Hell’s Angels vs. Bandidos – Der Rockerkrieg

Dokumentation
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[Einleitung]
Wahrscheinlich gibt es zahlreiche Sendungen über sie. Einige Polizeiberichte, vielleicht sogar Spezialisten beim BKA. Außerdem muss es Bücher über sie und vielleicht sogar zum Teil von ihnen geben. Die Rede ist von den Hell’s Angels, sowie den Bandidos. Zwei Biker-Banden, die es nicht nur auf Motorradfahren abgesehen haben, sondern vielmehr in einem der brutalsten und langwierigsten Bandenkriege überhaupt die führenden Rollen spielen. Mit dem Titel „Hell’s Angels vs. Bandidos – Der Rockerkrieg“ erscheint aus dem Angebot von Ascot Elite Home Entertainment eine Dokumentation zum Thema. Als Regisseur kam hier Mikael Lefrancois und Xavier Deleu zum Einsatz, die französische Produktion ist auf Einsatz der beiden vorgenannten Filmemacher zurück zu führen.

[Inhalt]
Die Hells Angels sind ein Mythos, genau wie die Maschinen, die sie fahren, die Harley Davidson. Doch den berühmtesten Biker-Club der Welt umweht statt des Hauchs von Freiheit und Abenteuer immer mehr die blutige Aura des organisierten Verbrechens. Mit ihren Erzrivalen, den Bandidos, kämpfen sie weltweit um die Vorherrschaft in Drogenhandel, Prostitution und anderen illegalen Geschäften. In Europa war bis vor kurzem Deutschland das Hauptschlachtfeld für die beiden Clubs. Es sind geheime Bruderschaften mit eigenem strengen Ehrenkodex. Wer Mitglied werden will, muss sich demütig einem langen Aufnahme-Prozess unterziehen. Französischen Journalisten ist es gelungen, ihr Vertrauen zu gewinnen und einen Blick in die verschwiegene Welt der Biker zu werfen.
(Quelle: Ascot Elite Home Entertainment)

[Kommentar]
Die „Hell’s Angels“ sind bestimmt mehr als eine Rocker-Bande und vielleicht auch mehr als ein bekannter Motorad-Club. Verbindungen zum organisierten Verbrechen soll es geben, und wenn man den Titel dieser DVD liest, so scheint es sogar zwischen den beiden Clubs eine bereits seit Jahren bestehende Rivalität zu geben. Auch in den Nachrichten konnte man bereits Aktionen beider Vereinigungen in den letzten Jahren verfolgen, bzw. Informationen dazu gewinnen. „Hell’s Angels vs. Bandidos“ beschäftigt sich genau mit der vorgenannten Rivalität, die hier als Rockerkrieg tituliert wird. Dabei kommt alles mögliche an Aufnahmen verschiedener Quellen zum Einsatz. Das ganze wirkt dann tatsächlich wie eine Reportage eines TV-Senders. Und inhaltlich ist die Dokumentation ebenfalls rundum sehenswert.

[Technik]
1.78:1, auf dieses Seitenverhältnis setzt „Hell’s Angels vs. Bandidos – Der Rockerkrieg“ und bedient sich zusätzlich der anamorphen Erweiterung, wie es sich eben heutzutage gehört. Der 16:9-Transfer wirkt ausreichend frisch und sauber, wenngleich die Quellen wohlmöglich und wahrscheinlich recht unterschiedlichen Ursprungs sind. Das zieht sich dann auch durch das Bild hindurch. Denn hier und dort sind Kontrast, Farbgebung und Sättigungsgrad sowie Ausleuchtung natürlich davon abhängig, unter welchen Umständen mit welcher Ausstattung gefilmt wurde. „Hell’s Angels vs. Bandidos“ ist eine recht moderne Sendung, die keine großen Anspruch darauf erhebt, dass wir es mit sehr guten Bildern zu tun bekommen.

Kommen wir zur tonalen Seite der Standard Definition DVD. Es gibt deutschsprachigen Sound im Format DTS und Dolby Digital 5.1, englischen Ton hingegen finden wir ausschließlich im Mehrkanaltonformat des Anbieters Dolby vor. Richtig knattern tut das hier nicht. Kein Wunder, handelt es sich doch um eine Dokumentationssendung mit eher inhaltlichen Stärken, als einer voluminösen oder gar sonderlich räumlichen Klangdarstellung. Vielmehr herrscht unterer Durchschnitt vor. Es wird geliefert, was vonnöten ist. Untertitel sind glücklicherweise in deutscher Sprache vorhanden.

[Fazit]
Lehren will uns diese Dokumentation nichts großes. Auch ergreift sie keinesfalls Partei oder bezieht politisch Stellung oder läuft Gefahr das Gesicht und den Wert dieser Sendung zu verlieren. Stattdessen wird mehr oder weniger in konzentrierter Form das geliefert, was viele von uns schon lange Zeit wissen, nur eben in einer sehr authentischen Art der Darstellung. Allerdings erschlägt einen dann doch schon das Thema ein wenig, da es irgendwie harter Tobak ist. Die kurze Laufzeit von rund 58 Minuten reicht vollkommen aus, um einen guten Überblick über das Thema zu bekommen. Die eingesetzte DVD ist eine einseitige und zweischichtige Disc (DVD Typ 9), Erscheinungstermin ist der 25. Oktober 2011, die Altersfreigabe liegt bei ab 16 Jahren. Als Bonusmaterial gibt es eine Sendung mit dem Titel „Die inoffizielle Geschichte der Harley-Davidson“ mit einer Laufzeit von rund 56 Minuten, und zwei Trailer sind noch mit an Bord.

Andre Schnack, 24.10.2011

  Film/Inhalt
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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