Lesbian Vampire Killers

Horror/Comedy
Horror/Comedy

[Einleitung]
„Shaun of the Dead“ feierte überraschenden Erfolg als britische Horror-Comedy. In diese Kerbe will auch das Schwesterprodukt „Lesbian Vampire Killers“ schlagen, ebenfalls aus England. Entstanden unter der Regie von Phil Claydon mit James Corden, Matthew Horne, Paul McGann und weiteren in den führenden Rollen versucht sich der Film an einem gewagten Sujet als Comedy. Das Drehbuch der Komödie rund um lesbische Vampire schrieben Stewart Williams und Paul Hupfield. Wir konnten uns diese High Definition Blu-ray Disc Fassung genauer anschauen und berichten über das Produkt aus dem Koch Media Programm.

[Inhalt]
Es läuft gerade nicht rund für die Kumpels Fletch und Jimmy. Der eine verliert seinen Job als Kinderclown, der andere wurde nun zum x-ten mal von seiner Freundin abserviert. Zeit für einen Tapetenwechsel: Die zwei machen sich auf den Weg in ein kleines walisisches Nest um endlich abzuschalten. Was die beiden leider nicht wissen: Über ihrem Feriendomizil lastet ein jahrhundertealter Fluch, der die jungen Frauen des Dorfes in lesbische Vampire verwandelt. Und diese haben Durst…
(Quelle: fairpress)

[Kommentar]
Betrachten wir mal sachlich diesen Film, so fällt auf, dass wir es mit einem experimentellen Wurf zu tun haben. Dies bezieht sich nicht auf die eingesetzte Handwerkskunst, sondern vielmehr auf die inhaltliche Kombination aus Horror und Comedy. Ähnlich haben wir so etwas bereits im vorgenannten „Shaun of the Dead“ gesehen oder aber in der deutschen Comedy „Die Nacht der lebenden Loser“ oder in „Stripper vs. Zombies“. Was nun „Lesbian Vampire Killers“ angeht, so können wir nicht nur einen gewissen Unterhaltungsgrad bezeugen, sondern auch einen durchaus logischen Aufbau einer leicht abstrusen Geschichte. Die darstellerischen Leistungen gehen allesamt in Ordnung und passen zum Inhalt. Kein großer Wurf, dennoch absolut unterhaltsam, dieses Werk.

[Technik]
„Lesbian Vampire Killers“ überzeugt nicht nur durch eine ansehnliche Optik insgesamt, sondern besticht auch durch eine gewisse technische Basis, welche eine gute Benotung überhaupt erst ermöglicht. Das Geschehen erfolgt in 1080p/24 Bildern im 2.35:1-Format, hochwertig, von Beginn an. Hier und dort nutzte man nicht die gebotenen Potenziale der High Definition-Auflösung, über die gesamte Laufzeit hinweg hingegen wird ein adäquates Niveau geboten. Ja, ein wenig höher könnte der Kontrast hin und wieder ausfallen, es ist noch nicht besorgniserregend, sondern nur zum Teil etwas unschön. Unabhängig dieser Unzulänglichkeit entstehen plastische und hochwertige Bilder, wie sie es ein Hollywood-Film mit sich bringt. Es ist aber gar kein Hollywood-Film.

Kommen wir zur Akustik. Die Schokoladenseite zu finden fällt hier etwas schwer. Richtig umhauen kann das tonale Aufgebot nicht wirklich. Was ein wenig schade ist, einige gute Effekte könnte ich mir an den verschiedenen Stellen gut vorstellen. Werden wir technisch: es gibt DTS 5.1 HD Master Audio-Format in den Sprachfassungen Deutsch und Englisch. Untertitel sind in deutschen Lettern vorhanden. „Lesbian Vampire Killers“ kann sich an keiner rühmlichen Leistung laben, ganz das Gegenteil ist eher der Fall. Denn die akustischen Finessen sind zuweilen keine und der Gesamte Mix aus Effekten, Musik und Sprache biedert sich am Durchschnitt an. Naja, immerhin kein richtiger Absturz, verbesserungsfähig hingegen allemal.

[Fazit]
Teils sehr flache Sprüche, arg übertönte Figuren und eine abgefahren einfache und doch abgedreht (inszenierte) Story, wie es sich nur im typischen B-Cinema zu sehen gibt. All das soll sich gar nicht negativ anhören, denn „Lesbian Vampire Killers“ vermag zu unterhalten, und letztlich ist es das was zählt. Auf einer Laufzeit von rund 83 Minuten, welche rasch verrinnen, gibt es lustige Dinge zu erleben. Die einseitige und zweischichtige Blu-ray Disc mit 50 GB Kapazität fasst folgendes Bonusmaterial, erreichbar über ein einfach gehaltenes Menü:

– Audiokommentar mit Regisseur Phil Claydon
– Making of „Resu(e)rrektion: LVK zum Leben erweckt“ (ca. 12 Minuten)
– Webisodes zu den Dreharbeiten (ca. 7 Minuten)
– Musikvideo des Titelsongs „Crying Blood“ von VV Brown (ca. 3 Minuten)
– Featurette „Fletch-Meister – Die besten Sprüche“ (ca. 6 Minuten)
– Featurette „Huren des verfluchten Hades – Die besten Flüche“ (ca. 2 Minuten)
– Originaltrailer

Die Extras können sich durchaus sehen lassen, es sind einige Dinge dabei, die nicht nur interessant, sondern auch unterhaltsam sind. Wir nehmen uns nicht viel vor, ein Bier dazu und etwas gute Laune. Dann macht uns auch „Lesbian Vampire Killers“ richtig viel Freude, für einen Freitag-Abend genau das richtige Programm. Erscheinungstermin war der 26. Februar zu einem Preis von rund 16,- Euro, die Altersfreigabe liegt bei ab 16 Jahren.

Andre Schnack, 07.04.2010

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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