Judgment Night – Zum Töten verurteilt

Action/Crime/Drama
Action/Crime/Drama

[Einleitung]
„Judgment Night – Zum Töten verurteilt“ von 1993 erzählt uns von einer Geschichte, die sich aus Crime- und Thriller-Elementen zusammensetzt und dazu auch noch etwas Drama und Action bieten soll. Ich war gespannt darauf. Diese High Definition Blu-ray Disc erscheint aus dem Angebot von Concorde Home Entertainment. Regisseur Stephen Hopkins arbeitete dabei nach einem Drehbuch von Lewis Colick. Auf den relevanten Positionen sehen wir Cuba Gooding Jr., Denis Leary, Stephen Dorff und Emilio Estevez.

[Inhalt]
Kannst du töten, wenn du musst? Mit Kumpels in einem Wohnmobil zu einem Boxkampf zu fahren, hört sich für Frank nach einem geilen Plan an. Allerdings sind sie spät dran und suchen eine Abkürzung durch das heruntergekommenste Viertel Chicagos. Dort fahren sie zu allem Überfluss einen Jungen an, den sie in ihrem Gefährt versorgen. Das „Unfallopfer“ stellt sich allerdings als angeschossener Drogenkurier heraus. Dessen Boss Fallon lässt niemand, der ihn hintergeht, am Leben. Mordzeugen aber auch nicht…
(Quelle: Concorde Home Entertainment)

[Kommentar]
Titel, unbekannt. Darsteller, durchaus bekannt bis sehr bekannt: Cuba Gooding Jr., Denis Leary und Stephen Dorff erfreuen sich doch bestimmt einiger Bekanntheit. Emilio Estevez rundet das Angebot ab. Soviel zu dem, was unmittelbar vor der Kamera geschieht. Erzählt wurde der Thriller mit einem ausreichend vorhandenem Gespür für die notwendige Spannung und Momente, die der Geschichte zugute kommen. Die Figuren sind etwas dürftig, sie nutzen das Potenzial nicht aus. Das Potenzial? Das ist eher überschaubar…

Dennoch überraschte mich der Titel mit seiner Spannung und der gelungenen Handwerkskunst angenehm. Mir gefiel der Stil und seine insgesamt recht verträgliche Art und Weise. Auch der Western-Flair inmitten einer amerikanischen Großstadt sagt mir zu. Stetig weht ein wahrnehmbarer Wind durch die überwiegend schattigen Gassen, durch die unsere vier Anti-Helden sowie dunkle Gestalten huschen. Aufbau und Ablauf sind weniger innovativ als Durchschnitt.

[Technik]
High Definition kann sehr gut ausschauen. Das ist hier leider nicht ganz der Fall. Wir haben knackige Farben, allerdings etwas zerfranste Konturen, was eine spürbare Unschärfe zur Folge hat, die wir nicht mit High Definition übereinander bekommen. Die hellen Aufnahmen neigen zum Überstrahlen, die weniger hellen Bereiche hingegen schützen nicht ausreichend Bilddetails. Die Konturen schwächeln, die Sauberkeit ist in Ordnung. Seitens der Kompression gibt es keine Mangelerscheinungen. Alles wirkt eben nur ein bisschen alt und vielleicht war es auch einfach, dass damals nicht die beste Technik zum Einsatz kam.

Viele Dialoge und eine spannungsreiche musikalische Begleitung gehören zu den Zutaten. So richtig tief greift der Surround Sound nicht in die Trickkiste. Und so kommt es, dass der gebotene deutsche und englischsprachige DTS-HD Master Audio 5.1 zwar mit seiner Wiedergabe der Umgebungsgeräusche für Gefallen sorgt, bei der diffizilen Aussteuerung hingegen etwas nachlässig erscheint. Die Sprache ist durchgehend verständlich. Tragendes Element ist hingegen die Musik. Die Surround Effekte sind eher Durchschnitt.

[Fazit]
Wenngleich der Zusatztitel „Judgment Day“ für mich unauflöslich mit „Terminator 2“ verbunden ist, so kann ich auch „Judgment Night“ wirklich viel positives abgewinnen. Aber dann kam die Überraschung, denn was als Namen nicht zieht, dass gewann inhaltlich durch seine klassische und irgendwie auch coole Inszenierung. Die Laufzeit von 110 Minuten befindet sich auf einer einseitigen und zweischichtigen Blu-ray Disc (BD 50). Extras setzen sich zusammen aus Trailer und einem Wendecover. Das war es dann aber auch schon mit der Ausstattung. Den oben nicht erwähnten Dolby Digital 2.0-Ton in deutscher Sprache möchte ich hier noch nachreichen. FSK ab 16 Jahren, zu haben seit dem 8. Dezember.

Andre Schnack, 01.02.2017

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆