Magic of Big Blue

Dokumentation
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[Einleitung]
Dokumentationen über den Lebensraum Meer gibt es viele. Hier in „Magic of Big Blue“ geht es genau um diesen Lebensraum und im speziellen um sieben Sendungen, die sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten auseinander setzen. „Magic of Big Blue“ entstand als polnische Produktion und erscheint in Form dieser hier getesteten Standard Definition DVD aus dem Hause Koch Media und umfasst drei Datenträger. Ich konnte mir diese Dokumentar-Reihe genauer anschauen und berichte aus erster Hand über Inhalt, Technik und Umfang der Veröffentlichung.

[Inhalt]
„Magic Of The Big Blue“ erkundet die einzigartigen verborgenen Welten, die unter den Ozeanen der sieben Kontinente liegen. Es ist eine unbeschreibliche Reise, die die unvergleichbare und unerforschte Schönheit der Unterwasserwelten perfekt einfängt. Der renommierte Unterwasserfotograf Darek Sepilo filmte in dieser signifikanten Dokumentation eine siebenteiliges Abenteuer, das Bilder zeigt, die sich für immer in das Gedächtnis seiner Zuschauer einbrennen werden.

Die Reihe beginnt in Asien, wo wir unsere Reise beginnen und das Korallendreieck zwischen den Philippinen, Indonesien und Malaysia erkunden werden. Andere Highlights der Reihe sind Begegnungen mit Haien, antarktischen Seeleoparden und Walen.
(Quelle: Koch Media)

[Kommentar]
Tatsächlich greif die Sendung überraschend häufig auf den „Schau zu“-Faktor zurück. Mir ein wenig zu oft, offen gestanden. Dann stehen dort tolle Bilder, zweifelsohne, doch ist man mittlerweile schlichtweg auf ein erhöhtes Tempo geeicht und nimmt es überwiegend als störend wahr, wenn die Erwartung diesbezüglich nicht eintritt. Wie dem auch sei. Haben wir Zeit und lieben Bilder entlegener Gebieter dieses Planeten, an denen wir vielleicht niemals selbst sein können, so bereitet „Magic of Big Blue“ wahrhaftig ein wenig Magie.

Rein mit dem sachlichen Auge gemustert ist der Umfang des Inhalts der sieben Sendungen zumindest als gut zu bezeichnen. Seine technische Abbildung gefällt zudem ebenfalls sehr gut. Und so kommt es, dass ich fasziniert einer Stimme lausche und dazu einem nahezu unsichtbaren Tintenfisch vor einer farbenfrohen, gar prallen Umgebung eines Korallenriffs beim Nichtstun zuschaue. Liest sich komisch, ist aber so. Das ganze macht auch ausreichend viel Spaß, denn neben einem guten Informationsgehalt und dazu addierten Unterhaltungswert erleben wir eine technisch sehr hochwertige Umsetzung.

[Technik]
Koch Media präsentiert uns „Magic of Big Blue“ in unterschiedlichen Versionen. Natürlich gibt es neben der hier besprochenen Standard Definition Fassung auch High Definition Veröffentlichungen. Geboten hier ist ein anamorpher 16:9 Transfer im Format 1.78:1. „Magic of Big Blue“ bietet viele Unterwasseraufnahmen, die allesamt entsprechend unter ungünstigen Umständen gedreht worden sind. Nicht nur in Anbetracht dessen gibt es trotzig gute Bilder vor die Heimkino-Linse. Ausreichend knackige Kontrastgebung und eine Kantenschärfe, die Details gut zur Geltung bringt. Kompressionsartefakte oder andere Störungen fielen mir nicht auf.

Jaja, nun kommt wieder der übliche Palaver über die technischen notwendigen bei einer Dokumentarfilm-Abbildung. Klar ist, dieser Inhalt erfordert schlichtweg keinen Mehrkanalton, wie wir ihn bei Kinofilmen gewohnt sind. Auf der anderen Seite, warum sollte es ihn nicht dennoch geben? Nett wäre das ja, doch ist dieses Unterfangen zumeist mit hohen Kosten verbunden, die wiederum besser in den Inhalt als die tonale Ausführung fließen sollten, angesichts ihres wahrhaften Nutzens. Hier ist es tatsächlich so, dass wir mit jeweils einem Dolby Digital 5.0 sowie DTS 5.1-Ton in den Sprachen Deutsch, Englisch sowie Italienisch ausgestattet werden. Untertitel: Deutsch.

[Fazit]
Am 18. Oktober erschien „Magic of Big Blue“ zu einem Preis von rund 22,- Euro. Koch Media bedient hier eine stetig wachsende Fan-Gemeinde des Dokumentarfilms und mit „Magic of Big Blue“ kann ein Bedarf in diesem Bereich gestillt werden. Immerhin füllen die drei einseitigen und zweischichtigen DVD (Typ 9) satte 345 Minuten Laufzeit, was rund 6 Stunden entspricht. Inhaltlich hingegen fehlt es mächtig an Pepp. Das nagt wiederum ordentlich an der Gesamtwertung der ansehnlich gestalteten Box mit der Kennzeichnung als Info-Programm gemäß §14 JuSchG. Alles in allem eine gelungene Erscheinung.

Andre Schnack, 12.11.2013

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆