From Dusk Till Dawn 3: The Hangman’s Daughter

Horror/Action/Thriller/Western
Horror/Action/Thriller/Western

[Einleitung]
universumfilm bringt nach „From Dusk Till Dawn 2 – Texas Blood Money“ den Abschluss mit „From Dusk Till Dawn 3 – The Hangman’s Daughter“ ebenfalls hierzulande als DVD-Version auf den Markt. Der Film entstand 2000 als Video-Erscheinung und wurde unter der Regie von P.J. Pesce abgedreht. In den Hauptrollen sind die folgenden Darsteller zu sehen: Marco Leonardi, Michael Parks, Temuera Morrison, Rebecca Gayheart, Ara Celi, Lennie Loftin, Sonia Braga und Orlando Jones. Das Drehbuch entstand nach einer Vorlage von Álvaro Rodríguez. Wir konnten uns den dritten Teil von „From Dusk Till Dawn“ genauer ansehen und berichten unverblümt und frei über die Ergebnisse.

[Inhalt]
Wie alles begann! Mit knapper Not seinem Tod entkommen, flieht der Outlaw Johnny Madrid (Marco Leonardi) vor seinem Henker – ausgerechnet mit des Henkers wunderschöner Tochter Esmeralda (Ara Celi) an seiner Seite. Mit seinen Verfolgern auf den Fersen kommen Johnny, seine Gang und Esmeralda in der Abenddämmerung in ein Lokal, das von Vampiren geführt wird. Die Hohe Priesterin der Vampire hat es schnell auf Esmeralda abgesehen, um aus ihr die Halb-Mensch, Halb-Vampir Prinzessin Santanico Pandemonium zu erschaffen…
(Quelle: universumfilm)

[Kommentar]
Der dritte und hoffentlich letzte Teil der „From Dusk Till Dawn“ Filme entführt den Betrachter in eine ganz andere Zeit als die beiden Vorgänger. Es soll mehr über die Vergangenheit der Vampire erfahren werden und deshalb tritt Teil 3 eine Zeitreise an. Mexiko kurz vor der Revolution – so lautet die Epoche in der die Geschehnisse vonstatten gehen. Politisches Beiwerk in der simplen Handlung dient der Farbigkeit der Geschichte, doch wurde sich bedeckt gehalten und großer Aufwand gescheut, wenn es um die Tiefe der Story geht. Und lediglich die Zeitversetzung in ein Mexiko mit Western-Ambiete laugt dann doch nicht aus, um gleich einen guten Film zu stellen. Die Verknüpfungsversuche der Filmemacher mit den anderen Teilen, um Anschluss an die Geschichte zu finden, verfehlen jedoch ein wenig ihr Ziel.

Die Hauptfiguren besitzen ausreichend Plastizität, können jedoch mangels Identifizierung seitens des Publikums kaum faszinieren. Wie auch, leben zahlreiche Personen rasch ab und verwandeln sich in mordsüchtige Bestien. Und fortan bestimmt dann der Durst nach Blut die Handlungen der Figuren. Aufgehalten werden die Reinkarnationen des Bösen durch provisorische Kirchengüter wie Kreuze oder aber durch einfallslosen Schusswechsel mit blauen Bohnen. Wie bereits im zweiten Teil, so werden auch hier viele Aufnahmen im Dunkel der Sets abgewickelt, Staub kommt noch hinzu. Angesichts eines beschränkten Budgets müssen diese Faktoren als Instrumente zur Kostensenkung der Produktion gedeutet werden. Insgesamt reichen die Masken und Special-Effects jedoch aus. Die musikalische Untermalung wirkt über die gesamte Laufzeit ein wenig monoton, tut jedoch ihren weitgehend positiven Teil zur Atmosphäre bei.

[Technik]
Ein anamorpher Breitbildtransfer sorgt für die entsprechende Visualisierung der Story. universumfilm legte den Transfer im Originalformat ab, welches sich auf ein Verhältnis von 1.85:1 bemisst und somit eine 16:9-Mattscheibe komplett und ohne schwarze Balken ausfüllt. Staubige Aufnahmen mit viel Schatten stellen mitunter eine Herausforderung dar. Hiervon lässt sich die visuelle Leistung nicht beunruhigen und hält einen guten Qualitäts-Level. Dieses entsteht aus einem gelassenen Sättigungsgrad und einer Farbgebung, die sich vom zart vernebelten Wind nicht beeindrucken lässt. Der Kontrast geht in Ordnung, erreicht jedoch kein sehr gutes Niveau. Sauberkeit kann dem Bild genauso zugestanden werden, wie auch die Fähigkeit größere Flächen rauschfrei zu halten.

Akustisch bringt der Film einiges aufs Parkett. Geboten wird eine Mehrkanalton-Darbietung im Format Dolby Digital 5.1 in den Sprachen deutsch und englisch. Zum Ton können optional englischsprachige Untertitel oder deutschsprachige Letter für Hörgeschädigte hinzugeschaltet werden. So richtig einfangen kann einen der Ton nicht, leider, denn es gibt stellenweise ordentlich Potential für Mehrkanalton-Geknattere. Hin und wieder fing man die Situationen akustisch hochwertig ein und verhalf den ruhigeren Aufnahmen zu einem actiongeladenen und dynamischen Gegenstück. Die hinteren Lautsprecher bieten Räumlichkeit durch Hintergrundgeräusche und die Front wird von Stereo-Effekten und der verständlichen Sprachausgabe vereinnahmt.

[Fazit]
Die Pressetexte schwelgen von einem Film, der als „sensationeller letzter Teil der Trilogie“ bezeichnet wird. Hört sich vielleicht ganz gut an, entspricht aber nicht der Wahrheit. Und wenn auch der Film „From Dusk Till Dawn 3″ erneut von Quentin Tarantino und Robert Rodriguez präsentiert wurde, so merkt man der rund 94minutenlangen Produktion einfach ihr niedrigeres Niveau an. Es wird bei weitem nicht die Klasse des ersten Teils erreicht. Für die einseitige Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) wurde keine Jugendfreigabe beantragt. Erscheinungstermin ist der 06. September zu einem Preis um die 20,- Euro. Wenn man sich denn als „From Dusk Till Dawn“-Narr bezeichnet und nicht unbedingt Wert auf die qualitativen Merkmale eines Tarantino & Rodriguez-Duo’s legt, dann kann man hier seinen schaurigen Spaß erleben. Technisch solide, in der Ausstattung enttäuschend.

Andre Schnack, 13.09.2004

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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