Johnny English

Action/Comedy/Family
Action/Comedy/Family

[Einführung]
„Johnny English“ – so lautet der Titel der Filmproduktion von Regisseur Peter Howitt von 2003. Die Bond-Persiflage mit Rowan Atkinson in der Hauptrolle entstand nach einem Drehbuch von Neal Purvis, William Davies und Robert Wade. In weiteren Rollen sind Tasha de Vasconcelos, Ben Miller, Greg Wise, Douglas McFerran und John Malkovich zu sehen. Die DVD Fassung des Films erscheint von Universal hierzulande. Wir konnten einen Blick auf den Datenträger und seinen Inhalt werfen.

[Inhalt]
„Von den Machern von ‘Mr. Bean – der ultimative Katastrophenfilm kommt jetzt eine unwiderstehliche Spionagekomödie. Rowan Atkinson ist Johnny English, der letzte britische Spion … und obendrein Großbritanniens allerletzte Hoffnung! Mit tatkräftiger Unterstützung seines Assistenten Bough (Ben Miller, ‘Das B-Team‘) soll er den geheimnisvollen Raub der britischen Kronjuwelen aufdecken. Seine Hauptverdächtigen sind dabei der undurchsichtige französische Geschäftsmann Pascal Sauvage (John Malkovich) und die verführerische Doppelagentin Lorna Campbell (Natalie Imbruglia). Nun muss Johnny die Wahrheit herausfinden, ohne dass der Stolz einer ganzen Nation Schaden nimmt … oder gar sein Aston Martin! Diese völlig abgedrehte Agentenkomödie garantiert beste Unterhaltung für die ganze Familie!“ (Verpackungstext)

[Kommentar]
Rowan Atkinson – aka Mr. Bean – macht sich so grandios leider nicht in seiner Agentenrolle. Was aber daran liegt, dass der Film an seine Person angepasst erscheint, was wiederum zur Folge hat, dass sich der Fokus des Gesamten auf seine Figur, Johnny English, beschränkt. So würde der Film ohne ihn nichtig sein und kaum wirken, und das lässt auf das Niveau der weiteren Zutaten schließen. Als Bond-Persiflage oder Versuch, dem beliebten Austin Powers Konkurrenz zu machen, nicht ernst zu nehmen. Unabhängig davon betrachtet jedoch auch nicht zu verachten. Johnny hat seine Momente, wenn diese jedoch auch nicht überwiegen. Wer Lachsalven erwartet, wird enttäuscht werden, wer ansehnliche Unterhaltung sucht, die kann der Mr. Bean im Agentenfummel bieten. Die Story fängt träge an, entwickelt sich positiv und weis im weiteren Verlauf auch mehr Action und „Agententätigkeiten im Sinne eines James Bond“ auf. Der Humor ist oft der gleiche: English stellt sich extrem dumm an und kann sich mit seiner Blender-Natur immer sauber aus der Affäre ziehen. Manchmal witzig, manchmal nicht. Regisseur Howitt schuf keine 1A-Comedy, dafür aber einen unterhaltsamen Streifen, der kurzweilig die Zeit vertreibt.

[Technik]
Das Geschehen erstrahlt im anamorphen Breitbild im Format 1.85:1 und hinterlässt einen gelungenen Eindruck. Schwarzlevel und Kontrast machen sich ganz gut, recht selten gehen Details verloren. Die Farben wirken leider nicht ganz so frisch und natürlich, wie wir es erwartet hätten. Leider zieht sich durch den gesamten Film ein leichtes Großflächenrauschen, was teils auch die Kantenschärfe eine Spur negativ beeinflusst. Frei von Drop-Outs und anderen Verunreinigungen kann die Kompression einen guten Eindruck hinterlassen und das Geschehen besitzt eine hohe Plastizität. Die Harmonie rückt Johnny ins rechte Licht.

Kommen wir zum Ton, welcher sich in den Sprachen Deutsch (Dolby Digital 5.1 und DTS 5.1) und Englisch (Dolby Digital 5.1) auf der DVD befindet. In den actiongeladenen Momenten steht der Ton seinem Format und wider Erwarten werden einige räumlich wirklich gelungene Tonsequenzen präsentiert. Auch die voluminöse Wiedergabe des Musik-Soundtracks verzückt und lässt Zufriedenheit aufkeimen. Ausgewogen und sauber präsentiert sich auch die Einbindung der Sprachausgabe. Untertitel gibt es optional in den Sprachen Deutsch und Englisch.

[Fazit]
Nicht jedermanns Geschmack, wie es bei Komödien mit englischem Charakter des Öfteren der Fall ist. Dennoch bringt „Johnny English“ Stimmung auf die Mattscheibe und bereitet für rund 84 Minuten zügige Unterhaltung. Abgelegt auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) fühlt sich der Inhalt sichtlich wohl. Das ansprechend designte Menü bietet nebst Kapitelauswahl und Einstellungen auch noch Vollzug auf die folgenden wesentlichen Features der Bonusausstattung: ein Making Of (25 Min.), ein Beobachtungs-Test, welcher Zugriff aus geschnittene Szenen bietet; Download-Links und einige Hintergrundinformationen, die technisch aufwendig angerichtet wurden. Die Altersfreigabe liegt bei 6 Jahren. Erscheinungstermin war der 01. September. Wer Atkinson mag, oder offen für jede Art der Blödelei ist, der sollte sich diese Disc genauer ansehen.

André Schnack, 19.09.2003

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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