Hellboy – Call of Darkness

Action/Adventure/Fantasy
Action/Adventure/Fantasy

[Einleitung]
„Hellboy – Call of Darkness“ – was für ein Titel. Doch man möge bedenken, dass es sich hierbei um die Umsetzung einer Comic-Figur handelt in den Realfilm handelt. Heute ist das überhaupt nichts mehr spektakuläres oder ungewöhnliches. Doch „Hellboy“ ist etwas anders, und ziemlich rot. Regisseur Neil Marshall fertigte 2019 den Film nach einem Drehbuch von Andrew Cosby und Mike Mignola. In in den führenden Rollen sind vor allem zu sehen: David Harbour, Milla Jovovich, Ian McShane, Daniel Dae Kim sowie Sasha Lane. Ich war gespannt auf die Blu-ray Disc mit HD aus dem Programm von universumfilm.

Inhalt
Im Kampf gegen das Böse kann es nur einen geben: Halbdämon Hellboy (David Harbour)! Mit geschärftem Schwert, glutroten Hörnern und legendärer Eisenfaust hat er diesmal eine ganz besonders apokalyptische Mission: Er muss die mächtige Hexe Nimue (Milla Jovovich) und das Monster Gruagach stoppen, die zusammen mit einer Reihe weiterer mythischer Wesen, Tod und Zerstörung unter die Menschen bringen wollen. Doch dafür brauchen sie Hellboy.

Denn seine Bestimmung war einst, selbst den Weltuntergang zu starten – bis sein Ziehvater Professor Broom (Ian McShane) ihn auf die gute Seite holte und als Spezial-Agent gegen die Monster dieser Welt einsetzte. Während Hellboy nun von Broom für einen Auftrag nach London geschickt wird, zieht Nimue eine Schneise der Verwüstung durch ganz England. Und plötzlich sehen sich Hellboy und seine Mitstreiter Alice (Sasha Lane) und Ben (Daniel Dae Kim) nicht nur mit einer Armee der Finsternis konfrontiert, sondern auch mit ureigenen Dämonen. Die blutrote Schlacht kann beginnen!
(Quelle: universumfilm)

[Kommentar]
Es gibt eine ganze Menge an Super-Helden, oder eben das, was wir im Allgemeinen darunter verstehen. Das sind Figuren, meist humanoider Gestalt und ansehnlicher Erscheinung, welche gesegnet durch irgendetwas, irgendwelche besonderen Kräfte haben und diese durch das Motto „Macht bringt Verantwortung mit sich“ auch für das Gute einsetzen. So ist es zumindest meistens der Fall. Doch dann gibt es auch noch die dunkleren Helden, oder Anti-Helden. Um ein prominentes Beispiel zu nennen: Deadpool. Weniger prominent im Kino gewesen, doch ebenfalls aus der Comic-Welt entsprungen: Hellboy. Nunmehr hier auch eher der düstere, bös’ wirkende Anti-Held, der sich allerdings durchaus für Gutes einsetzt.

Damit haderte ich anfänglich ein wenig. Doch wenn man offen an das Thema herantritt, und das sollet man doch bei Comic-Umsetzungen ohnehin tun, so gefällt der Film auf Sicht und unterhält auch ganz gut. Der gesamte eher Fantasy-angehauchte Themenkomplex konnte mich vom Stil und der gesamten Attitüde her überzeugen, nur mit dem Super-Helden wider Willen fremdelte ich lange Zeit. Doch zwangsweise muss einem mit Hellboy warm werden. Schließlich ist viel in rot gehalten und hat mit heissen Element zu tun: Feuer. Tricktechnisch bringt dies auch Anforderungen mit sich, denen man gewachsen ist. „Hellboy“ hat hier seinen dritten Auftritt auf der großen Leinwand.

Mit gefiel dieser Auftritt durchaus gut. Nach den besagten Herausforderungen ließ ich mich auf die dünne Story und dem gelungenen Erzähl-Stil, der scharfen Optik und visuellen Finesse, sowie den schrägen Figuren und Charakteren ein. Dann tauchte ich ab in eine Welt, in der man das Gute suchen muss. Es erhalten sollte. So ergibt für mich am Ende alles mehr Sinn und „Hellboy“ ist mehr Super-Held für mich denn je zuvor.

[Technik]
Natürlich ist der Höllenjung auch in High Definition unterwegs, keine Frage. Dabei bemessen sich die Aufnahmen nach dem 2.40:1-Ratio im 16:9-Format, Full HD 1080p wird somit präsentiert und schaut auch von Beginn an ziemlich gut aus. Nach meinem Dafürsein ist es der Farbton rot, der hier die Überhand erringt. Bereits in den ersten, sehr hochwertigen Schwarz-Weiß-Aufnahmen beginnt das gesamte Farbspiel des Films mit … genau, rot. Das hat bei schlechter Ausleuchtung nicht nur Vorteile für den Transfer, doch allen Herausforderungen zum Trotz hinterlässt der Film einen rundum soliden, geordneten, ruhigen und doch dynamischen Eindruck, wenn es darauf ankommt.

Von Kompressionsartefakten bleiben wir verschont. Beim Bild sowie beim Ton. Letzterer kommt wahlweise in den Sprachen Englisch und Deutsch zur Geltung. Dabei handelt es sich in beiden Fällen um das Dolby Atmos-Format, nachdem sich der Ton hier richtet. „Hellboy“ ist niemand, der sonderlich zimperlich mit seinen Gegnern umgeht. Was zum einen natürlich einiges an Potenzial mit sich bringt, zum anderen auch Anforderungen und Ansprüche stellt. Das Verhältnis ist gelungen, der Ton ausreichend lebhaft und dynamisch, sowie auch räumlich und doch klar, wenn es darauf ankommt. Wie schön, denn die Sprachausgabe (getestet Deutsch) stellt ebenfalls keinen Anlass zur Kritik. Untertitel: Deutsch.

[Fazit]
Ich will gar nicht sagen, dass ich komplett unvoreingenommen an den Titel heranschritt. Doch tat ich dies auch als Geschmacksache ab, die mich nicht irritierten sollte. Ich tat gut daran, denn mit seinem eigensinnigen Charme konnte mich Hellboy dann doch bekehren, oder besser, unterhalten. Auf der Laufzeit von 130 Minuten wird sich ordentlich Zeit genommen für diese Comic-Adaption. Neben dem Hauptfilm, freigegeben ab 16 Jahren, gibt es auch noch etwas Bonusmaterial vorzufinden. Dieses erfüllt alle Ansprüche an den Standard und ist auch technisch solider Natur. „Hellboy – Call of Darkness“ kommt am 23. August aus der Tiefe der Hölle gekrochen, direkt in den Handel…

  • Tales of the wild hunt: Hellboy Reborn
  • Deleted Scenes
  • Previsualizations
  • Featurettes

Andre Schnack, 19.08.2019

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆