King Kong (1976)

Adventure/Horror/Thriller
Adventure/Horror/Thriller

[Einleitung]
Ganz eindeutig unter der Rubrik Klassiker ist dieser Film mittlerweile auch schon einzuordnen, das „King Kong“-Remake von 1976 mit Jeff Bridges (The Big Lebowski), Charles Grodin (Clifford) und Jessica Lange (Titus) in den Hauptrollen. Der Film von Regisseur John Guillermin (Tod auf dem Nil) entstand nach einem Drehbuch von Merian C. Cooper und Edgar Wallace nach der 1933 fertig gestellten Vorlage von James Ashmore Creelman und Ruth Rose. Kinowelt Home Entertainment bringt uns diesen Streifen nun als DVD-Fassung auf den Markt. Wir testeten die DVD und berichten…

[Inhalt]
Fred Wilson (Charles Grodin), Angestellter eines großen amerikanischen Öl-Konzerns, hat den Auftrag, neue Erdölquellen ausfindig zu machen. Mit einem gecharterten Boot macht er sich auf die Reise zu einer noch unbewohnten Insel. Mit an Bord ist auch ein blinder Passagier: Der Anthropologe Jack Prescott (Jeff Bridges) schmuggelte sich auf das Schiff, denn er will auf dieser Insel eine seltene Affenart untersuchen. Unterwegs nehmen sie noch die hübsche Dawn (Jessica Lange) mit an Bord, die sie in einem Rettungsboot auflesen. Als das Schiff vor der Insel vor Anker geht, stellt sich jedoch heraus, dass diese doch nicht so unbewohnt ist, wie allseits angenommen. Die dort lebenden Eingeborenen führen gerade ein merkwürdiges Ritual auf, um einem überlebensgroßen Affen namens „Kong“ zu huldigen. Als sie die blonde Dawn erblicken, haben sie ihr „Opfer“ gefunden…

[Kommentar]
Ein typisch amerikanischer Film der späten 70er Jahre. Die leichte Selbstkritik wird von vielen Gesichtern von Abenteuergeist, der Gier nach dem „großen Fisch“ und der eigenen Verwirklichung übertüncht. Es gilt etwas in den Pioniersgeist zu wecken und schließlich um finanziellen Erfolg. „King Kong“ spiegelt die Thematiken gut wider und hat neben einer Reise ins Ungewisse auch noch etwas Liebesgeschichte und Horror mit im Gepäck. Die darstellerischen Leistungen gehen in Ordnung, schüren aber nicht gerade einen Applaus. Von der musikalischen Untermalung her auch nicht gerade sonderlich anspruchsvoll, schade. Die Spezialeffekte von damals lassen in Anbetracht aktueller Werke ein Gähnen im Gesicht entstehen, wenngleich sie für die gebotenen Licht- und Schattenverhältnisse ausreichende Dienste leisten und dem Film eine gewissen Stimmung verleihen. Spannend wurde die Story umgesetzt, soviel steht fest. Es hapert zwar an einigen Kleinigkeiten, insgesamt jedoch bereitet „King Kong“ Spaß und bietet kurzweilige Unterhaltung.

[Technik]
Zur technischen Seite kann gelobt und geschimpft werden. Der Bildtransfer im Format 2.35:1 vermag durch seine anamorphen Bildeigenschaften auf dem ersten Blick zu gefallen, was sich bei genauerer Beäugung jedoch als Trugschluss herausstellt. Der Kontrast und die Farbgebung an sich gefallen sehr gut, doch bringen beide leider auch jeweils einige Nachteile mit sich. So leidet das Geschehen, überwiegend in den ohnehin schon dunklen Aufnahmen, an einem starken Verlust von Bilddetails im Schattenscharz, was im Übrigen des Films hingegen nicht weiter auffällt. Und ferner gibt auch stellenweise ein sehr leichter Rauschfaktor etwas Anlass zur Kritik. Von der Kompression her hingegen ein dickes Lob: nahezu fehlerfrei und frei von Störungen fühlt sich „King Kong“ sichtlich wohl.

Die Akustik der Geschichte spielt sich im englischsprachigen Dolby Digital Stereo- oder im englischen oder deutschen Mono-Format ab. Der Stereo-Ton klingt Nuancen weiter und in einem erwähnenswerten Grad dynamischer als die beiden monauralen Soundtracks. Letztere versorgen dank einer guten Sprachausgabe, einigen netten Geräuschen und einer nur stellenweise etwas dominanten Musik. Untertitel gibt es optional auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch und Holländisch hinzuzuschalten.

[Fazit]
„King Kong“ von Kinowelt Home Entertainment – als DVD-Fassung des nunmehr bereits 25 Jahre alten Films – bringt uns gelungenen Spaß in die heimischen vier Wände. Der Film wurde auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) abgelegt und verfügt über eine Laufzeit von ca. 129 Minuten. Freigegeben wurde „King Kong“ ab einem Alter von 16 Jahren. Über ein einfach gehaltenes Menü erhält der Betrachter nebst Kapitelzugriff und Toneinstellungen ferner Zugriff einen Trailer und eine Fotogalerie – mehr Extras befinden sich leider nicht auf dem Datenträger. Die Disk erschien am 20. August zu einem Preis von rund 20,- Euro. Wer sich als „King Kong“-Fan sieht oder aber Spaß an Filmen aus den 70 erlebt, der sollte hier zugreifen, alle anderen sollten vorab einen Blick riskieren. Fest steht jedoch: eine technisch und inhaltlich angenehme DVD.

„Jack, was haben Sie denn vor?“
„Ich will ein Boot klauen…“
„Und dann zur Insel fahren?“
„Ja, genau.“

André Schnack, 23.08.2002

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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