde.

Inhalt

Als Alexandre Falco nach 22 Jahren aus dem Koma erwacht, hat sich seine ganze Welt verändert. Seine Frau hat einen anderen Mann geheiratet und er hat die gesamte Kindheit seiner damals einjährigen Tochter verpasst, aus der in der Zwischenzeit eine junge Frau geworden ist. Während Falco versucht herauszufinden, was mit ihm geschehen ist, knüpft er am einzigen Punkt an, der ihm aus seinem alten Leben geblieben ist: Seiner Arbeit als Kriminalkommissar.
(Quelle: StudioCanal Home Entertainment)

[Kommentar]
Erinnern geht nicht so gut und das bringt ganz schön viele Probleme mit sich. Aber Kriminalkommissar – das geht irgendwie noch. Sind ja nur die Erinnerungen, die die kognitiven Fähigkeiten des Jetzt, welche es für die Ausführung des Berufs bedarf, korrekt? Nein, dass lernt auch Falco (den man irritierender Weise stets mit dem Nachnamen anzusprechen scheint) eher leidlich und schnell, während er Fälle aufzuklären versucht: darunter, sein eigener, der ihn in diese Situation brachte.

„Frankreichs Adaption von ‚Der letzte Bulle‘ nach der Idee von Robert Dannenberg und Stefan Scheich fällt noch dramatischer und spannender aus als die deutsche Vorlage und ist nach der TV-Ausstrahlung auf zdf_neo nun endlich auf DVD erhältlich!“ – getreu dem Motto: jedem sein Falco. Und da die Franzosen ja dafür bekannt sind, selbst gut gediente Dinge eher als Vorlage für eine französische Interpretation zu nutzen, als gleich auf das Original zurück zu greifen, gibt es eben auch „Falco“. Und das ist ja auch gut so.

Immer wieder wird klar, woher das Thema stammt, ohne das es dabei in irgendeine Richtung kritisch wird. „Falco“ hat auch in der französischen Version eine gewisse Contenance aufzuweisen, schlägt ansonsten aber auch gerne mal zu, zückt die Waffe oder brüllt nahe am Fassungsverlust herum. Das alles macht den Ermittler in besonderen Umständen schlussendlich auch sympathisch und nah. Die Vorlage „Der letzte Bulle“ ist erkennbar, die Frankreich-Interpretation ist vom Grundton eher dunkler und düsterer.

[Technik]
Kommen wir der Technik näher, so braucht sich diese keinesfalls zu verstecken. Alle 16:9-Aufnahmen gefallen in ihrem anamorphotisch abgefassten Gewand mit dem Seitenverhältnis 1.78:1 von Beginn an. Sie unterstreichen durch die eher fahle, bewusste trist gewählte Farbgebung, auch die inhaltlichen Ausrichtungen. Düster geht es qualitativ jedoch keinesfalls zu, denn die gesamte Laufzeit hinweg herrscht ein konsequenter Qualitätsstand vor. Details sind ausreichend vorhanden, die Konturenzeichnung ist ebenfalls in Ordnung und es gibt keinerlei negative Aspekte seitens der Kompression.

Getestet habe ich die deutschsprachige Synchronfassung von „Falco“. Sie ist ausgewiesen im Dolby Digital Stereo 2.0-Format und kann damit auch weitgehende Ansprüche an den Inhalt gerecht werden und die Anforderungen erfüllen. Vorrangig bestehen diese aus Stimmen und etwas musikalischer Begleitung, die sich vornehmlich auf die Atmosphäre der Episoden auswirken sollen. Die Sprachausgabe ist in Ordnung, verständlich und sorgt zu keinem Zeitpunkt für Misstrauen in die technischen Leistungen.

[Fazit]
„Falco – Die komplette 1. Staffel“ findet Platz auf zwei einseitigen und zweischichtigen DVDs (des Typus 9) und gefällt sich darauf gut. Zu den technischen Aspekten kann eine klare Entwarnung gegeben werden, auch ist zum Inhalt gar nicht so viel zu schreiben, schließlich ist es etwas regionales Flair dabei und auf der anderen Seite haben wir eben hierzulande auch unseren „letzten Bullen“ gehabt. Wie dem auch sei, hier gibt es zwei Discs mit einer Laufzeit von 304 Minuten, oder aber, sechsmal rund 51 Minuten. Die Altersfreigabe liegt bei ab 12 Jahren; erschienen am 14. Februar 2019 zu einem Kurs von knapp 20,- Euro.

Andre Schnack, 18.03.2019

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆