Kalahari – Afrikas paradiesische Wüste

Dokumentation
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[Einleitung]
Eine neue Dokumentation schreitet ins Heimkino, sie trägt den Titel „Kalahari – Afrikas paradiesische Wüste“. Eine Sendung über die jenen Teil in Afrika, der sich in der Regenzeit aus trockener Einöde erhebt und zu einem fruchtbaren Paradies verwandelt. polyband bringt uns diese zweiteilige Sendung nun auf Standard Definition ins Haus. Buch und Regie übernahmen Tim Liversedge, auch hinter der Kamera befand sich der Mann zuweilen. Wir konnten uns die Inhalte, die technische Umsetzung und Ausstattung genauer anschauen und berichten.

[Inhalt]
Die Kalahari-Wüste mit ihren zahlreichen Naturschutzgebieten ist eine Landschaft der Gegensätze. Die längste Zeit des Jahres wirkt die sonnenversengte Welt der Sandwüste gespenstisch leer, durchzogen von Spuren, die scheinbar ins Nichts führen. Dennoch haben sich zahlreiche Tier-und Pflanzenarten hier in der Dürre einen Lebensraum geschaffen. Einmal im Jahr jedoch verwandelt sich die ausgetrocknete Landschaft in ein blühendes Paradies. Nach den ersten ausgiebigen Schauern zeigt die Kalahari ihr zweites Gesicht: gefüllte Wasserlöcher, grüne Weiden und, so weit das Auge reicht, nichts als sattes Leben.

Vergessen scheinen die Zeiten des großen Dursts. Und der Fluss Okawango sorgt für eine grüne Oase. Sein Ursprung liegt in den Bergen Angolas, und sein Ende formt das weltweit größte Binnendelta: das berühmte Okawangodelta im Nordosten Botswanas. Der südafrikanische Tierfilmer-Star Tim Liversedge zeigt einen der berühmtesten Schauplätze klassischer Tierdramen in neuem Licht. Die Dokumentation umfasst zwei Teile à 45 Minuten:

Teil 1: Okawango – Oase in der Wüste
Teil 2: Kalahari – Der große Durst
(Quelle: polyband)

[Kommentar]
Der südafrikanische Tierfilmer Tim Liversedge begeistert hier mit Aufnahmen, die man nicht alltäglich vor die Linsen bekommt. Es sind nicht nur die Bilder von Fauna und Flora, die uns begeistern. Sondern auch von Situationen und Szenerien, die ihre optische Wirkung noch nicht in dieser Intensität ausspielen konnten. „Kalahari – Afrikas paradiesische Wüste“ teilt sich in zwei Abschnitte zu jeweils rund 45 Minuten ein. Ersterer beschäftigt sich mit der Okawango Oase inmitten der Wüste, der zweite Teil widmet sich letztgenannter Wüste und ihrem ewigen Durst nach Feuchtigkeit. Für mich stellt die Dokumentation keine Enzyklopädie auf natürliche Bestände dar, auch kein Lexikon, sondern ein visueller und informativer Auszug über ein Gebiet Afrikas, der seicht und angenehm unterhält und informiert.

[Technik]
„Kalahari – Afrikas paradiesische Wüste“ kommt mittels anamorpher Bilder im Format 1.77:1 daher. Alle gezeigten 16:9-Bilder entsprechen allerdings von Beginn an nicht einmal im groben unseren und den herkömmlichen Erwartungen an eine solche Sachsendung. Zwar variiert die Qualität der gezeigten Bilder hin und wieder recht stark. Alles in allem allerdings reicht es nicht aus, zu keinem Zeitpunkt. Es grießelt, die Körnung nervt zuweilen sogar, Unschärfen tun sich auf. Man kann der Kompression keinen Vorwurf machen, sie arbeitet recht ordentlich. Wenn die grundsätzliche Ausgangsgüte nicht ausreicht, so kann darauf kein gute Ergebnis aufsetzen. Das lehrt uns dieser Transfer.

Der akustische Teil ist umgesetzt mittels eines deutschsprachigen Dolby Digital 2.0-Tons. Untertitel, soviel vorne weg, gibt es auf der Disc überhaupt nicht vorzufinden. Es ist wie so oft bei Sachsendungen, es kommt einfach nicht sonderlich auf den Ton an. Und so ergibt sich das akustische Bild, dass wir mit der gebotenen Leistung zufrieden sein können. „Kalahari“ hat neben der musikalischen Beisteuerung auch einige Hintergrundgeräusche und natürlich noch die Sprecher im Programm zu bieten. Seitens der Wertigkeit weder eine positive noch negative Überraschung, einfach nur Durchschnitt.

[Fazit]
Dokumentationsmacher und treibende Kraft hinter dem Titel „Kalahari – Afrikas paradiesische Wüste“ Tim Liversedge schuf eine interessante und unterhaltsame Sendung in zwei Teilen über einen geografischen Teil, der jeden fasziniert. Insgesamt bieten beide Sendungen jeweils eine Laufzeit von rund 45 Minuten an, summiert ergibt sich die Gesamtspieldauer von 90 Minuten. Zum Einsatz gelangte eine einseitige und zweischichtige DVD des Typus 9. Extras im herkömmlichen Sinne sind nicht auf der Disc auszumachen. Erscheinungstermin der Scheibe war der 25. Februar zu einem Preis von rund 17,- Euro. Wer Naturfilme mag, der sollte hier nicht lange überlegen und kann zugreifen. FSK: Ohne Altersbeschränkung.

Andre Schnack, 11.04.2011

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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