Light Sleeper

Drama
Drama

[Einleitung]
Kinowelt Home Entertainment bringt unter dem hauseigenen Label Arthaus den Titel „Light Sleeper“ auf den deutschen DVD-Markt heraus. Die Code2-Disc enthält einen Paul Schrader-Film von 1992, dessen Drehbuch ebenfalls aus der Hand des bereits genannten Regisseurs entstammt. In den Hauptrollen des Dramas über einen Drogendealer mit moralischen Bedenken sind Willem Dafoe, Susan Sarandon und Dana Delany zu sehen. Wir nahmen die Scheibe genauer unter die Lupe.

[Inhalt]
John LeTour (Willem Dafoe) steht bei den Reichen und Schönen New Yorks hoch im Kurs. Seine Drogendeals wickelt er stets diskret und absolut zuverlässig ab. Doch dann gerät John in eine tiefe Krise. Er will aussteigen und ein neues Leben beginnen, doch seine eigene Heroinsucht bremst ihn immer wieder. Als eine seiner langjährigen Kundinnen plötzlich durch eine Überdosis Koks umkommt und auch seine Chefin Ann (Susan Sarandon) nun die Dealerei an den Nagel hängen will, gerät Johns Leben mehr und mehr aus der Bahn. Bei einer Drogenübergabe kommt es dann zu einer Schießerei… Und durch dieses Verbrechen wird ihm seine – von ihm aus gesehen – einzige Chance auf den Ausstieg geraubt. Die schöne Marianne (Dana Delany) will fortan keinen Kontakt mehr zu John, welcher nun auch Rache schwört…

[Kommentar]
„Light Sleeper“ ist kein Film für jedermann oder die breite Masse der Kinogänger. Eher ein Mauerblümchen, welches bei Kennern und Fans mehr Erfolg feiert. Und das liegt nicht nur an der gesamten Umsetzung der Geschichte, ihrem melancholischen Ton und dem recht ruhigen Tempo, sondern auch an dem gesamten Sujet und den darstellerischen Leistungen, den Dialogen und der Musik. Die beteiligten Darstellerinnen und Darsteller leisten allesamt eine überzeugende Leistung, die gewählten Sets werden von der meist nachdenklich traurigen Musik gekonnt unterstrichen und die Geschichte passt in ihrem Verlauf zum Rest, wenn sie auch nicht sonderlich viel Tiefgang oder Plastizität besitzt. Sie stellt jedoch zweifellos deutlich dar, dass Menschen in diesem Job nicht unbedingt schlechte Menschen sein müssen; ferner, was Gewohnheit bedeutet und die Flucht nach einem Ausweg für Hürden beinhaltet. Ein guter Film.

[Technik]
Zur technischen Ansicht der Disc. Der anamorphe Breitbildtransfer befindet sich im Format 1.85:1 auf dem Datenträger. Er leistet insgesamt eine gute Wiedergabequalität, so dass der Betrachter zufrieden gestellt wird. Der Kontrast und die Farbgebung fallen etwas fahl aus, woraus aber ein Geschehen entsteht, welches recht natürlich wirkt. Viele Aufnahmen, wie es der Titel schon erahnen lässt, wurden in der Nacht und künstlich beleuchteten Lokalitäten abgedreht, so dass eine gute Ausleuchtung notwendig ist. Diese gibt es hier vor die Augen. Aus Mangel an rasch verlaufenden, actiongeladenen Szenen gibt es auch auf diesem Gebiet keinerlei Probleme.

Der Ton der Disc befindet sich lediglich im monauralen Format Dolby Digital 1.0 auf der Disc, aufgenommen in den Sprachen Englisch und Deutsch. Die Filmmusik plätschert recht voluminös daher und bestimmt ab und an gewollt und gekonnt die Szene. Saubere Sprachausgaben durchbrechen die dichte Stimmung und sorgen für gute Dialogwiedergabe. Optionale Untertitel gibt es in den Sprachen Englisch, Deutsch und Holländisch.

[Fazit]
„Light Sleeper“ von Kinowelt / Arthaus stellt inhaltlich etwas dar, was allerdings eher Filmkennern, als Gelegenheitskinogängern gefallen wird. Diesen aber um so mehr. Der rund 99minutenlange Film wurde auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) untergebracht und ab 16 Jahren freigegeben. Das einfach gehaltene Menü bietet neben den notwendigen Ton- und Untertitel-Einstellungen auch noch folgendes Bonusmaterial: zwei exklusive und interessante Audiokommentare (einer mit Paul Schrader und ein weiterer, szenenspezifischer Kommentar mit Susan Sorandon und Willem Dafoe) und Trailer. Die Disc erschien am 10. September im Handel. Nicht nur für Dafoe-Fans einen näheren Blick wert.

André Schnack, 30.10.2002

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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