Food Fight

Dokumentation
Dokumentation

[Einleitung]
Nach „Food Inc.“ kommt aus dem gleichen Jahr (2008) nun auch „Food Fight“ auf den Heimkino-Markt. Ebenfalls beschäftigt sich der von Regisseur Christopher Taylor abgedrehte Dokumentations-Titel mit unserem Essen und was die Menschen rund um dieses Thema herum anstellen. In den führenden Rollen sind keine Darsteller zu sehen, sondern echte Menschen als sie selbst. Timothy Fall, Aaron Ginsburg und Wade McIntyre schrieben die begleitenden Worte zu den Bildern der Sachsendung mit Humor. Wir konnten diese Standard Definition Fassung des Titels genauer unter die Lupe nehmen. Die Disc erscheint aus dem Angebot von Sunfilm Entertainment.

[Inhalt]
Von der Erfindung des Fast Food bis zur Geschmacksexplosion der Haute Cuisine, von der ersten Lunchbox bis zur meterlangen Tiefkühltheke im Supermarkt: Auf unterhaltsame Weise zeigt „Food Fight“ die Entwicklung der Essenskultur im 20. Jahrhundert und wirft einen faszinierenden Blick in die Töpfe der Starköche, die einen neuen Geschmack und mehr kulinarischen Genuss fordern. Die Verfechter von frischen, regionalen Produkten kämpfen gegen die Riesen der Lebensmittelindustrie und das schnelle Essen aus Plastikboxen – und für eine Revolution auf den Tellern!
(Quelle: Sunfilm Entertainment)

[Kommentar]
Mit dem Dokumentations-Film „Food Fight“ mit dem Untertitel „Was kommt auf ihren Teller?“ ist die inhaltliche Ausrichtung klar vorgegeben, um die es hier geht. Wir erhalten einen Titel vorgesetzt, der uns zeigt, wie wir uns – als Menschen – mit unserer Nahrung und all den feinen Randthemen beschäftigen und wie wir am Ende mit uns selbst dabei umgehen. „Food Fight“ hat die Eigenschaft Augen zu öffnen. Auch wenn hier Dinge und Sachen zu Tage kommen, mit denen man sich gar nicht beschäftigen will. Inhalt, toll, technische Umsetzung, gut und modern, wenig überraschend. Der Film verfolgt sein Ziel erfolgreich: ich denke mehr über mein Essen nach, stelle mir Fragen und suche einige Antworten. Wie lange dies anhält, mal sehen…

[Technik]
Kommen wir zum technischen Abbild von „Food Fight“ auf DVD. Wir erhalten einen anamorphen Breitbild-Transfer im Seitenverhältnis 1.78:1 geboten, auf 16:9-Wiedergabegeräten immerhin bildfüllend. Die meiste Zeit bekommen wir Material unterschiedlicher Quellen vor die Augen. Dabei kommen viele Archivaufnahmen, sowie Interview-Mitschnitte zum Einsatz. Deren Qualität variiert zuweilen und macht sich nicht durchweg gut. „Food Fight“ stört sich daran nicht wesentlich, immerhin gibt es ausreichend Authentizität und Charme im Programm. Rauschen, Verunreinigungen oder Kompressionsartefakte sind kaum vorhanden und rufen nicht zur Rüge.

Zwei Tonspuren sind auf dem Datenträger vorhanden, darunter einmal deutschsprachig und ein weiterer englischsprachiger Ton. Beide Soundtracks sind abgefasst im Dolby Digital 2.0-Verfahren, was kaum Möglichkeiten zur räumlichen Entfaltung bietet. Das Potenzial ist ohnehin sehr eingeschränkt und überschaubar, da es inhaltlich kaum nennenswerte, akustische Ausschläge gibt. Sprache erklingt klar und deutlich, Musik, wenn vorhanden, klingt ebenfalls ordentlich. Und eine echte Hintergrundkulisse ist nicht wirklich vorhanden. Untertitel: optional in Deutsch.

[Fazit]
„Food Fight“ findet auf einer einseitigen und einschichtigen Standard Definition DVD Platz. Die Disc des Typus 5 bietet eine überschaubare Laufzeit von gerade einmal 69 Minuten. Das ist nicht nur wenig, sondern in Anbetracht der Tatsache, dass wir es hier auch mit keinerlei Bonusmaterialien oder Extras zu tun bekommen, als schade zu bezeichnen. Erscheinungstermin ist der 10. Mai 2012, der Titel liegt preislich bei rund 13,- Euro im Online-Handel. Wer gerne Dokumentationen und gut gemachte und aufgemachte Sachsendungen sieht, der wird hier gut auf seine Kosten kommen. Es handelt sich bei dieser Sachsendung um ein Info-Programm gemäß §14 JuSchG.

Andre Schnack, 16.04.2012

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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