Indiana Jones Complete DVD Movie Collection: Bonus Disc

Bonus DVD
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[Einführung]
1981 erfolgreich in den Kinos: „Jäger des verlorenen Schatzes“ (Originaltitel: Raiders Of The Lost Ark), gefolgt 1984 von „Tempel des Todes“ (Originaltitel: Indiana Jones And The Temple Of Doom), beendet durch „Der letzte Kreuzzug“ (Originaltitel: Indiana Jones And The Last Crusade) in 1989. Die Rede ist von Jones, Indiana Jones. Die lang ersehnte Indiana Jones DVD Movie Collection von Paramount Home Video erscheint nun endlich. Wir konnten uns die gesamte Box ansehen und über die verschiedenen Aspekte berichten. Harrison Ford – aka Indiana Jones – trifft bei seinen drei Geschichten unter anderen auf Karen Allen, Paul Freeman, Kate Capshaw, Jonathan Ke Quan, Sean Connery, Denholm Elliott, Alison Doody, John Rhys-Davies und Julian Glover.

[Inhalt, Technik]
Ob es die schwert-tätowierte Bruderschaft des Grals zu dessen Schutze, die bewaffneten Wächter aus der indischen Todesmine oder aber miesgelaunte Ägypter mit Touristenhass sind – Indiana Jones ist praktisch allem gewachsen und tritt gegen oftmals überzählige Widersacher und den Erzfeind, den deutschen Nazis des Dritten Reichs, gleichzeitig an. Im dritten Teil treffen wir an seiner Seite den sehr charismatischen Dr. Jones Senior an, perfekt portraitiert durch Sean Connery. Öfters mit on tour, eine hübsche Begleitung des schönen Geschlechts. Im ersten Teil ist es Karen Allen, im zweiten Kate Capshaw und im dritten Alison Doody.

Exzellente Technik
Exzellente Technik

Die drei Abenteuer wurden in der Story-Idee erfreulich abwechslungsreich im „Adventure“-Charme im zeitlosen, klassischen und extrem kurzweiligen Stil inszeniert und dabei mit einer erfrischenden Portion Humor abgeschmeckt. Diese Komik, die dichte Atmosphäre und Harrison Fords Leistungen als Schauspieler in den Rolle des charmant charismatischen Archäologen mit Peitsche und Kunstsinn, Schlagfertigkeit und Schwäche für die Frauenwelt, machen die unvergessliche Seele der Trilogie aus. Realismus steht hinter der Unterhaltung, Comedy und Action sind gleich vor.

John Williams Musik steht der tollen Choreografie, den schönen Sets und Locations. Das Drehbuch und die Regiearbeit beweisen in allen drei Titeln Klasse, wenngleich das Mittelstück in Indien etwas gegenüber den anderen Teilen schwächelt. Die Trilogie des auf Praxis ausgerichteten, passionierten Artefaktegräbers mit Schlapphut gehört zu den großen Ereignissen der Kinogeschichte.

Das Bonusmaterial besteht aus mehr als nur dem THX-Optimizer und den Link zu Indiana Jones.com, welche sich auf den drei Film-DVDs befinden. Da wären:

Dokumentation „Herstellung der Trilogie“
Unter diesem Punkt des Menüs befindet sich der Zugriff auf eine insgesamt dreiteilige Dokumentation über die Entstehung der Indiana Jones Filme. Die Teile besitzen insgesamt eine Laufzeit von rund 127 Minuten. Inhaltlich werden zahlreiche interessante Hintergrundinformationen übermittelt. Interview-Ausschnitte geben Einblicke in die Entstehungszeit, Bilder und Aufnahmen von Sets gibt es neben Filmszenen ebenfalls zu sehen. Zahlreiche Film-Beteiligte melden sich hier zu Wort und geben viele Informationen preis.

Featurettes: Die Stunts (11 Min.), Der Sound (13 Min.),
Die Musik (12 Min.) und Das Licht und die Magie (12 Min.)
Die vier Featurettes bieten mit ihrer Gesamtlaufzeit von rund 48 Minuten ebenfalls viele Einblicke in die verschiedenen Teile der Filmproduktion. Hinter den Kulissen-Aufnahmen, Interviews und Bilder sorgen hier ebenfalls für Atmosphäre und gestalten die interessanten Informationen sehenswert.

Sieben Trailer runden das Angebot ab und sorgen für eine lang anhaltende Unterhaltung. Indiana Jones Fans sind begeistert, alle anderen auch. Doch nur auf dem ersten Blick. Denn der Aufwand des Bonusmaterials hält sich in Grenzen, und es hat auch schon mehr gegeben. Was ist mit geschnittenen Szenen, Goofs oder eine Fotogalerie oder einem Audiokommentar? Das hier offenbarte Angebot hinterlässt einen guten Eindruck – keine Frage. Im Nachhinein hätte es jedoch noch üppiger ausfallen können.

Die technische Leistung des Bonusmaterials geht in Ordnung. Hier wird niemand mit höchster Güte vom Hocker gehauen, was auch nicht zwangsläufig notwendig ist. Es wird vielmehr eine gesunde Wiedergabe eines inhaltlich interessanten Materials abgeliefert, die den technischen Anforderungen einer Dokumentation gerecht wird.

André Schnack, 10.11.2003

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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