Maximilian – Das Spiel von Macht und Liebe

Drama/History/Serie
Drama/History/Serie

[Einleitung]
Schlicht mit dem einfachen Einwort-, bzw. Namens-Titel „Maximilian“ stellte sich eine TV-Serie im Stile von „Victoria“ nun einem anderen Adelsgeschlecht und der historischen Entwicklung. Hierzuland erscheint das Stück unter dem Titel „Maximilian – Das Spiel von Macht und Liebe“ aus dem Angebot von polyband und ich konnte mir einen genaueren Eindruck von der High Definition Blu-ray Veröffentlichung machen. Die Regisseurarbeiten Andreas Prochaska‘s wirkten sich vor der Kamera auf Jannis Niewöhner, Christa Theret, Alix Poisson und Tobias Moretti aus. Doch kann die TV-Produktion auch inhaltlich überzeugen?

[Inhalt]
„Der Herzog ist tot! Es lebe die Herzogin!“ heißt es 1477 am Genter Hof – doch als Frau kann Maria von Burgund nicht herrschen, nur ein Mann darf regieren. Die Erbin des mächtigsten Herzogtums im 15. Jahrhundert muss heiraten zu einer Zeit, als ganz Europa gespalten ist. Am Wiener Hof weiß Friedrich III., der Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, dass der Reichtum Burgunds der Schlüssel zur Macht ist. Er verlangt von seinem Sohn Maximilian, dass er um Marias Hand anhält. Auch Friedrichs Gegenspieler, Ludwig XI. von Frankreich, plant, seinen Sohn mit der jungen Herzogin zu verehelichen. Aber Maria von Burgund hat ihren eigenen Kopf und will zunächst gegen jedes Gesetz alleine regieren.

Maximilian weigert sich ebenso, Spielball politischer Ambitionen zu werden und die Notlage einer jungen Frau zum Vorteil seines verhassten Vaters zu nutzen. Der Kampf um die Vorherrschaft in Europa hat jedoch längst begonnen. So lernen die Herzogin und der österreichische Erbprinz schnell, wie man überlebt und wie man herrscht. Nur auf eines sind die beiden nicht vorbereitet: auf die Liebe, die sie füreinander empfinden.
(Quelle: polyband)

[Kommentar]
Viele dieser Werke leben allen voran nicht durch die großen Namen, die in den Produktionen gespielt werden, sondern vor allem durch die Gedanken und übermittelten Erinnerungen an diese Epochen und Figuren. So gibt es mittlerweile von „Shakespeare“, „The Young Pope“ bis hin zu „Victoria“ und eben „Maximilian“ einiges im Angebot, wenn es um historische Dramen geht. Mehr oder weniger künstlerisch verändert lassen die historischen Übertragungen natürlich immer Freiraum für Interpretationen und den eigenen Charme, den hier auch die Filmemacher gut einarbeiten konnten, so dass eine ausreichende Spannung und Unterhaltung entsteht.

[Technik]
„Maximilian“ lässt sich nicht Lumpen und reitet hier in High Definition in seine historischen Eskapaden. Der Transfer bemisst sich dabei auf ein Ratio von 1.78:1 und kann sich mehr als nur sehen lassen. Die historische Gewänder, Sets und Masken sehen wirklich gut aus und geben keinen Anlass zur negativen Kritik. Ob der mäßigen Ausleuchtung, die historisch bestimmt korrekt ist, kann nicht immer alles im besten Licht erstrahlen, was jedoch dem Gesamtwerk keinen Abbruch beschert. Die Farben hinterlassen einen authentischen Eindruck und die visuelle Leistung des High Definition Transfers in 1080p-Bildern sind rundum gut. Störungen oder Fehler gibt es nicht.

Ton ist wichtig, auch bei Werken, die vielleicht nicht mit den brachialen Explosionen eines Actionfilms aus Hollywood aufwarten können und wollen. „Maximilian“ beschränkt sich beim Ausspielen seiner akustischen Belange eher auf das historische Niveau, die Sprachausgabe und die musikalischen Einsätze. Effekte oder richtig viel weiten Raumklang können wir hier nicht erleben, da es weder die Situationen gibt, die das ernsthaft erfordern, noch legte man auf etwaige akustische Finessen keinen sonderlich hohen Wert. Wie dem auch sein, der Ton biedert sich im DTS-HD 5.1-Format an. Ausschließlich in der deutschen Sprache, Untertitel gibt es nicht.

[Fazit]
„Maximilian“ ist nicht das, was ich als pompösen inszeniertes Historien-Drama in mehreren Teilen bezeichnen würde, allen Mal jedoch gebührt dem aufwendig inszenierten TV-Streich einiges Gutes. Die deutsch-österreichische Ko-Produktion erschiesst ein großes Publikum und kann mit den drei Episoden zu jeweils rund 90 Minuten durchaus überzeugen. Die viereinhalb Stunden finden Platz auf zwei einseitigen und zweischichtigen Blu-ray Discs mit jr 50 GB Fassungsvermögen. „Maximilian“ gehört nicht zu den hochgeborenen TV-Produktionen, kann jedoch seit Anfang Oktober 2017 für drei angenehme TV-Abende sorgen. Die Altersfreigabe liegt bei ab 12 Jahren.

Andre Schnack, 13.02.2018

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★★★☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆