Mimic 3

Horror/Science-Fiction/Thriller
Horror/Science-Fiction/Thriller

[Einleitung]
Nach einem mäßig erfolgreichem Horror-Film mit dem Titel „Mimic“ aus 1997 von Regisseur Guillermo del Toro folgte 2001 im Video-Segment die Fortsetzung „Mimic 2″ von Jean de Segonzac. Zwei Jahre später, ebenfalls als Video-Produktion angesetzt, entstand dann der aktuellste Titel um fiesgemeine Killer-Kakerlaken, „Mimic 3″ (Originaltitel: Mimic: Sentinel) von Regisseur J.T. Petty. Wir konnten uns den dritten Teil der Reihe ansehen, die auf einer Kurzgeschichte von Donald A. Wollheim basiert. In den Hauptrollen sind Karl Geary, Alexis Dziena, Keith Robinson, Rebecca Mader und Amanda Plummer genauer ansehen und berichten über Qualitäten und Makel der DVD-Fassung. Die Disc kommt von universumfilm.

[Inhalt]
Die Einwohner eines Mietshauses verschwinden unter mysteriösen Umständen. Marvin befürchtet das Undenkbare: Die Mutanten-Rasse der riesigen fleischfressenden Insekten, die bereits zwei Mal die Menschen in Angst und Schrecken versetzt hat, ist zurück. Die aggressiven Insektenmutanten rächen sich mit Terror und Tod. Marvin, wegen seiner schweren Krankheit an sein Zimmer gefesselt, muss schnellstmöglich Unterstützung finden, um diese schrecklichen Kreaturen auszurotten – bevor er zu ihrem nächsten Opfer wird.
(Quelle: universumfilm)

[Kommentar]
Die Figuren sind dem Betrachter allesamt ziemlich sympathisch, die Sets tragen zur ausreichend dichten Stimmung bei und der Film legt praktisch von Beginn an einen steilen Aufbau der Spannung an den Tag. Die Komponente, dass die Hauptfigur – ein in diesem Fall etwas unverstandener junger Mann – krankheitsbedingt an sein Zimmer gefesselt ist, verleiht dem Film einen noch etwas höheren Spannungsbogen. Durch sein Hobby kommt etwas „Fenster zum Hof“-Voyeurismus auf. Die oftmals recht tonal recht unspektakulären Einblicke in die anderen Appartements geben sich ausgesprochen spannend, letztlich durch eine passende musikalische Untermalung. Schnitt und Szenenübergänge weisen teilweise einen zwar eigenen und dennoch sehr professionell wirkenden Eindruck auf.

Man könnte sagen, die Filmemacher gingen sehr effektiv vor und erreichten damit eine maximale Effizienz für die gegebenen Verhältnisse. Und wenn auch nicht sonderlich viel Action oder aber Special Effects eingesetzt werden, so haben zahlreiche Einstellungen aus stationärer Kameraposition wahrlich schon beinahe einen klassischen Zug, und sind dazu sehr unheimlich. Die darstellerischen Leistungen gehen weitgehend in Ordnung, haben aber selten Tiefgang zu bieten, was sich auch in den Dialogen ein wenig niederschlägt. „Die Judas-Kakerlaken sind wieder zurück – noch grausamer, noch bösartiger und noch schrecklicher als je zuvor!“ – was soll man da noch ergänzen.

[Technik]
Die noch junge Filmproduktion spielt sich in einem anamorphen 1.85:1-Breitbildtransfer ab. Der 16:9-Transfer weist eine rundum kontrastreiche Wiedergabe auf. Allerdings fällt dabei recht schnell ins Auge, dass viele gut ausgeleuchtete Aufnahmen einen leichten Drift ins Orange und Gelb aufweisen. Stört den Sehspaß jedoch nicht merklich. Von der Farbgebung her gefällt das Geschehen in seiner visuellen Darbietung gut, und das ist es letztlich, was den Betrachter wichtig ist. Hier geschieht dem vermeintlich gelungenen Vorhaben jedoch noch ein Fauxpas: es treten häufiger deutlich erkennbare Rauschmuster auf. Die Kantenschärfe verbreitet auch nicht durchgängig wohlwollende Zufriedenheit. Vom Schwarzelevel her vermag die Darstellung zu begeistern, was der Ausleuchtung zugute kommt.

Tontechnisch machte sich Begeisterung bei uns breit. Der Dolby Digital 5.1-Ton kann wahlweise in den Sprachen Englisch und Deutsch vernommen werden. Sehr frisch und dynamisch im Klang geht es in den dramatischen Szenen tatsächlich sehr wirkungsvoll zur Sache. Es scheppert, wummt und kracht in den entschiedenen Momenten ganz ordentlich. Aus allen angeschlossenen Lautsprechern können sinnvoll platzierte Effekte ausgemacht werden, es entsteht der Eindruck von Räumlichkeit. Der Bass leistet einen gesunden Untergrund und die klare Sprachausgabe kann aus dem Center-Speaker vernommen werden. Untertitel gibt es in deutscher Sprache für Hörgeschädigte und englisch.

[Fazit]
Mit „Mimic 3″ erscheint eine DVD, die nicht nur den Horror-Fans unter uns gefallen wird. Mit einer überraschend hochwertigen Film-Produktion kann Regisseur J.T. Petty auf rund 74 Minuten kurzweiliger Laufzeit spannend unterhalten. Die Altersfreigabe erfolgte laut FSK ab einer Stufe von 16 Jahren. Veröffentlichungstermin der Disc war der 08. August 2005. Wer den oftmals visuell arbeitenden Film in seinem Regal stehen haben möchte, der berappe bitte rund 16,- Euro. Als Specials befinden sich neben einem Audiokommentar und einer rund 15minutenlangen Featurette auch noch eine Casting-Featurette (5 Videos) und eine Bildergalerie mit im Programm. Weitere 5 Trailer runden das Angebot mit einem durchschnittlichen Inhalt angenehm ab. „Mimic 3″ turnt vom Titel her nicht sonderlich an, kann jedoch aufgrund des gezeigten Spannungsgrads und den ausreichend plastischen Figuren für eine durchaus punkten, zudem hier in einer technisch guten DVD.

Andre Schnack, 23.08.2005

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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