Life (2017)

Horror/Science-Fiction/Thriller
Horror/Science-Fiction/Thriller

[Einleitung]
Wenn ich an dieses Genre denke, dann kommen mir von „Alien“ bis hin zu „Event Horizon“ einige Titel in den Kopf. Viele davon sind dunkel in ihrer Stimmung, zeichnen ein apokalyptisches Szenario und zeigen uns oftmals sehr fiese Kreaturen, die den Menschen nach dem Leben trachten. Ist dies in „Life“ von 2017 ebenso? Regisseur Daniel Espinosa arbeitete nach einem Drehbuch von Rhett Reese und Paul Wernick, in den führenden Rollen sehen wir Ryan Reynolds, Jake Gyllenhaal und Rebecca Ferguson. Ich konnte mir das Stück genauer anschauen und berichte.

[Inhalt]
Die sechsköpfige Crew der Internationalen Raumstation macht eine unglaubliche Entdeckung: Es gibt Leben auf dem Mars! Die Astronauten finden in einer Bodenprobe Zellen einer extraterrestrischen Lebensform. Es stellt sich heraus, dass die schnell wachsende Kreatur viel intelligenter ist als erwartet und nicht nur eine Bedrohung für die Besatzung der ISS darstellt, sondern ein unvorhersehbares Ende für die gesamte Menschheit hat…
(Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)

[Kommentar]
Diese Grundidee ist nun keinesfalls neu. Es gibt sie, seit wir uns mit Leben aus dem All befassen oder eben diese Option zumindest in Betracht ziehen. Viele der großen Science-Fiction Titel sind es, die genau mit diesen Gedanken spielen und eine furchteinflössende Lebensform auf eine meist überschaubare Anzahl an Menschen loslassen. Zumeist geschieht dies noch in einer ohnehin schon recht lebensfeindlichen Umgebung. So oder ungefähr lautet die Zutatenliste von „Alien“ und Konsorten.

Bei „Life“ handelt es sich um einen Science-Fiction Film, den es so oder ähnlich auch in vielen Jahren erneut geben wird. Und er kann wieder gut gemacht und stimmungsvoll sein. Die Gedanken sind zeitlos und es geht vielmehr um die Situation der Menschen, die einer oftmals eher unbekannten und vermeintlich übermächtigen Kreatur ausgesetzt sind. Die Lage scheint aussichtslos. Weit weg von zu Hause. Das ist der Stoff, aus dem hier die Alpträume sind.

Dabei fängt doch alles ganz gut an. Große Freude, man habe außerirdisches Leben gefunden. Und dann die große Enttäuschung – es mag die Menschen nicht sonderlich und reagiert auch nicht sozial, nicht einmal friedlich. Der Aufbau und Ablauf, Spannungsbogen und Actionszenen des Films, all das gefällt gut. Ich muss auch sagen, dass ich die Besetzung als gut und passend erachte. Effekte und Musik befinden sich auf Hollywood-Niveau.

[Technik]
High Definition ist wichtig für aktuelle Filme. Vor allem, wenn auch noch ein großer Anteil technischer Effekte in den Titel eingebaut ist, dann kommt es ums so mehr auf die Wiedergabetechnik an. Denn der Segen, den die hochwertige Technik mit sich bringt hat auch eine Schattenseite: Fehler und Verunreinigungen fallen rascher auf. Die eher kühle Farbgebung passt zum Metier All und über die Kantenschärfe und den Detailgrad kann ich nur positives vermelden. Seitenverhältnis: 2.39:1, High Definition in 1080p.

Raus ins Weltall, dort wo absolute Stille herrscht. Doch hier geht es gar nicht in den Weltraum, sondern wir bleiben auf der ISS und in vermeintlich sicheren Innenräumen. Doch dort bricht dann auch die Hölle los und ein dynamischer und lebhafter Sound formuliert praktisch schon eine beklemmende Stimmung, welche die Basis für Spannung und Aufmerksamkeit des Betrachters bildet. Technisch betrachtet: Deutsch und Italienisch in DTS-HD MA 5.1, Englisch in 7.1 zzgl. vier Untertitel-Spuren.

[Fazit]
War es im sehr gut gemachten „Gravity“ eher ein unsichtbarer Gegner, so gibt es hier wieder handfestes: Fieser Knilch mischt die ISS auf. Und dabei ist es gar kein humanoides oder menschenähnliches Wesen oder etwas, wie wir es bereits mit „Alien“ vor die Augen bekamen. Denn ein feindlich gesonnener Organismus kann ja theoretisch auch wie ein Virus daherkommen und uns dahinraffen. Wie dem auch sei. Es gibt auch Extras hier:

– Gelöschte Szenen
– Klaustrophobischer Terror: Wie dreht man einen Thriller im Weltraum?
– Völlig schwerelos
– Die Kunst und Wirklichkeit von Calvin
– Tagebuch eines Astronauten

„Life“ präsentiert uns den Gang des Lebens auf rund 104 Minuten, abgelegt auf einer einseitigen und zweischichtigen Blu-ray Disc (BD 50). Nur hier sind wir nicht die mächtigen und am angenehmeren Ende der Nahrungskette, sondern werden zum Opfer. Für spannungsgeladene Filme hat dies schon des Öfteren funktioniert. Die Altersfreigabe liegt bei ab 16 Jahren.
Veröffentlichung ist am 3. August 2017 und zu rund 16,- Euro kann der Film erworben werden.

Andre Schnack, 01.08.2017

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★★★☆ 
Extras/Ausstattung:★★★★☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆