Fortress – Die Festung

Action/Crime/Science-Fiction
Action/Crime/Science-Fiction

[Einleitung]
Mit diesem Titel von 1992 entstand unter der Regie von Stuart Gordon ein Science-Fiction Film mit Christopher Lambert in der führenden Rolle. „Fortress“ lautet der Titel, der auf Basis eines Drehbuchs von gleich vier Autoren gedreht wurde. Er befasst sich mit einer totalitären Macht, die unsere Gesellschaft zu kontrollieren vermag. An der Seite von Mr. Lambert sehen wir Loryn Locklin, Kurtwood Smith, Lincoln Kilpatrick und Clifton jr. Collins. Von Koch Media erschien eine High Definition Blu-ray Disc Version des Films, erstmals in Unrated und in HD.

[Inhalt]
Amerika in der Zukunft: Die Rohstoffe sind erschöpft. Pro Elternpaar ist nur noch ein Kind gestattet. Dagegen haben Karen (Loryn Locklin) und ihr Mann Captain John Brennick (Christopher Lambert) verstoßen. Brennick muss in die Festung. Ein Hochsicherheitstrakt mit todsicherer Überwachung. Laserstrahlen statt Gitter. Kameras, die sogar Träume aufzeichnen. Schmerzsonden für Gefangene. Brennick denkt sofort an Flucht. Doch die Festung ist der perfekte Knast, mit einem Sadisten an der Spitze…
(Quelle: Koch Media)

[Kommentar]
„Fortress“ ist ein typischer Achtziger-Jahre Action-Film. Ich verbinde viele positive Erlebnisse mit diesen Jahren. Allerdings gehörte „Fortress“ für mich nicht immer dazu. Erst beim zweiten Mal anschauen gelang es mir die (bei genauerer Betrachtung) inhaltliche Tiefe über den oftmals nur sehr durchschnittlichen handwerklichen Inszenierungen zu stellen. Wie dem auch sei, dieser Film hat einige dramatische Momente und kombiniert diese mit gewisser ernster Mine zu einem Sci-Fi-Kultfilm.

Dabei sind es nicht die visuellen Effekte, die hier für gehörig Sympathien sorgen, sondern eher der etwas eigensinnige Soundtrack. Als noch der Plan geschmiedet wird, also im Knast-Kern des Fortress, da erklingen angestrengt elektronisch und klassisch wirkende Musik-Einsätze. Dann beim Ausbruch herrscht ein eher militärisch klingender und auf Angriff getrimmter Music-Score. Das ist recht wirkungsvoll gemacht, passt auch alles zueinander und ergibt sich in einem ordentlichen Gesamtbild.

[Technik]
Alles wirkt von Beginn an sehr frisch und sauber. Allerdings ist es eher der erste Eindruck, der hier sehr gut ausschaut. Denn beim zweiten Blick ist doch ein leichtes Rauschen und Griseln zu erkennen, vor allem in den eher plakativeren Elementen. Davon ab ist das Geschehen weitgehend farbenfroh, kontrastreich und auch bei den Bewegungen mit der Kamera hält sich die Qualität. „Fortress“ hat einen speziellen Stil, den die technische Güte gut tut und das Ergebnis angenehm unterstreicht. Neben einer zarten Unschärfe arbeitet die Kompression sauber und ich bin zufrieden.

„Fortress“ klingt gut. Neben dem 1080p Bild in sauberen 1.78:1 gesellen sich DTS-HD Master Audio 2.0 sowie 5.1-Fassungen in den Sprachen Deutsch und Englisch. Dieses Angebot gefällt mir schon einmal sehr gut, und auch der Ton kann sich durchaus hören lassen. Er ist eben mit Werken der entsprechenden Zeit zu vergleichen, und damit ist nicht „T2“ gemeint. Trotzdem kann „Fortress“ mit seinem prominenten Music-Score Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ohne dabei die Räumlichkeit und Effekthascherei unmittelbar bedienen zu müssen. Solider Klang, alles in allem.

[Fazit]
Auf der Verpackungsrückseite steht „Amerika in Zukunft“ oder aber auch „Weltweit erstmals Unrated und in HD!“ prangt auf der Front. „Fortress – Die Festung“ bietet daneben aber auch ein recht ernstes Verpackungs-Design und ein etwas zu düsteres Anmuten der weniger hoffnungsvollen Geschichte auf rund 95 Minuten Laufzeit. Neben dem Hauptfilm haben wir es noch mit einem Trailer und einem alternativen Ende als Beigaben zu tun. Das war es dann aber auch schon. Die Altersfreigabe liegt bei ab 16 Jahren, diese Disc ist seit dem 6. Juli 2017 erhältlich. Für Fans und Kenner ein Muss.

Andre Schnack, 14.11.2017

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★★★☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆