Ghosts Of Mars

Action/Thriller/Horror/Science-Fiction
Action/Thriller/Horror/Science-Fiction

[Einleitung]
Columbia TriStar Home Entertainment veröffentlichte am 09. April die Rental-DVD zu John Carpenter’s „Ghosts Of Mars“ im deutschen Videothekensektor. Am 07. Mai wird die hier getestete Kauf-DVD des Titels erscheinen – wir konnten vorab einen Blick riskieren. Das John Carpenter (Halloween, Das Ende) Werk wurde 2001 abgedreht und erfreute sich im Kino leider nur geringer Beliebtheit. Nach „Vampires“ kommt mit „Ghosts Of Mars“ wieder ein Science-Fiction thematisierter Film vom Meister des Grauens. In den Hauptrollen sind Natasha Henstridge, Ice Cube, Jason Statham, Clea DuVall, Pam Grier und Joanna Cassidy zu sehen.

[Inhalt]
Der Mars im Jahre 2176. Mehr als 640.000 Menschen haben die überbevölkerte Erde verlassen und leben mittlerweile in versprengten Siedlungen auf dem roten Planeten. Dort werden in unzähligen Minen die wertvollen Bodenschätze abgetragen. In Shining Canyon ereignet sich bei einer dieser Operationen ein verheerender Zwischenfall: Eine lange verschwundene Ur-Zivilisation des Mars wird zu neuem Leben erweckt. Und beginnt einen unbarmherzigen Feldzug gegen die menschlichen Einwanderer… Die Polizistin Melanie Ballard (Natasha Henstridge) befindet sich gerade auf einem Gefangenentransport des Übeltäters Desolation Williams (Ice Cube), als ein scheinbar verlassener Minenposten die Aufmerksamkeit der Crew auf sich zieht. Und irgendetwas stimmt hier nicht, denn neben Leichen und einer einzigen Überlebenden scheint es hier nichts weiter zu geben…

[Kommentar]
Die US-Produktion „Ghosts Of Mars“ vom Filmemacher Carpenter bringt nichts wirklich neues ins Heimkino – wie schade. Neben dem noch durchaus unterhaltsamen und stilvoll umgesetzten „Vampires“ passierte nicht viel um den Halloween-Schöpfer, bis jetzt. Doch sein aktuellstes Werk wird bestenfalls nur den Ansprüchen eingefleischter Carpenter-Fans gerecht, und das ist besonders schade. An den Sets und den Masken liegt das nicht, sondern eher an den wirklich nicht gerade tiefsinnigen Dialogen, der einfachen Story und dem gesamten Drumherum, welches einfach nicht ganz massentauglich ist. Wenn man jedoch auf genau diesen Stil im B-Movie Gewand steht, der wird hier bestens unterhalten. Keine Frage, denn von der Atmosphäre, dem Verlauf und der Musik her kann sich „Ghosts Of Mars“ durchaus angenehm von anderen Filmen abheben. Wir haben schon weitaus bessere Carpenter-Filme getestet, dennoch erinnert dieser an die besseren Tage des Machers und bietet gleichzeitig kurzweilige Unterhaltung mit Gruselfaktor.

[Technik]
Die Columbia TriStar-DVD gehört zu den aktuellsten des Programms und zeigt sich auch auf einem technisch sehr hohen Nivea. Die Produktion von 2001 verspricht aus Gründen der Aktualität eine hochwertige Vorlage, und die diente wohl auch diesem anamorphen 2.40:1-Transfer. Das Geschehen auf der Mattscheibe oder der Leinwand wird von einem hohen Kontrast, knackigen Farben und einer gelungenen Kantenschärfe bestimmt – positiv. Gegen den Detailreichtum spricht lediglich ein etwas dunkles Bild, welches gelegentlich Dinge im Schwarz verschwinden lässt – negativ. Jedoch wird ein prima komprimierter Transfer geboten, der mit vielen Big-Budget Filmen mithalten kann.

Tonal gibt es etwas im Format Dolby Digital 5.1 an die Ohren, wahlweise in der deutschen Synchronfassung, wahlweise im englischen Originalton. Die Qualität kann sich wirklich hören lassen. John Carpenters Music-Score wurde fein aus dem Klang der Umgebungsgeräusche herausgetrennt und wirkt global von allen Seiten, nicht zu aufdringlich, doch bestimmt. Dazu die klaren Dialoge und einige sehr sauber abgemischte und direktional verlaufende Effekte – das hinterlässt einen runden Eindruck. Optionale Untertitel gibt es in den Sprachen: Englisch, Deutsch, Hindi und Türkisch.

[Fazit]
„Ghosts Of Mars“ aus dem Programm von Columbia besitzt eine Laufzeit von rasch verrinnenden 94 Minuten und wurde auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9, zweischichtig, einseitig) abgelegt. Der etwas einfallslos wirkende Film des Film-Genies von einst wurde ab 18 Jahren freigegeben, denn die Horror-Elemente sind gar nicht so „ohne“. Technisch betrachtet eine gute DVD, zur Ausstattung bleibt festzuhalten: neben einem schicken Menü befinden sich noch ein Audiokommentar, ein Hinter den Kulissen-Bericht, eine Featurette über die Special Effects, eine Dokumentation über den Soundtrack, 4 Trailer (inkl. 3 weiterer Erscheinungen) und Filmografien auf der Scheibe. Also auch hier gibt es unseren Segen, denn die Inhalte bereiten Unterhaltung. Wer sich auch nicht zwangsläufig als Carpenter- sonden vielleicht nur als Sci-Fi-Fan sieht, der sollte hier einmal genauer reinschauen.

Andre Schnack, 26.04.2002

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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