Ghostbusters

Comedy
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[Einleitung]
Viele konnten diesen Film leider aufgrund ihres noch zu geringen Alters nicht im Kino genießen. Nun aber bekommen genau diese Menschen eine zweite Möglichkeit: „Ghostbusters“ zu sehen, auf einer tollen Special-Edition-DVD aus dem Hause Columbia Tristar für den amerikanischen Code1-Markt. In der Komödie von Ivan Reitmann spielen Bill Murray, Dan Aykroyd, Sigourney Weaver, Harold Ramis und Rick Moranis die Hauptfiguren. Die Regie wurde von Ivan Reitman geführt.

[Inhalt]
New York, ein ganz normaler Tag. Auch für die drei Doktoren Peter Venkman (Murray), Raymond Stantz (Aykroyd) und Egon Spengler (Ramis) an einer Universität, an der sie die Abteilung für paranormales, übersinnliches und Okkultismus bilden, die Parapsychologie. Doch es kommt der Tag, an dem die Geldgeber Ergebnisse sehen wollen, und dieser Tag ist heute. Prompt fliegt das Trio aus der Uni und sitzt nun arbeitslos auf der Straße. Der sonst gar nicht an seine Arbeit glaubende Peter sieht in dem Rauschmiß ein Zeichen, nach seiner Meinung stehen sie an dem Punkt, an dem sie sich selbstständig machen müssen.

Rasch geschieht das auch, sie suchen sich ein passendes Gebäude, verkaufen ihr Hab und Gut für technisches Equipment und besorgen sich letztlich noch ein Dienstfahrzeug – über dem Eingang des Gebäudes wird noch ein Schild mit der Aufschrift „Ghostbusters“ aufgehängt und das Geschäft kann losgehen. Doch leider läuft dieses arg zäh an, von Geistern keine Spur. Doch häufen sich in letzte Zeit unheimliche, unerklärliche Vorfälle rund um den Big Apple! Wie passend, denn es gibt ja nun die Geisterjäger! Und diese kommen plötzlich kaum noch zur Ruhe, ein Einsatz nach dem anderen. Als Peter’s sich mit Dana Barrett (Weaver) zu einem Rendezvous trifft, findet er seine Geliebte geistig abwesend und besessen von einem Wesen das sich „Gate-Keeper“ nennt vor. Es scheint zu diesem Torwächter noch einen Schlüsselmeister zu geben. Tatsächlich, Egon stößt bald darauf auf Louis Tully, der sich plötzlich nur noch „Key-Master“ nennt. Als Torwächter und Schlüsselmeister zusammenkommen passiert etwas, daß nicht nur die ganze Stadt bedroht! Und die Ghostbusters stehen vor ihrem größten Einsatz…

[Kommentar]
Für mich stellt der Film ein Meilenstein in der Filmgeschichte dar. Eine Komödie mit guten Schauspielern, einer witzigen Geschichte und einer guten Technik (für die damalige Zeit). Auch heute versteht es der Film immer noch prima zu unterhalten und bannt den Zuschauer für 107 Minuten vor den Fernseher. Die gekonnte Mischung aus Komödie- und Horrorfilm macht es eben, wobei die Bezeichnung Horror etwas übertrieben ist, Grusel würde eher passen. Ein weiterer Pluspunkt: die gelungene musikalische Untermalung während des Geschehens, einfach klasse. „Ghostbusters“ entstand nach einer Comicvorlage, Aykroyd und Ramis schrieben das Drehbuch für den Film. Sie leisteten gute Arbeit, es kommt der typische Elementarbereich vieler Filme vor: Gut gegen Böse, Liebe, Freundschaft, Retten einer Person und ein bißchen amerikanischer Traum… (aus nichts mach viel). Aber das stört nicht, „Ghostbusters“ hat das gewisse Etwas, daß vielen anderen Filmen fehlt. Außerdem siedelt sich der Streifen mit seiner Genrevermischung in einem Gebiet an, in dem es relativ wenig Konkurrenz gibt. Diese muß sich aber vor den Geisterjägern verstecken, denn sie führen die Spitze. Ivan Reitman holte alles aus der Geschichte heraus und inszenierte so so komisch und spektakulär wie nur möglich. Zwar gibt es hier und da ein paar logische Schwächen, doch im ganzen eine wirklich gute Arbeit.

[Technik]
Columbia hat sich richtig Mühe gegeben, daß sieht und hört man auch. Der neue Videotransfer sieht einfach unglaublich aus und bringt Zauberei ins Wohnzimmer. Man könne meinen, daß Material für den anamorphen 2.35:1-Transfer sei nagelneu, niemand würde dem Film sein Alter von rund 15 Jahren ansehen. Das Geschehen ist einfach klar, scharf, kontrastreich und ausgewogen mit Farben gesättigt. Bei dem hohen Alter rechnet der Zuschauer automatisch mit Artefakten und Bildrauschen, doch Fehlanzeige, den ganzen Film über wird ein grandioses Bild geboten. Zur Freude des Fans: die Detailgenauigkeit läßt alle Kleinigkeiten deutlich erscheinen und vom tiefen schwarz der Schatten wird selbst in dunkleren Szenen nichts verschluckt. Das sehr gute Bild hat aber auch einen kleinen Haken, denn nun sieht man die damals zwar gute, heute natürlich etwas minderwertige Qualität der Special Effects.

Nicht nur visuell machen die Geisterjäger etwas her, auch akustisch ertönen sie in einem neuen Gewand. Der remastered 5.1-Sound hat’s in sich, er bietet einen guten Sound aus den vorderen Lautsprechern, geizt aber auch nicht mit direktionalen Effekten. Und diese sind wirklich gelungen und erzeugen ein lebhaftes, natürliches 360-Klangbild, die „Nachvertonung“ bemerkt man überhaupt nicht, besser könnte der Sound kaum sein. Auf der Disc befindet sich ausschließlich ein englischsprachiger Soundtrack, wahlweise mit Untertiteln.

[Fazit]
Mit „Ghostbusters“ schöpft Columbia Tristar aus dem vollen. Diese DVD zeigt deutlich, was aus dem Medium herauszuholen ist, mit Bravour. Nicht das Bild und Ton schon sehr gut sind, nein, die „Ghostbusters“ Collector’s Series kommt mit Unmengen an Bonusmaterialien und Schmankerl für Fans. Die einseitige Dual-Layer-Disc bietet in einem sehr coolen 3D-Menü die Auswahl zwischen Deleted Scenes, Split-Screen Compare (Storyboard-Film – Vergleich), einer Star Featurette, Fotos, Zeichnungen, Dokumentationen, einer Orginal Featurette, Production Notes und einigen Trailern! Dann gibt es noch einen Vorher-Nachher-Vergleich der Special Effects (unterstützt multi-angle) und einen Audio-Kommentar mit Ivan Reitman und Harold Ramis. Dieser kann des weiteren zum Video-Kommentar erweitert werden. Aktiviert man dieses zusätzliche Feature, so erscheinen drei dunkle Silhouetten am unteren Bildschirmrand und kommentieren mit Gestiken und Worten den Film. Da fühlt man sich als sitze man hinter ihnen im Kino – sehr gut gemacht! Zu einem Preis von rund 30$ muß man da als Fans praktisch zugreifen. Der Preis ist gut, die DVD einfach spitze, der Film ein Klassiker. Sehr empfehlenswert.

Andre Schnack, 12.04.2002

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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