Fast & Furious 8

Action/Crime/Thriller
Action/Crime/Thriller

[Einleitung]
„Fast & Furious 8“ lief Mitte April 2017 im Kino an. Das überaus erfolgreiche Franchise mit US-amerikanischer Herkunft ist immer wieder ein Zuschauermagnet. In dem 2017 abgedrehten achten Teil sehen wir Charlize Theron, Dwayne Johnson, Jason Statham, Michelle Rodriguez, Tyrese Gibson, Chris “Ludacris” Bridges, Nathalie Emmanuel, Elsa Pataky und Kurt Russell vor der Kamera. Regisseur F. Gary Gray arbeitete nach einem Drehbuch von Chris Morgan. Ich hatte Ostern das Vergnügen mir den Film in seiner nicht-3D Fassung im CinemaxX anzusehen.

[Inhalt]
Nun – da Dom und Letty ausgiebig ihre Flitterwochen genießen, sich Brian und Mia ganz ihrer kleinen Familie widmen und dem Leben auf der Überholspur abgeschworen haben, die übrigen Crewmitglieder freigesprochen sind – führen alle ein ganz normales Leben. Ihr friedliches Dasein wird jedoch schlagartig hinweggefegt, als eine mysteriöse Frau (Oscar® Preisträgerin Charlize Theron) auftaucht. Sie lockt Dom in eine zutiefst kriminelle Welt, aus der es scheinbar kein Entkommen gibt. Das grenzenlose Vertrauen seiner Crew in ihn droht zu zerbrechen – der Familie stehen Prüfungen von ungeahnten Ausmaßen bevor.

Von den Sonnenstränden Kubas über die vibrierenden Straßen New Yorks bis hin zu den arktischen Eispisten der Barentssee – die rasante Elitetruppe jagt kreuz und quer über den Planeten, um eine radikale Gegnerin zu stoppen, die weltweit Chaos und Anarchie verbreitet. Und um den Mann nach Hause zu bringen, der einst aus einem wilden Haufen verwegener Rennfahrer eine Familie schmiedete – ihre Familie.
(Quelle: Universal Studios Germany)

[Kommentar]
Cool gucken, cool handeln mit eiserner, versteinerter Mine und mit tausend Pferdestärken unter dem Arsch. So läuft das hier, kapiert? Natürlich ist die Familie wichtig und eine Hand wäscht die andere, aber die echten Lehren aus „Fast and Furious 8“ lauten anders. Da wäre zum einen: Es geht immer noch einen Gang höher, und zum anderen: Action muss nicht logisch sein, es reicht, wenn sie super-schnell geschnitten ist und sich mit ständig kurzweiligen Einzeilern selbst garniert.

Doch diese Rechnung geht nicht ganz und durchgehend auf. Da reicht dann auch eine hübsche und ewig sexy Gegenspielerin wie Charlize Theron nicht aus, um die Kurve noch zu bekommen. Ein routinierter Dom Toretto irgendwo zwischen „xXx“ und James Bond ist da schon etwas, auf das man immerhin mehr oder weniger sieben vorherige Filme bauen konnte. Reicht dies denn aus, um den Film am Laufen zu halten? Nein, es bedarf noch das Benzin des Films: einer guten Story.

Hier kann ich und muss ich gestehen, dass die Grundidee zwar in Ordnung ist, ich den Faktor „Rennen fahren“ jedoch wirklich schmerzlich vermisse. Denn die Autos und Gefährte geraten hier zum Mittel zum Zweck. Und jeder weiß, dass es bestimmt kaum einen Vorteil bringt, wenn man Luxusboliden auf dem ewigen Eis zu steuern versucht und es mit einem Atom-U-Boot aufnehmen will. Wie dem auch sei, denn mit Logik kann hier ohnehin nicht alles erklärt werden und im weiteren Verlauf des Films summieren sich die kleineren Makel zu einem störenden Faktor.

Wem es dann jedoch gen Ende nicht befremdlich erscheint, wie Jason Statham mit optischer Finesse und der choreografischen Kür eines Profi-Turners die Flucht aus einem schwerbewachten Umfeld meistert und ganz nebenher noch im MaxiCosi Torretos Sprössling durch die Luft wirbelt, dem kann wahrscheinlich ohnehin nicht mehr geholfen werden. Also einsteigen, anschnallen und inhaltlich abschnallen. Das hilft und macht hier dann auch irgendwie die ganze Zeit über recht viel Spaß.

[Fazit]
Hübsche Autos verkommen in dem neuesten Titel rund um die Luxuskarossen-Freaks zum hübschen Beiwerk. Vielleicht ist es eine Frage des Erwartungsmanagements, allerdings auch immer eine der Qualität und gebotenen Handwerkskunst, wenn es um die Bewertung der wohl wichtigsten Eigenschaft eines Films geht, der Frage nach dem Unterhaltungswert. Auf der Laufzeit von rund 131 Minuten gefiel mir vieles, anderes nicht so gut. Doch wer nun mehr als 12 Jahre alt ist und sich an viel Action mit Autos erfreuen kann, der wird sich hier gut aufgehoben fühlen.

Andre Schnack, 24.04.2017

Film/Inhalt: ★★★☆☆☆ 

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