Heist – Der letzte Coup

Action/Crime/Drama
Action/Crime/Drama

[Einleitung]
Ich hatte diesen Film eine lange Zeit über hinweg im Regal stehen. Ich sah und sah ihn nicht an. Nun, es handelte sich um die Code1-Fassung, egal. Nun habe ich hier die iTunes Version, also einen Download Titel vorliegen, zu dem ich mich äußern möchte. Die Rede ist von „Heist – Der letzte Coup“ (Originaltitel: Heist) von 2001 von Regisseur und Drehbuchautor David Mamet. In den relevanten Figuren befinden sich gute und erprobte Darsteller. Darunter Gene Hackman, Danny DeVito, Delroy Lindo, Sam Rockwell und Rebecca Pidgeon. Ich konnte mir den vielversprechend ausgestaltet wirkenden Titel genauer anschauen und berichte über die iTunes Download Fassung.

[Inhalt]
Keiner hat längere Finger als Gaunerkönig Joe Moore (Gene Heckman). Er und seine Partner haben laut Polizeiakten eine „weiße Weste“, bis sie bei einem Juwelen-Coup von einer Überwachungskamera gefilmt werden. Joe hält es für das Beste, sich zur Ruhe zu setzen. Doch seine Rechnung geht nicht auf. Denn sein Hehler Bergman (Danny Devito) weigert sich, Joe seinen Anteil am Juwelen-Coup auszuzahlen. Er hat ein noch viel größeres Ding vor und auch dafür soll Joe seinen Kopf hinhalten. Jeder arbeitet gegen jeden – und bis zum Schluss bleibt offen, wer sich die heißbegehrte Beute sichern kann.
(Quelle: iTunes)

[Kommentar]
Ich mag solche Filme unbedingt. Für mich ist „Heist“ ein Gauner-Thriller, wie er im Filmbuch im klassischen Sinne zu stehen hat. Wow, es trat das ein, was ich mir unter dem Titel vorstellte. Die Erwartungen an einen solchen Thriller erfüllte der Film in vielerlei Hinsicht auch. Unheimlich behilflich zeigen sich dabei die darstellerischen Leistungen der beteiligten Mimen. Sie sind allesamt prima und füllen ihre Figuren zu einem guten Grad aus. Ausreichend glaubhaft und im Dialog überzeugend portraitieren die Darsteller ihre Alter-Egos vor der Kamera.

Die Story gefiel mir ebenfalls gut, vor allem, da sie einen gelungenen Spannungsbogen aufzuweisen hat. Betrüger betrügen Betrüger ist nun nicht so fürchterlich innovativ, wie man es im Marketing-Bereich eines Filmverleihs wahrscheinlich interpretiert bekommt. Natürlich, denn Werbung ist praktisch alles. Ist der richtige Nerv getroffen, der Magnet gesetzt, dann strömen die Massen und alles ist gut. Wenn nicht, werden wir hier vielleicht gar nicht über den Film lesen… Doch hier stimmt meines Erachtens alles soweit, wenngleich wohl der große Erfolgszug an „Heist“ vorbeizog.

Bei „Heist“ stimmt viel. Von den Masken und Kostümen über die gewählten Sets bis hin zur Erzählweise. Irgendwie wirkt alles wie aufeinander abgestimmt. Soetwas ist eher selten der Fall, ein Lob an den Schnittmeister, Regisseur sowie den Produktgestaltern an und für sich.

[Technik]
„Heist“ bietet sich in Form eines Standard Definition Transfers mit Seitenverhältnis 1.85:1 an. Dabei findet die recht einseitige Farbgebung viel Anklang beim Publikum, da sie trotz eingeschränkten Spektrums harmonisch und stimmungsvoll wirkt. Der anamorphe Transfer verteilt ausreichend Details und weist eine ordentliche Konturenzeichnung auf. Dunkel Bildbereiche gehören nicht zu den prunkvollen Momenten des Titels, sie verschlingen Details und lösen Konturen und Übergänge auf. Rauschen oder Verunreinigungen treten nicht auf den Plan, die Kompression arbeitet sauber und eine gelungene Bildruhe kommt zustande.

Tontechnisch gibt es einiges zu bieten, wenn es um das Thema an sich geht. Die Darbietung hier haut niemanden vom Hocker, beweist jedoch ein ausgeprägtes Talent zur Erzählung einer spannenden Crime-Story mit einem intelligent gestalteten Verlauf. Im technischen Sinne bedeutet dies, wir bekommen es zu tun mit jeweils einem Dolby Digital 5.1-Surround Sound in den Sprachen Deutsch und Englisch. Beide Tonspuren geben sich nicht viel und beweisen, dass das auch alles hier recht umspektakulär klingen kann. „Heist“ hat zwar seine Momente, erweist sich jedoch ansonsten als sehr durchschnittlich. Verständlich und solide, jedoch nicht nichts besonderes.

[Fazit]
Eine High Definition Fassung gibt es noch nicht im deutschen Handel. Selbst die Standard Definition DVD Version kostet bei amazon 24,- Euro, was ich mir gar nicht wirklich gut erklären kann, immerhin ist der Titel nun kein Oscar-Preisträger oder irgendwie ansonsten besonders. Hier getestet ist die Download Version aus dem iTunes Store, sie läuft rund 104 Minuten und kommt in Form einer 2,05 GB Video-Datei daher. Extras gibt es nicht, immerhin die zwei Tonspuren (Synchron- und Originalfassung). Wer nun ein Fan der beteiligten Darsteller ist oder aber das Thema mag, der findet hier nicht nur einen würdigen Genre-Vertreter, sondern auch davon ab einen unterhaltsamen Thriller.

Andre Schnack, 15.05.2014

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆