Little Hippo – Der Film

Animation/Fantasy
Animation/Fantasy

[Einleitung]
Neben einer ganzen Reihe an „Little Hippo“-Episoden erschien 2001 vom Regisseuren-Duo Christian Choquet und Bernard Deyriès der entsprechende Kinofilm zum beliebten und erfolgreichen kleinen Nilpferd. Am Drehbuch arbeiteten Christine Chagnoux, Robin Lyons und Andrew Offiler. Unter dem Label UFA Kids erscheint aus dem Programm der universumfilm nun das Vergnügen „Little Hippo“ (Originaltitel: Petit potam). Wir konnten uns die DVD genauer anschauen und berichten über die Qualitäten des gemütlichen, kinderfreundlichen Nilpferds.

[Inhalt]
Das kleine Nilpferd erobert die Kinoleinwand: nach dem großen Erfolg von Little Hippo im Fernsehen muss er sich nun mit fiesen Piraten auseinandersetzen, die Hippo Island zu ihrem neuen Domizil machen wollen. Weil keiner Little Hippo diese Geschichte glaubt, läuft er weg. Zum Glück lernt er im Dschungel das Tigermädchen Honey-Dew kennen, die ihm zeigt, wie man hier zurechtkommt – und dass man aus Schlamm und Kokosnussschalen geniale Matschbomben bauen kann! Unterdessen wird Little Hippo verzweifelt von seiner Familie gesucht – und plötzlich sind die Piraten da…
(Quelle: universumfilm)

[Kommentar]
„Little Hippo“ hat praktisch alles, was eine angenehme Kinderunterhaltung bieten muss. Dazu zählen nicht die oftmals im Kinder-TV vermittelten, hektischen und überaus nervigen Attacken auf Sehnerv und schwache Gehirnpartien. Vielmehr geht der kleine Nilpferd-Kerl in eine Richtung, die wir bereits aus Winnie Puuh kennen. Das Ausbauen gewisser Wertvorstellungen gelingt durch die Darstellung bestimmter Situationen mit den entsprechenden Schlüsseln. Für Erwachsene oftmals ganz niedlich, inhaltlich jedoch eher uninteressant bis langweilig. Für Kinder hingegen genau richtig, denn es wird eine einfach zu verfolgende und logische Geschichte gesponnen, welche gekonnt mit sinnvollen Dingen angereichert wurde.

Betrachten wir die technische Umsetzung, so haben wir es mit recht simplen Zeichnungen zu tun, die dennoch nichts an Charme durch ihren Stil einbußen. Das Nilpferd und seine Freunde wirken allesamt sehr freundlich, eben kindgerecht. Die Macher sahen glücklicherweise davon ab, dass sich hier richtige Schurken tummeln, wobei die Piraten schon einen finsteren Eindruck vermitteln können. Zwar sind auch hier die Fronten klar, die Auseinandersetzungen geschehen jedoch weitgehend friedlich und lassen Hippo neue Freunde unter unseren Kleinsten gewinnen. Action und Dynamik wurden sehr begrenzt, die musikalische Untermalung wirkt situationsgerecht und bereitet Freude.

[Technik]
Das kleine Dorf in Afrika befindet sich per 4:3-Vollbild-Format auf dem Datenträger, allerdings beschränkt sich der sichtbare Bereich auf ein Format um die 1.66:1. „Little Hippo“ arbeitet mit poppigen Farben und einem angenehmen Kontrast, der dunkle Bildbereiche auch als solche darstellt. Die Kantenschärfe ist ebenfalls von der Wertigkeit her im Mittelfeld anzusiedeln, so auch der Grad an Detailschärfe. Für einen Zeichentrickfilm hingegen kann die Wertung „gut“ als zutreffend angesehen werden. Es gibt zahlreiche Situationen mit vielen Bewegungen und Animationen, alles wirkt geschmeidig, freundlich und es gibt keinerlei technische Mängel. Lediglich hin und wieder fallen kleinere Verunreinigungen auf, die Kompression hinterlässt einen sauberen Eindruck.

Tontechnisch gibt es kaum etwas Nennenswertes zu berichten. „Little Hippo“ spricht, spielt und trällert im Dolby Stereo-Format vor sich hin und spricht dabei ausschließlich deutsche Sprache. Das kleine Nilpferd erlebt eine spannende Geschichte im kleinen afrikanischen Dorf an einem Fluss. Da gibt es ruhigere Situationen und durchaus auch mal ist Spannung mit im Spiel. Hin und wieder wechselt die Musik und unterstreicht adäquat die aktuelle Situation der Handlung. Wir haben es durchweg mit einer qualitativ hochwertigen Stereo-Darbietung zu tun.

[Fazit]
Kinder wird diese Erscheinung sehr erfreuen, denn der Widererkennungswert zu den bereits im TV gelaufenen „Little Hippo“-Sendungen liegt bei 100%. Die Geduld der Kleinen wird bei einer Laufzeit von rund 79 Minuten nicht allzu strapaziert. Eingeteilt wurde der Inhalt in insgesamt 14 Kapitel, diese befinden sich auf einer einseitigen Single-Layer-Disc (DVD Typ 9). Richtiges Bonusmaterial gibt es hier nicht, dafür jedoch immerhin 4 Trailer zu weiteren UFA Kids-Titeln. „Little Hippo“ erschien am 22. August zu einem Preis um die 12,- Euro. Die Altersfreigabe liegt bei ab 6 Jahren. Wer seinen Kindern eine Freude machen möchte, der erhält hier eine angenehme Technik und einen netten Film.

Andre Schnack, 04.10.2005

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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