Gossip Girl – Staffel 1

Drama/Romance
Drama/Romance

[Einleitung]
Warner Home Video präsentiert eine TV-Serie aus den USA, die sich wohl eher an ein weibliches Publikum richtet. Nein, die Rede ist nicht von „Sex and the City“, sondern von „Gossip Girl“, hier eben die erste Staffel, getestet in der High Definition Version des Streaming Dienstes Netflix. Die Serie startete 2007 und wurde bis 2012 produziert und ausgestrahlt. Es kam insgesamt zu 6 Staffeln. Ich begann mit der ersten Staffel der Serie von den Schöpfern Stephanie Savage sowie Josh Schwartz. Was bringt die Ansammlung von Erzählungen über ein paar junge Frauen, die im gehobenen sozialen Kreis von New York City verkehren?

[Inhalt]
Die Serie handelt von der Jugendzeit der Hauptdarsteller auf der Upper East Side New Yorks und ihrem Umfeld. All ihre Handlungen, Fehler und Gerüchte um sie werden von der anonymen New Yorker Bloggerin Gossip Girl berichtet und kommentiert. Es geht um Konflikte zwischen Eltern und ihren Kindern, zwischen reich und weniger reich und um Themen wie Freundschaft, Intrigen, Liebe, Eifersucht, Depression, Alkohol und Drogen.

Serena van der Woodsen steht als Hauptperson immer im Mittelpunkt, was ihrer besten Freundin Blair Waldorf und ihren Freunden Nathaniel Archibald, Chuck Bass und Daniel Humphrey tierisch auf die Nerven geht. Jedoch halten sie trotzdem alle zueinander. Es herrscht in jeder Folge der Krieg zwischen Konflikt und Zusammenhalt.
(Quelle: Wikipedia)

[Kommentar]
Schön, dass ein so modernes Element wie das Bloggen, hier eine tatsächlich tragende Rolle übernimmt. Allerdings weniger im absolut zentralen Sinne, sondern stets subtil und im Hintergrund als handwerklicher und künstlerisch angehauchter Griff. Josh Schwartz schuf im übrigen dazumal bereits den Erfolg „O.C., California“ und arbeitete hier gemeinsam mit Stephanie Savage. Wer nun denkt, hier handelt es sich um eine Sendung über Frauen, die mit hoher Stimme, auf hohen Schuhen, gut gekleidet, nachhaltig ein Klischee prägten, der irrt. Hier passiert schon so einiges, was den Zuschauer, oder besser die Zuschauerin auch bei der Stange hält. Technisch in Ordnung, Technik, Aufbau und Ablauf und die gebotene Spannung stimmen.

[Technik]
Technisch, das ist wenig überraschend festzustellen, erhalten wir einen rundum gelungenen Eindruck, von Beginn an. Die oftmals wenig gut und vor allem künstlich ausgeleuchteten Einstellungen bieten trotzig einen ordentlichen Kontrast, der noch ausreichend Bilddetails darstellen lässt. „Gossip Girl – Staffel 1“ hat wenig auszuhalten, zumindest nicht im Sinne von Verfolgungsjagden oder Explosionen. Rauschen gibt es nicht, die Bildruhe ist nicht nur gegeben, sondern auch gelungen und spürbar. Alle Farben sind ausreichend prall gesättigt und es entsteht eine gelungene Plastizität, ohne hässliche Nebeneffekte. Die Kompression arbeitet unauffällig.

Schnattern, Intrigen spinnen, Shoppen und Chillen und Ausgehen. All das erfordert schon einen gewissen totalen Qualitätsstandard, der hier durch den gegebenen Stream von Netflix auch geboten wird. Den inhaltlichen Anforderungen wird der Dolby Digital 2.0-Ton in wahlweise Deutsch oder Englisch gerecht. Optionale Untertitel sind ebenfalls in den vorgenannten Sprachfassungen vorhanden. Die Sprachausgabe ist klar und deutlich, einige Umgebungsgeräusche versüßen die Stimmung und erzeugen ein bisschen Räumlichkeit. Die musikalische Begleitung übernimmt hin und wieder gekonnt das Ruder. Alles gut.

[Fazit]
„Gossip Girl“ richtet sich an ein breites Publikum. Im Fadenkreuz steht sozusagen die junge Frau. Doch es wird auch männliche Beisitzer geben. Staffel 1 besteht aus insgesamt 18 Episoden, die hier online abzurufen sind. Das sind summa summarum gute 900 Minuten Laufzeit, oder eben auch 15 Stunden. Für Fans mit Sicherheit überhaupt kein Thema, einlegen und reinziehen. Richtige Extras oder irgendwelche Informationen gibt es nicht. Einzig und alleinig die 18 Folgen ab einem Alter von 12 Jahren sind im Umfang der ersten Staffel enthalten. Qualitativ und technisch gelungen, inhaltlich eben Geschmacksache, vielleicht eher ein Frauending.

Andre Schnack, 16.03.2015

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆